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Rückblick auf das Wetterjahr 2017

Gewitterwolken schieben sich vor die Sonne am 22. Juli
Gewitterwolken schieben sich vor die Sonne am 22. Juli
Heuchelheim | Januar:
Erstmals seit dem Jahr 2013 gab es im Januar vor allem um die Monatsmitte strenger Nachtfrost und dazu reichlich Sonnenschein. Viele Bäche und Flüsse trugen im Verlaufe eine Eisdecke. In den oft klaren Nächten sank die Quecksilbersäule auf bis zu minus 13 Grad. Stellenweise wurde es noch kälter.

Februar:
Von Winter keine Spur mehr.
Abgesehen von vereinzelt leichten Nachtfrösten, verlief dieser Monat viel zu mild und auch recht trocken.

März:
Fast den gesamten Monat herrschte frostfreie und zum Teil extrem milde Witterung. Der Monat endete sogar fast sommerlich mit Temperaturen bis 23 Grad.
Die Vegetations-Entwicklung vollzog sich rasant und erreichte einen um gut drei Wochen verfrühten Stand in dem wärmsten März seit fast 80 Jahren.
Aber auch 2012 und 2014 war der März ähnlich extrem warm.

April:
Ein sehr trockener aber leicht wechselhafter Monat war er. Doch am 18. kam sehr spät ein starker Schneefall, der die bereits ergrünte Vegetation in winterliches Weiß einhüllte. Die frostigen Nächte die nun folgten, richteten erhebliche Schäden an den gerade blühenden Obstbäumen an.
Selten: Dieses Jahr war der April etwas kühler als der März. Das gab es letztmals 1997.

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aber mit unwetterreichem Sommer (1)2017: Ein meist ruhiges Wetterjahr (1)
Mai:
Bis zur Monatsmitte hin bestimmte meist sehr kühle Witterung das Geschehen. Gleich zu Monatsbeginn setzten von Süden her ergiebige und von Gewittern durchsetzte Regenfälle ein, welche die seit dem Juli 2016 bestehende extreme Trockenheit nun beendeten.

In Mainfranken kam es am 4. Mai durch katastrophale Gewitterregen zu schweren Überflutungen und Hochwasser mit hohen Schäden.
In Mittelhessen brachte der 12. und 14. Mai jeweils eine Gewitterfront mit Hagel und lokal schweren Regenfällen.
Die zweite Maihälfte wurde vielfach sommerlich und am 28. stieg die Quecksilbersäule auf 33 Grad.

Juni:
Fast den gesamten Monat herrschte sehr warme Witterung mit nur kurzen Unterbrechungen. Dieser Juni wurde somit zu einem der wärmsten der letzten 50 Jahre. Am 3. entluden sich Abends starke Gewitter.
Der 22. brachte ein schlimmes Unwetter: Starkregen, Hagelschlag und schwere Sturmböen, lokal sogar Orkanstärke erreichend, mit beträchtlichen Schäden in der Natur und an Bauwerken.

Juli:
Bis zum 20. etwa hielt die Sommerwitterung noch an; doch Gewitter und ergiebige Regenfälle häuften sich allmählich. Ein schweres Gewitter lies am Abend des 6. Juli so manche Bürger mit giftigen Blitzschlägen und erdbebenartigen Donnerschlägen hochschrecken.
Zugefrorener Main bei Miltenberg am 28.01.2017
Zugefrorener Main bei Miltenberg am 28.01.2017
Am 22. Juli zogen mehrere Gewitterlinien über Hessen hinweg. Dabei bildeten sich zweimal sogar Wolkenrüssel, die als Vorstufe von Tornados gelten.
Am 24. Juli fiel ein mehrstündiger Dauerregen.
Der Juli wurde schließlich sehr nass mit 114 mm Niederschlag.

August:
Mit einer schweren nächtlichen Gewitterfront fing dieser Monat an. Der Sommer ging zunehmend mehr und mehr auf Sparflamme. Wiederholt regnete es und zur Monatsmitte hin brachten heftige Dauerregenfälle das stärkste Sommerhochwasser im Einzugsbereich der Lahn seit 2007.
Am 26. August wurden viele Bürger während eines schlimmen Gewitters durch infernalische Donnerschläge in der Frühe vorzeitig aus dem Schlaf hochgeschreckt.
Dieser August wurde mit 132 mm Regen der nasseste seit mindestens 1981.

September:
Im krassen Gegensatz zum Vorjahr mit rekordverdächtiger Hitze von bis zu 33 Grad am 13. des Monats, war dieser September nun zurückhaltend hinsichtlich spätsommerlicher Wärme.
Insgesamt war es durchweg wechselhaft bei meist nur noch geringen Niederschlägen.

Oktober:
Auch dieser Monat verlief völlig unspektakulär. Zwar wurde er deutlich zu mild; doch fehlende durchgehend sonnige Tage hinterließen bei vielen Bürgern nicht den Eindruck eines "Goldenen Oktobers". Auch war dieser Monat, wie bereits der September, erheblich zu trocken.

Selten bei uns: Aprilschnee auf Blüten am 18.04.2017
Selten bei uns: Aprilschnee auf Blüten am 18.04.2017
November:
Typisch trübe Witterung und in diesem Jahr mit wiederholter Nässe einhergehend, bei meist leicht zu milden Temperaturen, waren dominierend. Auch dieser Monat brachte keine besonderen Wettererscheinungen in unserer Region.

Dezember:
Winter in homöopathischer Dosierung gab es wiederholt durch Schneefälle. Dazwischen regnete es oft bei nasskalten bis leicht zu milden Temperaturen.
Schneeschmelze und Regen bewirkten vom 13. bis 17. Dezember das stärkste Hochwasser im Einzugsbereich der Lahn seit Mitte August.
Richtig kalt wurde es nie. Nur in wenigen Nächten stellte sich geringer Frost ein.
Auch Weihnachten wurde erneut typisch unwinterlich. Daher musste auch der Vollpfosten-Journalismus, welcher gute Chancen für ein "Weißes Weihnachtsfest" prophezeite, Farbe bekennen.
Wie das Jahr 2017 wohl endet?
Windig, zum Teil sehr mild und mit zeitweiligem Regen!

Gewitterwolken schieben sich vor die Sonne am 22. Juli
Zugefrorener Main bei Miltenberg am 28.01.2017
Selten bei uns: Aprilschnee auf Blüten am 18.04.2017
Aufzug einer Gewitterlinie am 14. Mai 2017
Aufzug des schweren Unwetters vom 22. Juni
Wütende Gischtwolken bei Unwetter am 22. Juni
Dicke Hagelsteine am 22. Juni in Heuchelheim
Schwere Blitzschläge am Abend des 6. Juli
Wolkenrüssel über dem Lahntal am 22. Juli
Überschwemmungen von der Lahn Mitte August
Seerauch auf dem Heuchelheimer Silbersee am 04.09.2017
Sonnenuntergang in Richtung Biebertal

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von:  Friedel Steinmueller

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