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Wanderer kommst du an dieses Steinkreuz, so verweile hier in stillem Gedenken....Schau auf die Wälder ringsum. Sie schweigen....

Na, könnt ihr euch das Einhorn auf der Lichtung vorstellen?
Na, könnt ihr euch das Einhorn auf der Lichtung vorstellen?
Heuchelheim | Kinzenbach, Sternschanze, Königsstuhl, Frauenkreuz,
Hof Schmitten, Kinzenbach
,so sollte die Strecke verlaufen. 9 Km gut beschilderte Strecke mit festem Schuhwerk kein Problem. Ab der Bushaltestelle Kinzenbach Kirche sind wir dem schwarzen Dreieck in den Wald gefolgt. Dort kamen dann noch einige andere Wanderwegbeschreibungen dazu. An der Kinzenbacher Grillhütte kann man auch gut im Schatten der Buchen und Eichen Parken.
Zum Weg muss ich sagen, er ist Familienfreundlich. Viele Schutzhütten und gut befestigte Wege, nur die Beschilderung ist für jemanden, der sie wenig nutzt etwas Übungsbedürftig. Aus unseren 9 km wurden dann doch 12 km aber, man konnte sich Orientieren. Ortsrichtungsanzeigen im Wald helfen sehr gut! Man hat sich sehr viel Mühe gemacht diesen Wald interessant zu gestalten. Bäume sind erklärt und Schautafeln zeigen die Bewohner des Waldes. Biologieunterricht unter freiem Himmel.

Auf dem Weg zum Königsstuhl kommt man an der Sternschanze vorbei. Auch hier gibt es eine Infotafel, die diese Ende 1759 unter der Leitung des Grafen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe erbaute Verteidigungsanlage erklärt. Die Anlage ist noch sehr gut im Wald zu erkennen.

Mehr über...
Etwas weiter Bergauf findet man den Königsstuhl. Vulkanische Tätigkeit formte vor 25 Mio. Jahren diese Gesteinsformation. Ein Fleckchen Erde das einen berührt. Kalter, fester Stein schiebt sich scheinbar in Richtung Himmel. Die Sonne tanzt durch das nicht so dichte Blätterdach der Buchen und Eichen auf den dunklen Steinen, Tiefe Schluchten, starke Wurzel und nur die Vögel singen. Wer diese Gesteinsformation sieht, erahnt das dies ein mystischer Platz ist. Der Königsstuhl ist ein Thingplatz der Kelten.

Unser Weg führt uns weiter Richtung Bibertal. An einer Weggabelung, direkt auf der Gemarkungsgrenze Atzbach und Rodheim, steht das Frauenkreuz.
Eine Rekonstruktion des aus dem 14. Jh. stammenden und 1759 von alliierten Truppen zerstörten historischen Frauenkreuzes. Ermöglicht durch eine Spendensammlung, die 1986 in den Gemeinden rund um den Königsstuhl durchgeführt wurde. Das Kreuz, damals als Zeichen zur Beachtung des "Gottesfriedens" errichtet, möge auch heute den Menschen zum Frieden mit sich und der Schöpfung mahnen. So steht es auf der Infotafel direkt am Kreuz.

Etwas daneben steht ein alter Stein an der Schutzhütte. Es ist eine Art Grabgedenkstein.
Hier soll der Sage nach Otto von Gleiberg seine Frau Jutta von Gleiberg aus Eifersucht erstochen haben. Als später ihre Unschuld bewiesen war, zeigte er bittere Reue.

Kräftige Wurzeln und zauberhafte Farne
Kräftige Wurzeln und zauberhafte Farne
Auf einer Infotafel steht geschrieben:
Wanderer kommst du an dieses Steinkreuz, so verweile hier in stillem Gedenken, was böses Nachreden bewirken kann. Aber Richte nicht, denn wir sind alle als Menschen geboren, um Schuld zu rächen, nicht erkoren. Schau auf die Wälder ringsum. Sie schweigen...

Und tatsächlich verspürt man eine tiefe, friedliche Ruhe an diesem Ort.
Im Wald blüht der Fingerhut, Ginster und das Schwarze Rapunzel. Große Farne bewachsen den Waldboden und Efeuranken umschlingen so manch einen Baum. Schmetterlinge tanzen im Blätterdach. Dieser Wald ist bunt. Er duftet und spendet dem Wanderer kühle saubere Luft und die Möglichkeit Ruhe zu finden. Auf unserem weiteren Weg lassen wir Hof Schmitten links liegen und wandern durch den Wald wieder Richtung Kinzenbach.
Durchweg ist die Strecke gut befestigt und Lehrreich. Mit dem Kinderwagen, dem Laufrad oder Fahrrad kann man super diese Gegend erkunden. Biologie, Geschichte und Geologie, alles in einer Wanderung. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lernen.

Na, könnt ihr euch das Einhorn auf der Lichtung vorstellen?
Kräftige Wurzeln und zauberhafte Farne
Tiefe Schluchten
Wunderschöne Bäume
Die Sternschanze
Der Königsstuhl
Das Frauenkreuz
Grabgedenkstein
Efeu umschlingt so manch einen Baum
Schwarze Rapunzel blüht im Laubmischwald.
Schmetterling
Fingerhut
Auch ein Fingerhut
Waldameisen, die Tiere wurden auch beschrieben
Die schönheiten des Waldes

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.459
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.05.2018 um 11:19 Uhr
Danke Nicole für den Beitrag und die Bilder
Klaus Viehmann
1.397
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 21.05.2018 um 13:23 Uhr
Bei deinem Bericht und die Bilder dazu, kann man die friedliche Ruhe wie du sie beschreibst förmlich sehen und spüren. Danke für diesen interessanten Bericht.
Otmar Busse
970
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 21.05.2018 um 16:39 Uhr
Sehr schöner Artikel und wie gewohnt, ebensolche Bilder.
Vieles kommt mir bekannt vor, denn vor Jahren habe ich jährlich mit Kindern des Sportvereins eine Wanderung über den Königsstuhl zum Dünsberg gemacht.
Nicole Freeman
11.086
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 21.05.2018 um 18:40 Uhr
wir haben überlegt ob wir doch bis zum dünsberg sollen. welchen weg habt ihr benutzt?
Otmar Busse
970
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 21.05.2018 um 20:16 Uhr
Wir sind vom Königsstuhl zu dem Parkplatz Obermühle gewandert. Dort ist ein gemauerter Grill und dort erwartete uns dann auch ein Verpflegungsteam mit Stärkung für den Aufstieg. Für den Aufstieg gibt es von dort 2 Möglichkeiten, einen bequemeren und weniger steilen Rundweg und einen steilen ziemlich direkten Weg. Die Kinder bevorzugten natürlich den abenteuerlicheren direkten Weg. Nach einer Rast auf dem Dünsberg sind wir dann auf der anderen Seite runter um in Fellingshausen "Beim Paul", so heißt die Gaststätte, nochmal einzukehren. Für die Rückfahrt war dann ein Bus organisiert, denn gestartet waren wir am Sportplatz in Dorlar. Eine Sache die vielen Kindern bis heute in Erinnerung ist.
Nicole Freeman
11.086
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.05.2018 um 07:20 Uhr
danke, mit den angaben kann ich was anfangen. yum d[nsberg wandern steht auf jeden fall an.
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von:  Nicole Freeman

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