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Welchen Zweck erfüllen die Wildblumeninseln in der Lahnaue bei Heuchelheim?

Heuchelheim | Wenn man durch die Lahnaue bei Heuchelheim wandert, fallen einem gleich die Wildblumeninseln auf. Mitten in den bereits abgeernteten Ackerflächen stehen kleine Flächen mit Wildblumen. Einige Blumen blühen noch, während andere bereits braun und auf den ersten Blick unnütze herumstehen. Warum lässt man diese Inseln im Herbst stehen? Nun, die Wildblumen haben ihren Dienst an der Tierwelt noch nicht komplett getan. Im Sommer erfreuen sich zahlreiche Wildbienen, Falter, Fliegen und Menschen an den blühenden Flächen mitten im Acker. Schaut man genauer hin, wird man auch den Feldhasen, das Mauswiesel, Igel und sogar brütende Vögel entdecken.
Jetzt im Herbst und später im Winter erfüllen diese Inseln einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Insekten und Wildvögel. Die Vögel nutzen die Samen der Wildblumen als Futter und manchmal verstecken sich die Vögel auch in den Flächen vor Fressfeinden. Auf den abgeernteten Ackerflächen haben viele Wildtiere kaum die Möglichkeit, sich vor Greifvögeln in Sicherheit zu bringen. Die kleinen Inseln geben da wenigstens etwas Schutz. Die Insekten haben im Winter in diesen Wildblumeninseln eine sicheres Winterquartier. Man hofft im nächsten Frühling mehr Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge in der Lahnaue zu finden als in diesem Jahr. Auch wenn die Inseln nicht mehr ganz so toll aussehen wie im Sommer, bieten sie doch das ein oder andere Fotomotiv. Die Wildblumeninseln sind ein großes Plus für die Artenvielfalt in der Lahnaue. Sie wären ohne die Mitarbeit der Landwirte nicht möglich. In der modernen Landwirtschaft hat ein Umdenken begonnen. Nicht nur die Ökonomie, sondern auch die Ökologie wird von der modernen Landwirtschaft beachtet. So etwas wie die Wildblumeninseln mitten im Feld wäre vor 10 Jahren nicht denkbar gewesen. Danke an die Landwirte, denen es nicht egal ist, wie sie unser täglich Brot produzieren.

 
 
 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Klaus Viehmann
1.271
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 25.10.2018 um 11:52 Uhr
Hallo Nicole, danke für diesen Bericht, das sollten alle bedenken, diese ausgeblühten Inseln sind im Winter, so wie du schreibst, sehr wichtig. Toller Bericht, danke.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 25.10.2018 um 13:19 Uhr
Auch ich danke Dir für das Lob an unsere Landwirte. Ja, sie scheinen umzudenken, soweit ich das als Laie beurteilen kann - und das ist gut so! Die Sonnenblumenfelder bleiben vielerorts stehen, weitere Details hast Du ja sehr gut beschrieben! Im Gegensatz dazu unterzeichnet der NABU, dass in Lahnau ca. 90 Robinien gefällt werden dürfen, weil sie nicht ins "Ortsbild" passen. Diese Bienenoasen wurden abgesägt und werden radikal gegen Neuausschlag mit Glyphosat (!) bestrichen.
Jutta Skroch
13.351
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 25.10.2018 um 13:42 Uhr
Birgit, da kann man sich nur noch an den Kopf greifen. Das scheint seit einiger Zeit das Totschlagargument zu sein, nicht standortgerecht und gehören gar nicht hierher, die drehen sich das, wie es ihnen passt.
Otmar Busse
726
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 25.10.2018 um 15:15 Uhr
Diese stehengelassenen Wildblumeninseln sind für viele Tiere ein Segen für das Überstehen des bevorstehenden Winters. Sie bieten ihnen Nahrung und Schutz.
Den Landwirten, die sich an diesen förderfähigen, sogenannten Agrarumweltmaßnahmen , beteiligen, gehört, wie es Nicole in ihrem interessanten Bericht schon erwähnt hat, ein großes Dankeschön.
Ilse Toth
36.705
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 26.10.2018 um 16:39 Uhr
Nicole, ich bin begeistert! Wunderschön geschrieben! Wann kommt Dein Buch?
Nicole Freeman
9.818
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 26.10.2018 um 19:02 Uhr
danke für die blumen;-)
Mit dem Buch da trau ich mich nicht. kostet ja doch ein bischen.
H. Peter Herold
27.781
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.10.2018 um 17:23 Uhr
Eine der bekannten Grünen hat es damals bei der LaGa vorgemacht. Weg was nicht heimisch ist. Egal ob es nützlich ist oder nicht, nur die Waschbären dürfen bleiben. Warum?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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