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Neue Hochwasserlage

Hier gibt es kein Durchkommen mehr
Hier gibt es kein Durchkommen mehr
Heuchelheim | Diesen Winter scheint es wohl nix mit richtigem Winter; doch dafür kommt nun schon seit einigen Wochen reichlich Nässe von oben. War es in den Hochlagen der Mittelgebirge oft Schnee, so ist es nun der Regen in Kombination mit Schneeschmelze.
Das Erdreich war ja schon seit ein paar Wochen nicht mehr in der Lage größere Niederschläge aufzunehmen. Und jetzt haben starke Regenfälle das Fass zum Überlaufen gebracht - im wahrsten Sinne des Wortes.
Heute habe ich mich an verschiedenen Stellen selbst vor Ort davon überzeugt, das es sich gegenwärtig wohl um das stärkste Hochwasserereignis seit mindestens dem Januar 2011 handeln muss. Genaueres kann man ggf. noch im Vergleich mit den Pegelständen aussagen. Heute wurden am Klinkelschen Wehr 640 cm überschritten. Das entspricht der Warnstufe 2. Ab 650 cm gilt die Stufe 3.
Zum Vergleich:
Beim Jahrhunderthochwasser am 7. Februar 1984 wurde mit 7,04 Meter der höchste Pegel registriert.
Ohne die gegenwärtig vielen Rückhaltebecken an zahlreichen Lahnzuflüssen, wären wir heute gewiss an diese historische Marke herangekommen.
Daher machen Rückhaltezonen und Retentionsräume Sinn.
Mehr über...
Starkes Hochwasser an der Lahn (1)
Aber so hoch wie heute, hat der Verfasser die Lahn lange nicht mehr gesehen. Die Lahnaue gleicht einer riesigen Seenplatte, die sich ohnehin an der gesamten Lahn entlang zieht. So präsentierte sich die Lage auch um den 10. Januar 2011.
Aber jetzt ist hier erst mal Schluss mit den Niederschlägen. Zumindest kommt jetzt nichts mehr dramatisches und die Wasserstände dürften ab morgen ganz zögerlich sinken.
Dafür wird es die kommenden Tage am Rhein ein starkes Hochwasser geben. Heute hatte es in weiten Teilen Süddeutschlands ordentlich geschüttet - mehr noch als bei uns die letzten Tage.
Wenn die Hochwasserwellen vom Oberrhein her, dem Neckar und der Mosel jetzt zusammenlaufen, wird es möglicherweise kritisch. Man rechnet ab dem Wochenende mit sehr hohen Pegeln. Mehr dazu vielleicht in der kommenden Woche.
Hier ein paar Eindrücke von heute.

Hier gibt es kein Durchkommen mehr
Hier gibt es kein... 
An der Bahnstation: Blick auf die überfluteten Lahnwiesen
An der Bahnstation:... 
Aufgestaut: Die Wieseck am Berliner Platz
Aufgestaut: Die Wieseck... 
Unpassierbar: Der neue Steg über die Wieseck in der Lahnstraße
Unpassierbar: Der neue... 
Blick von der Sachsenhäuser Brücke
Blick von der... 
Gut bewässert: Viele Bäume sind in der Lahn tief eingetaucht 2
Gut bewässert: Viele... 

Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Heuser
7.397
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 06.01.2018 um 09:36 Uhr
Im Ohmtal bei Kirchhain wurde das Rückhaltebecken angestaut, denn dort kommen die Niederschläge aus dem Vogelsberg. Solche Rückhaltebecken machen schon seit etlichen Jahren ihre Arbeit und geben dem Ganzen einen Sinn! Das Salzbödetal hat inzwischen auch seine kleineren Hochwasserrückhaltebecken und trägt auch dazu bei, diese enormen Wassermassen zu begrenzen.
Friedel Steinmueller
3.396
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 06.01.2018 um 09:59 Uhr
Ohne diese Maßnahmen wäre hier im Gießener Becken die Wutz am rasen!
Sie schreiben hier von Wassermassen aus dem Vogelsberg.
Ich hatte mich vor längerer Zeit mal mit einem älteren Bürger darüber kurz ausgetauscht. Und Er winkte lächelnd ab, als ich davon sprach, das ein Teil des Hochwassers der Lahn dem Vogelsberggebiet entstammt.
Man muss sich nur mal die Mühe machen, einen Atlas heranziehen und den Verlauf der Flüsse zu betrachten.
Die Lahn hat ein großes Einzugsgebiet, das ja wiederum zum großen Einzugsgebiet des Rheins gehört.
Ich bin nun gespannt auf die Lage am Rhein.
Das "Deutsche Eck" in Koblenz geht gerade auf Tauchstation!
Danke auch nochmals für Ihre Stellungnahme!
Friedel Steinmueller
3.396
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 06.01.2018 um 10:09 Uhr
Wie wird es sein, wenn der totale Katastrophenfall einmal eintritt?
Das Hochwasser vom 7. Februar 1984 war ja schon schlimm.
Doch die Marken am Limburger Dom sprechen noch eine andere Sprache. Danach hatte es in der Vergangenheit in großen Zeitabständen Hochwasser gegeben, die zwischen ca. 1 und 3 Meter höher waren. Dann wären auch die Rückhaltezonen schnell gefüllt.
Die Rückhaltebecken würden aber den ersten Ansturm von Wassermassen noch kurzzeitig aufhalten und wir hätten mehr Zeit um anstehende Evakuierungsmaßnahmen einzuleiten.

Flutkatastrophen wie sie in den Jahren 1342 und 1784 vorgekommen sind, könnten sich auch bald wiederholen.
Darauf sollte sich die Bevölkerung einstellen.
Elke Jandrasits
933
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 06.01.2018 um 16:30 Uhr
Eindrucksvolle Bilder, und es regnet schon wieder...
Hallo Lieber Leser
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von:  Friedel Steinmueller

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Friedel Steinmueller
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