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25 Jahre Verbund mittelhessischer Museen e. V.

Heuchelheim | Sonntagswetter hatte der Verbund mittelhessischer Museen e.V zu ihrer Jubiläumsveranstaltung am Sonntag in Heuchelheim Kinzenbacher Bahnhof. Kurt Stein begrüßte kurz die Besucher und alle Teilnehmer. Ein großes Lob ging an den Gastgeber. Zahlreiche Besucher schauten, staunten und sprachen mit den Ausstellern. Es wurden Ausflugsziele gesteckt. Es war das 5. mal nach der Mittelhessenschau, das man die Museen auf diese Art präsentierte. Im Alten Bahnhof Kinzenbach konnte man sich über den Bergbau in der Region Grünberg informieren. Der Erzwanderweg wurde vorgestellt und auf die kommende Volkswanderveranstaltung in Lardenbach hingewiesen. Direkt daneben hatte die Hessische familiengeschichtliche Vereinigung ihren Infostand. Wer mehr über seine Abstammung wissen möchte, kann sich unter www.hfv-ev.de erste Beratung holen.
Im oberen Stock des Bahnhofs konnte man Rock and Roll Musik hören. Natürlich im Wohnzimmer dieser Zeit. Die Kinder durften alles Ausprobieren. Vom Nähkästchen, Wählscheibentelefon bis hin zu praktischen Küchenschrank wurde getestet und erklärt. Der Zigarrenmacher zeigte, wie man in Heuchelheim einst arbeitete und auch ein Schuhmacher zeigte sein altes Handwerk im Haus. Im alten ,, Supermarkt,, konnte man Bonbons und Marmelade kaufen. Die Gastmuseen hatten ihre Stände im Außenbereich des Bahnhofes aufgestellt.
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Das Heimatmuseum Aßlar präsentierte einen Korbmacher und die Technik des Lehmbaus. Es gibt verschiedene Lehmarten und auch verschiedene Lehmbauweisen. Das Herstellen von Lehmbausteinen, die an der Luft getrocknet wurden konnte beobachtet werden, dazu die Information über Lehmputz. Der Baustoff Lehm war nicht nur in unserer Gegend lange Zeit der wichtigste Baustoff. Zu den Informationen gab es natürlich auch den Flyer zum Museum im Schloss zu Werdorf. Passend zum alten Werkstoff dann der nächste Stand.
Die Archäologie im Gleiberger Land e.V. zeigte einige Stücke der Ausstellung im Kelten Keller Biebertal. Darunter Waffen, Glasperlen, Keramik und Schmuckkämmchen. Diese sind bei den Kelten nur vom Taunus bis zum Dünsberg gefunden worden. Man konnte Bücher zum Thema und diese Schmuckstücke in nachgemachter Form kaufen, den Verein damit unterstützen. Natürlich gab es auch hier Flyer vom Dünsberg, dem Kelten Keller und der Keltenwelten. Beim Heimatmuseum Obbornhofen konnte man selbst Wäsche waschen wie Uroma. Ein Stück Kernseife, ein Waschbrett, ein Waschbottich und ein Wäschestampfer, dazu ein Wäschestück und gute Laune. Kinder und Erwachsene hatten ihren Spaß. ,, Bei uns dürfen Kinder alles ausprobieren,, so die nette Dame hinter dem Infostand. Man freue sich über Schulklassen und Familien die den Weg ins Heimatmuseum finden. Ob einfache Führung oder Keltern im Hof, alles ist machbar. Im Museum gibt es ein Klassenzimmer, zahlreiche Handwerksberufe werden gezeigt. Man kann in Museum Obbornhofen auch Heiraten. Am nächsten Stand präsentierte sich der Heimatkundliche Arbeitskreis Lich e.V. mit zwei Modellen von Fachwerkhäusern. Man zeigte den Aufbau der Fachwerkhäuser und erklärte die Vorteile der alten Bauweise. Erdbebensicher, und der Klima-regulierende Baustoff Lehm machen das Wohnen im Denkmal zu einem besonderem Wohnen. Fazit,, Keine Angst vor dem denkmalgeschützten Haus.,, Hilfe und Infos bekommt man auch im Museum im Textorhaus. Die Geschichte des Textorhauses wurde vermittelt und auch hier gab es Flyer. Beim Heimatmuseum Fernwald durfte man dann die ,, Armen Ritter,, probieren. Dabei wurde einem die Lebensweise der Menschen in der ,, guten alten Zeit,, näher gebracht. Brot wegwerfen ging gar nicht. Man machte aus altem Brot ,, Arme Ritter,, oder Paniermehl oder Klöße, oder...... Die Frauen zeigten dazu noch, wie man damals Bändchen webte. Eine Beschäftigung der dunklen Jahreszeit, wenn die Landwirtschaft etwas Pause macht. Im Winter wurden dann auch die Rechen repariert und Besen gebunden. Das Museum in Annerod freut sich auch über den Besuch von Schulklassen und Familien. Man möchte die Besucher motivieren Vergangenes zu erhalten, zu pflegen und zu bewahren. Die Vorführung des Hufschmiedes war für viele Kinder ein Highlight der Veranstaltung. Zur Stärkung gab es neben Erbsensuppe und Würstchen auch leckeren Kuchen. Rundum eine gelungene Veranstaltung bei der man sich viele neue Ausflugstipps holen konnte.

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Kommentare zum Beitrag

Kurt Stein
28
Kurt Stein aus Laubach schrieb am 04.06.2018 um 12:43 Uhr
Hallo Nicole, dein Artikel ist wunderbar. Hoffentlich wird er auch in der nächsten Ausgabe der Gießener-Zeitung abgedruckt. So wie ich festgestellt habe hast du dir ja alles sehr genau angesehen und auch beschrieben. Unser Kommersabend war auch sehr gut und darüber wurde ja heute in den beiden Giessener Zeitungen berichtet. Gruß Kurt
Nicole Freeman
10.753
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 05.06.2018 um 06:44 Uhr
Es hat mir sehr viel Spass gemacht. Ein echt toller Sonntag!
Irmtraut Gottschald
7.927
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 05.06.2018 um 08:26 Uhr
Wieder sehr schön und ausführlich beschrieben. Ich war auch dort aber erst am Nachmittag sonst hätten wir gesehen. Schade.
Nicole Freeman
10.753
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 05.06.2018 um 08:37 Uhr
schade. ich war bis 14 uhr da.
Irmtraut Gottschald
7.927
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 05.06.2018 um 10:56 Uhr
Und wir ab 14.00 Uhr, schade.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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