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Die Lahnaue schenkt ihren Besuchern zur Zeit Matschefüße

Matschefüße sind auf diesen Wegen sicher.
Matschefüße sind auf diesen Wegen sicher.
Heuchelheim | Winterhochwasser in der Lahnaue. Der Damm hält viel Wasser zurück, doch der Grundwasserspiegel lässt das Wasser in den Äckern und Wiesen der Aue steigen. Die Wege sind matschig bis einfach unter Wasser. Die Obstbäume stehen im Wasser. Eine tolle Landschaft zum Fotos machen. So toll das auch für den Betrachter ist, für die Wasservögel ist der matschige Ackerboden eine Herausforderung. Die breiten Füße der Gänse, Schwäne und Enten sammeln regelrecht den Matsch. Die Folge ist ein noch langsamerer Watschelgang. Wer sich die Zeit nimmt, kann beobachten wie die Tiere sich in den Wasserflächen die Füße waschen. Die Tiere ruhen auf dem Wasser. Kraftraubend ist dieses Hochwasser. Zum Fressen suchen die Tiere die nicht überschwemmten Acker und Wiesenflächen auf. Alles zu schaffen könnte man denken. Leider kann man aber immer wieder beobachten das gerade in diesem Rastgebiet der Zugvögel Hundehalter und Spaziergänger die Vögel aufscheuchen. Obwohl in der Lahnaue Leinenpflicht besteht, halten sich ein Teil der Hundehalter nicht daran. Was für den Hund ein Spiel ist, kann für die rastenden Wasservögel zu einem Problem werden.
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Mit den Matsch klumpen an den Füßen ist ein schneller Start in die Lüfte sehr Kraftaufwändig. Energie die die Tiere eigentlich für den Schutz gegen die Kälte brauchen. Auch wenn ein Foto der aufsteigenden Tiere schön ist, sollte man doch darüber Nachdenken, wie viel Kraft es die Tiere kostet. Stellen Sie sich doch einfach mal vor sie seien Briefträger in Gummistiefel und hätten diesen Matsch an den Füßen. Unverhofft öffnet sich das Hoftor und Nachbars Lumpi testet ihre Fitness. Ist doch halb so schlimm. Der will doch nur Spielen. Und schon kommt der Nächste. Na, was macht ihre Pumpe? Mal Hand aufs Herz, muss das wirklich sein? Lumpi kann auch an der Leine Spazieren gehen. Sollte es wirklich notwendig sein ihn auszupowern geht das auch auf anderen Flächen oder z.B. beim Hundesport. Wer einfach nur etwas wartet bekommt die tollen Fotos früher oder später. Die Tiere wechseln ihre Weideflächen oft fliegend. Nehmt euch doch einfach mal Zeit zu beobachten. Das kann einem sogar selbst etwas mehr Ruhe schenken. Einfach mal warten und beobachten kann einem eine innere Zufriedenheit, ein Gefühl von Frieden und Freude bringen. Ein bischen Weihnachten, wenn man so will.
Bitte bleibt auf den festen Wegen, geht nicht zu nah an die Tiere und haltet die Hunde an der Leine. Nehmt Rücksicht auf die, die mit den Füßen im Matsch stecken!

Matschefüße sind auf diesen Wegen sicher.
Füße waschen
Ackerflächen sind unter Wasser

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.385
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 19.12.2017 um 09:41 Uhr
Nicole, super Beitrag, er wird nur leider nicht die erreichen, die es angeht.
Nicole Freeman
9.944
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.12.2017 um 09:43 Uhr
die hoffnung stirbt zuletzt.
danke
Klaus Viehmann
1.284
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 19.12.2017 um 09:44 Uhr
Hallo Nicole, ich wünschte dein Aufruf hätte Erfolg. Normal müsste sich jeder vorstellen können, dass die Tiere in der Notzeit ihre Kraft brauchen über den Winter zu kommen, jedes aufscheuchen braucht neue Energie, die erst einmal durch Futter ersetzt werden muss. Es gibt immer noch viele unbelehrbare "Hundefreunde", die das Image der echten zunichtemacht.
Nicole Freeman
9.944
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.12.2017 um 09:47 Uhr
stimmt, ich liebe hunde und kenne die lauffreudigkeit der tiere.
man kann aber auch an der leine führend einen hund beschäftigen und auspowern. es dauert eben länger und man selbst muss sich bewegen. oh da liegt wohl der hund begraben. mensch muss sich bewegen. den meisten unmut bekomme ich , wenn mensch den hund mit dem auto gassifährt. grrrrrr
Jutta Skroch
13.385
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 19.12.2017 um 10:11 Uhr
oh, das ist schon gar nicht mehr lustig und gefährlich obendrein.
Nicole Freeman
9.944
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.12.2017 um 10:22 Uhr
unmut ist das höfliche wort für angepi....
aber auch viel wanderer halten sich nicht an das gebot der rücksicht. sie wollen die tiere von nahem sehen und haben das fernglas vergessen. schon fliegen die tiere wieder auf und verbrauchen energie.
Nicole Freeman
9.944
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.12.2017 um 10:23 Uhr
ich denke das sich viele garkeine gedanken über den energieverbrauch der tiere machen und was das für folgen haben kann.
H. Peter Herold
27.841
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.12.2017 um 22:00 Uhr
Der Bezug der Menschen zur Natur ist nicht mehr vorhanden. Dazu diese Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Meinen sich alles kaufen leisten zu können.
Otmar Busse
738
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 20.12.2017 um 12:55 Uhr
Ein sehr guter Artikel dessen Inhalt mir natürlich auch gleich Leibschmerzen macht. Gleiches Verhalten beobachte ich hier in der westlichen Lahnaue. Reiher, Blässhühner, Enten, Gänse und dgl. bevorzugen zu Hochwasserzeiten, auch wegen der enormen Strömung, die eine Futtersuche für sie nicht möglicht macht, die überschwemmten Wiesen. Und was sehe ich ... Hundhalter fahren den asphaltierten Weg bis dahin wo er nicht unter Wasser steht, Hunde raus und ab geht die Post auf Entenjagd ... und Herrchen lobt ... das hast du fein gemacht.
Man kann nicht alle Hundehalter "über einen Kamm scheren", aber Klaus Viehmann hat recht, wenn er schreibt ..." Es gibt immer noch viele unbelehrbare "Hundefreunde", die das Image der echten zunichtemacht."
Und auch was Peter Herold schreibt ...
"Der Bezug der Menschen zur Natur ist nicht mehr vorhanden." ist richtig. Ich würde nur anstatt "der Menschen", lieber "vieler Menschen" sagen, denn alleine hier ist doch ein Kreis derer, denen die Natur und ihr Schutz eine Herzenssache ist, vorhanden.
H. Peter Herold
27.841
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2017 um 13:12 Uhr
Danke Herr Busse. Es war zu allgemein gehalten und ich wollte Menschen mit Vernunft und Naturliebe natürlich nicht mit den "Hundefreunden", Frage sind das wirklich welche, in einen Topf werfen.
Meist ist ein Hund doch nur ein Besitz den man sich leisten kann. Mehr meist nicht.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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