Bürgerreporter berichten aus: Heuchelheim | Überall | Ort wählen...

"Überraschungsgeschenk" Schnee in der Schweiz

Heuchelheim | Es sollte ein Frühlingsurlaub werden. Der Wetterbericht war vielversprechend- 14 bis 16 Grad und Sonnenschein! So kamen wir nach einer angenehmen Autofahrt im Berner Oberland an. Schon am 2. Urlaubstag trübte es sich ein- es begann zu regnen. Als wir am 3. Tag aus dem Fenster schauten, trauten wir unseren Augen nicht. Dicker Neuschnee hatte die Landschaft zwar verzaubert- aber der Schreck saß tief. Nach dem Frühstück war klar: wir- die Nichtskifahrer und Sonnenanbeter machen einen Winterurlaub! Und es war trotzdem wunderschön!
All unsere Sinne sind nun aber auf den Frühling gerichtet, bunte Blumen, grüne Bäume und Sträucher , viel Licht und Sonne!
Zum Abschied vom Winter noch diese Fotos vom Schnee!

Adelboden ist eine Reise wert!
Es liegt im Westen des Berner Oberlands, am Ende des Engsligentals, das bei Frutigen ins Kandertal mündet. Adelboden ist ein Bergdorf, Kirche und Hauptstrasse liegen auf 1350 m ü. M.
Die markanstesten Berge sind Lohner, Tschingellochtighorn, Steghorn , Wildstrubel, Fitzer, Tschenten und Gsür von ca. 2000 m ü. M. und 3250 m ü. M.
Die zu Adelboden gehörenden Alpen Engstligenalp und Silleren werden im 13. Jahrhundert erstmal erwähnt. Im 15. Jahrhundert erhält der Ort eine eigene Kirche und über 50 Hausväter bürgen für das Gehalt des Pfarrers.
Mehr über...
Adelsboden im Schnee (1)
Bis ins zwanzigste Jahrhundert gab es in Adelsboden keinen geschlossenen Dorfkern. Die kleinbäuerliche Bevökerung lebte von Viehzucht und Milchwirtschaft und zog im Jahreslauf vom Tal auf die Alpen und zurück. Noch in den 1920ern hatten die zwei reichsten Bauern von Adelboden je gerade acht Kühe im Stall. Ein häufiger sehr bescheidener Zusatzverdienst war das Anfertigen von Streichholzschachteln, woran die armen Familien einschliesslich Kinder bis spät in die Nacht arbeiteten.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam es durch Missernten und Tierseuchen zu grosser Not und in der Folge wanderten viele Adelbodner aus.
In den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts wurde die erste Fremdenpension gebaut, die noch heute als Hotel im Besitz der gleichen Familie ist.
1884 war die neue Zugangsstrasse entlang der Engslige fertig, 1887 entstand das Hotel Wildstubel und bald darauf weitere Hotels, zunächst nur als Sommerbetrieb. 1901 führte das Grandhotel als erstes eine Wintersaison ein. In den nächsten Jahrhundertwende führte der Tourismus zu einem markanten Anwachsen der Bevölkerung. In den 1930ern wurde die Seilbahn auf die Engstligenalp gebaut.
Die Sprache ist Deutsch, genau genommen Adelbodetütsch, ein sehr spezifischer, höchstalemannischer Dialekt des Berner Oberlands mit Anlehnungen an den urtümlichen Walliser Dialekt.
Adelboden hat auch heute noch viele Landwirtschaftsbetriebe, hauptsächlich Viehzucht ud Milchwirtschaft. Die Mehrheit der Bauern geht einem Nebenerwerb nach.
Es gibt 3000 Rinder in der Gemeinde, die den Sommer mehrheitlich auf den zahlreichen zur Gemeinde gehörenden Alpen verbringen. Auf den Alpen wird Berner Alpkäse hergestellt, ein Hartkäse, der nach zwei Jahren Lagerung als Hobelkäse bezeichnet wird. Er ist nur in Adelboden erhältlich.
Adelboden liegt am Ende einer Sackgasse, es gibt also keinen Durchgangsverkehr.
Adelboden ist ein ruhiger, angenehmer Ferienort, wo man Natur pur erleben und genießen kann.


Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
18.892
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 12.05.2009 um 22:00 Uhr
Hallo Frau Toth, im Juli 2003 haben wir eine kleine Autorundreise durch die Schweiz unternommen und hatten dabei 2 Übernachtungen in Adelboden im "Huldi". Wir sind mit der Seilbahn zur Engstligenalp hinauf gefahren und dort auf fast 2000 m Höhe den Rundweg gewandert, der auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist. War gerade neu eröffnet worden. Ist schon bewundernswert, was die Schweizer tun. Im Juli hatten wir natürlich keinen Schnee, aber wie schnell das Wetter sind ändern kann, haben wir auf der Alp erlebt. Bei Sonnenschein und Wärme sind wir hoch und plötzlich wurden die Wolken immer dichter. Man konnte kaum noch etwas von der Alp und den umgebenden Bergen erkennen. Es wurde lausig kalt und noch immer kamen Leute in kurzen Hosen aus dem Tal nach oben.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 13.05.2009 um 14:33 Uhr
Hallo Frau Wittich, jetzt kennen wir den Wetterumschwung! Wir werden Adelboden wieder besuchen. Es ist wunderschön dort. Der Rundweg auf der Engstligenalp ist in der Tat ein Erlebnis. Für mein Enkelkind war die Fahrt mit der Seilbahn der Höhepunkt!
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 13.05.2009 um 23:17 Uhr
Sehr schöne Frühlings - Winter Impressionen, solche Überraschungen sind doch mit das Schönste im Leben und scheinbar hatten Sie vorsorglich warme Sachen mitgenommen, zum Glück !
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 14.05.2009 um 13:29 Uhr
Danke meiner Tochter haben wir warme Kleidung mitgenommen. Erst habe ich beim Packen protestiert. Aber dann war ich dankbar!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Ilse Toth

von:  Ilse Toth

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Ilse Toth
33.256
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Ein Viererpack zum Verlieben!
Ungeplant waren sie, die süßen Minimiezen! Ein...
Adventstreffen der Tieroase Heuchelheim!
Am Sonntag, den 4.12. ab 11 Uhr laden wir Tierfreunde und...

Veröffentlicht in der Gruppe

Ausflugstipps

Ausflugstipps
Mitglieder: 52
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Gefrorene Spinnweben im historischen Grebenstein
Grebenstein ist wirklich eine interessante Stadt, die für Touristen...
Reif in Grebenstein
Weitere Gruppen des Beitrags:

Weitere Beiträge aus der Region

Adventkalendertür Nummer 4
Heute hat das Adventkalendertürchen eine Geschichte der Brüder Grimm...
Tür Nummer 3 des Adventkalender 2016
Ein Gedicht zum eventuell lernen. Knecht Ruprecht von Theodor...
Ein Viererpack zum Verlieben!
Ungeplant waren sie, die süßen Minimiezen! Ein...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.