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Die Stadt auf dem grünen Berg- Grünberg in Hessen

Der Grünberger Marktplatz
Der Grünberger Marktplatz
Heuchelheim | Nur ein Katzensprung und man ist in der Fachwerkstadt Grünberg. Die Stadt auf dem grünen Berg hat für den Urlauber-Tagesurlauber einiges zu bieten. Ich nehme euch jetzt einfach einmal mit nach Grünberg. Mein kleiner Rundgang beginnt am Alten Schloss, das eigentlich kein Schloss ist. Die Antoniter erbauten dieses Kloster, welches Landgraf Ludwig IV für seine Gemahlin Hedwig umbauen ließ. Seit dem nennen die Grünberger das Kloster eben Schloss. Das höchste Gebäude des Klosters ist der Speicher. Erbaut im 16. Jahrhundert diente dieser 1542 der Marburger Universität und 1613 der Gießener Universität während Pestzeiten als Unterkunft. Schon damals war Grünberg für die gute Luft bekannt. Grünberg ist sogar Luftkurort. Ich schlendere durch die Marktgasse in Richtung Marktplatz. Romantisch sind die Fachwerkhäuser anzusehen. Die kleinen Geschäfte laden zum Bummeln ein. Am Marktplatz selbst fällt einem das Rathaus ins Auge. 1586/87 als Wohnhaus erbaut kaufte die Stadt das Haus am Marktplatz 1593 und nutzte es seit dem als Rathaus. Alle Häuser am Marktplatz sind Fachwerkhäuser. Man erkennt teilweise noch die ursprüngliche
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Grünberg (2054)
Nutzung. Heute findet man hier neben kleinen Geschäften auch Grünbergs Gastronomie. Sitzgelegenheiten auf dem Platz lassen einen die Speisen an der frischen Luft in romantischer Umgebung lassen Urlaubsgefühle aufkommen. Nach der kleinen Pause geht es vorbei an der Stadtkirche und dem Tränenweibchen, das an den1761 bei Grünberg gefallenen General von Reden erinnern soll, zum alten Brauhaus. Das Brauhaus ist ein Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Die Braukunst war von 1446- 1850 ein gut gehender Wirtschaftszweig Grünbergs. Es gab einmal 7 Brauereien in der Stadt. Die letzte Brauerei stellte das Brauen 1850 ein und wurde zum Wohnhaus. Heute finden wir hier die Stadtbücherei und eines der Grünberger Trauzimmer. Ein kleiner Weg führt ins Brunnental. Gerade bei den heißen Tagen lädt das Brunnental zum Energietanken ein. Dicke alte Bäume halten das Erdreich mit den Wurzeln am steilen Hang. Einige wachsen auf Mauerresten.Es sind Teile der Stadtmauer und Reste der alten Burganlage die leider Abgerissen wurde. Im oberen Burgbereich stehen heute die Terrassenhäuser, auf die man einmal stolz war. In den 1970er Jahren galt dieser Baustil als schick und modern. Ich schaue mir lieber die alten Bäume an, in deren Schatten die Vögel ihr
Das Brauhaus
Das Brauhaus
Lied trällern. Die moosbewachsenen Mauerreste mit den alten Wappensteinen könnten Geschichten erzählen. Sie sind heute einfach wunderbare Fotomotive. Im Tal kann man die beiden Teiche sehen. Wasser ist im Brunnental überall zu sehen. Hier tummeln sich Forellen, Libellen und Schmetterlinge die man beobachten. Das kühle Wasser der Quellen kann man sich als Wanderer einfach mal über die Beine laufen lassen. Achtung das Wasser ist wirklich kalt. Im Brunnental kann man Ruhe finden. Aber nicht nur Ruhe, sondern auch viel Geschichtliches. Bereits seit 1419 wurde das aus dem Brunnental hoch gepumpte Wasser gesammelt und durch ein Röhrensystem zu den einzelnen Brunnen in der Stadt geleitet. Die Wasserleitung und das Pumpwerk im Tal mit dem Wasserkraftwerk in Form eines Mühlrades ist ebenfalls ein beliebtes Fotomotiv.
1901 begann man Wege anzulegen und das Brunnental zum Naherholungsgebiet zu machen. Erfrischend ist auch die Kneippanlage mitten zwischen den Bäumen. Nach der Abkühlung geht es weiter zum Opferstock und dem Mitte des 15. Jahrhundert errichteten Augustinerinnen Kloster. Damals Spital und heute Museum im Spital. Ein Besuch lohnt sich. Geschichtsliebhaber werden auch den Besuch im Haus der Zünfte genießen. Einen tollen Überblick über die Stadt bekommt man, wenn man sich auf den Diebsturm begibt. Er wurde um 1200 erbaut und ist der einzige noch erhaltene Turm der alten Stadtbefestigung. Früher war er nur vom Wehrgang der Stadtmauer mittels eines Umganges, dessen Konsolen zum teil noch sichtbar sind, zugänglich. Das Wahrzeichen der Stadt steht heute mitten in der Stadt. Man kann sich den Schlüssel holen und die Aussicht genießen. Von Oben ist das Wachsen der Stadt über die Jahre zu erkennen. Der Luftkurort Grünberg in Hessen ist ein Besuch wert.
Ich wünsche einen schönen Aufenthalt.

Der Grünberger Marktplatz
Das Brauhaus
Das Tränenweibchen
1
Zeugen der Vergangenheit

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.08.2018 um 11:10 Uhr
Gute Beschreibung und schöne Bilder
Ingrid Wittich
20.937
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 09.08.2018 um 11:19 Uhr
Grünberg ist mehr als nur einen Ausflug wert. Ich habe 9 Jahre die Theo-Koch-Schule besucht, die damals noch mitten in der Stadt unweit des Diebsturmes zu finden war. Leider sind einige kleine Geschäfte verwaist, aber wo ist das heute nicht.
Hallo Lieber Leser
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von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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