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Adventkalender 21.12.2017

Heuchelheim | In diesem Kalendertürchen versteckt sich die Geschichte der Weihnachtsgans.
Viel Spaß beim Vorlesen. Ach so, nicht vergessen, macht es euch gemütlich!

Die Weihnachtsgans, von Nicole Freeman
Es war einmal zu einer Zeit, als es im Herbst viele Jahrmärkte gab. Jahrmärkte, bei denen auch Viehhandel getrieben wurde und Kleintierausstellungen Familien erfreute. Zu einer Zeit, als noch niemand etwas von Vogelgrippe wusste. Zu dieser Zeit besuchte Martha und ihre Familie genau so eine Kleintierausstellung. Martha betrat eine große Halle. In dieser Halle standen auf Tischen kleine enge Käfige, in denen Hasen, Kaninchen, Hühner und Gänse ja sogar Fasane hockten und auf ihren Auftritt zurechtgemacht wurden. Wer hat das tollste Kaninchen? Ein Schönheitswettbewerb der Tiere, bei dem es eher um die Ehre des Menschen geht als um die Tiere. Beim Anblick der Tiere erkannte das Mädchen die Aufregung und auch manchmal die Angst in den Augen der Tiere. Sie war schon an der Kasse durch gehuscht, als ihr Vater sie zurückrief. Artig kam das Kind sofort zurück. Ein Mann in dunklem Anzug stand bei ihrem Vater und Gratulierte
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ihm. Marthas Familie waren die 500sten Besucher der Ausstellung. Das bedeutete, Sie hatten ein Kleintier gewonnen. Sie konnten aussuchen, ein stolzer Hahn, ein Kaninchen oder doch die große graue Gans. Marthas Vater entschied sich für die Gans. Sie sollte ein guter Weihnachtsbraten werden, denn Sankt Martin hatte sie ja schon überlebt. Die Gans bekam eine rote Schleife umgebunden und der Vater nahm sie unter den Arm. Auf dem Nachhauseweg beobachtete Martha die Gans und die Gans schaute Martha ängstlich an. Wo hin mit dem Vogel? Mutter öffnete die Tür zum Balkon mit den Worten: ,, Der Vogel kann da bleiben.,, Martha hatte Mitleid und überlegte, was sie für die Gans tun könne. Sie zupfte ihren Vater am Mantel. Haben wir nicht noch die alte Hundehütte von Lumpi? Lumpi ist doch jetzt ein Wohnungshund und braucht sie nicht mehr. Übrigens sind Gänse sowieso die besseren Wachhunde argumentierte Martha. Sie hatte in der Schule gelernt, dass im Mittelalter die Schatzkammern meist von Gänsen bewacht wurden, weil die gleich laut los schnattern und jeden verraten, der in die Nähe kommt. Der Vater streichelte Martha über den Kopf und lächelte. Morgen bauen wir einen Gänsestall. Im Garten der Familie wurde die Hundehütte zur Gänsehütte. Ein Zaun sollte den Vogel vor dem Fuchs schützen. Martha holte von einem Bauer etwas Stroh, damit es die Gans auch warm hat in ihrem Haus. Die Gans zog in die Gänsehütte ein. Martha und auch Hund Lumpi besuchten sie jeden Tag. Bald folgte die Gans dem Mädchen aufs Wort. Sie kuschelten und Martha flüsterte ihr leise entgegen: Du wirst keine Weihnachtsgans. Der Vater sah das aber anders. Immer wieder schimpfte er, weil Martha mit der Gans spielte. Wie soll das denn ein guter Weihnachtsbraten werden, wenn der Vogel ständig rennt?! Er freute sich auf Gänseschmalz und neu gestopften Federkissen. Martha und die Gans freuten sich über fangen spielen im Garten. Mutter lächelte immer nur und versuchte Vater zu beruhigen. Es wird schon eine Gans zu Weihnachten geben, sagte sie und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Als alle schon im Advent und bei den Vorbereitungen zum Fest waren, wurde Martha traurig. Früher zählte sie die Tage bis Weihnachten, jetzt zählte sie die Tage, die sie noch mit der Gans spielen kann. Eines Nachts, als der Mond hell am Himmel stand und der Frost alles mit Reif überzogen hat, hörte Martha plötzlich ihre Gans fürchterlich laut zu schnattern. Es war doch Nacht und die Gans war in ihrer Hütte. Martha hatte zu viel Angst und weckte ihren Vater. Auch dieser hörte das laute Schnattern der Gans. Als Vater das Licht im Haus anschaltet, erkennt er, was die Gans so schnattern ließ. Einbrecher hatten versucht ins Haus zu kommen. Die Gans hatte sie verraten und Lumpi hat das alles vor dem Kamin verschlafen. Lumpi war schon alt, müsst ihr wissen. Du bist doch ein toller Vogel, sprach der Vater zur Gans. Martha ergriff ihre Chance und sagte zum Vater: Die Gans heißt Martina!
Erschrocken sah der Vater seine Tochter und dann Martina an. Ja jetzt kann er diese Gans nicht mehr als Vogel oder Weihnachtsgans bezeichnen, sie hat einen Namen. Martina schnatterte jetzt leise und drückte ihren Schnabel vorsichtig an Martha. Martha war sich der Sache noch nicht sicher. Am Heiligabend wollte sie Nichtmal zur Kirche, aus Angst der Vater könnte sich doch noch gegen Martina entscheiden. Von der Kirche zurück ging Martina direkt zur Gänsehütte. Martina war nicht da. Noch nie war Martha so traurig wie in diesem Moment. Sie ging ins Wohnzimmer, wo der große Weihnachtsbaum stand. Die Kerzen leuchteten, doch Marthas Augen waren traurig. Wie sollte sie denn jetzt noch Weihnachten feiern? Mutter spielte die Weihnachtsmusik wie jedes Jahr. Sie streichelt Martha über ihr Haar und lächelt. Martha ist nicht zum Lächeln zumute. Wie jedes Jahr läutet das Glöckchen zu Bescherung, nur viel zu früh. Normal doch erst nach dem Essen. Die Tür zum Wohnzimmer öffnet sich und Martina die Weihnachtsgans watschelt in den Raum. Sie hat eine rote Schleife um den Hals. Ein kleiner Brief ist daran gebunden. Das einzige Geschenk, das ich dir geben kann, ist Freundschaft steht darauf geschrieben. Weihnachten gab es also doch Gans. Eine Weihnachtsgans, die Genschenke macht und für Vater einen Kuchen in Form einer Gans. Wenn sie nicht gestorben sind, wohnt Martina noch immer im Garten der Familie in Ihrer Gänsehütte und spielt fangen mit Martha ihrer besten Freundin.

Viel Spaß in der Vorweihnachtszeit

Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.12.2017 um 11:05 Uhr
Martina von Martins Gans?
Nicole Freeman
10.153
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 21.12.2017 um 11:19 Uhr
genau
H. Peter Herold
28.074
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.12.2017 um 11:22 Uhr
Dann ihr und dir Frohe Weihnachten.
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von:  Nicole Freeman

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
10.153
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