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Alte Heilpflanzen in der Lahnaue- die Sumpf-Schwertlilie

Samenkapsel der Sumpf-Schwertlilie reifen heran
Samenkapsel der Sumpf-Schwertlilie reifen heran
Heuchelheim | Schwertlilie, man kennt sie aus Vorgärten und Teichbepflanzungen. Man nennt sie auch Iris, nach dem griechischen Wort für Regenbogen. Es gibt viele Farben der Schwertlilien, aber die Sumpf-Schwertlilie ist auffallen leuchtend gelb in der Blüte. Sie ist in der Natur besonders geschützt und darf nicht gepflückt oder ausgegraben werden! Die Lahnaue bietet der Pflanze ideale Bedingungen zum Wachsen. Das Feuchtbiotop am Kieswerk, die Bieberbach und auch an den Seen wächst die alte Heilpflanze. Die Wurzel der Sumpf-Schwertlilie wurde als Brechmittel und Wundheilmittel verwendet. Man sollte die Pflanze auf keinen Fall einfach mal ausprobieren. Alle Pflanzenteile sind GIFTIG. Eine Vergiftung durch die Pflanze zeigt sich durch blutigen Durchfall, Erbrechen, Schluckbeschwerden, brennen in Rachen und Mund sowie erhöhten Speichelfluss. Auch für unsere Haustiere kann die Pflanze tödlich sein. Pferde, Rinder Schafe und Ziegen würden die Pflanze niemals beim Weiden fressen. Jedoch können Sumpf-Schwertlilien durch Unachtsamkeit ins Heu gelangen. Dort sind sie dann auch für Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster
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eine Gefahr. Unsere Hunde naschen gerne auch mal an langen Grashalmen. Achtung, Sumpf-Schwertlilien haben lange saftig grüne Blätter, die der Schwertlilie ihren Namen geben. Haltet eure Hunde von der Pflanze fern, nicht das es zur Vergiftung kommt. Sollte euer Hund an der Sumpf-Schwertlilie genascht haben, dürfte euch als Erstes der Speichelfluss mit anschließenden Erbrechen auffallen. Ein Tierarztbesuch ist dann fällig. Die Sumpf-Schwertlilie hat viele Gerbstoffe in der Wurzel gespeichert. Im Mittelalter wurde mit dieser Pflanze gegerbt. Sie braucht schwere Lehmböden und bevorzugt den Uferbereich langsam fließender Gewässer. Ein Ufer am See oder ein gut feuchter Graben reicht ihr aber auch zum Leben. Die Sumpf-Schwertlilie ist eben ein echter Sumpfbewohner und braucht nasse Füße. Von Mai bis Juni kann man die tollen Blüten bewundern. Jetzt im August reifen die langen Samenkapseln heran. Die Samen sind schwimmfähig und so wird die Pflanze auch verbreitet. Der Bach oder Fluss trägt die Samen weiter bis sie eine geeignete Stelle zum Keimen finden.
Die Sumpf-Schwertlilie ist meiner Meinung nach eine der schönsten Sumpfpflanzen, wenn auch eine der Giftigsten. Eben etwas fürs Auge beim Wandern und nicht für die Vase im Zimmer.

Samenkapsel der Sumpf-Schwertlilie reifen heran
Samenkapsel der... 
die Blüte im Juni
die Blüte im Juni 
Hier fühlt sich die Sumpfpflanze wohl
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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.08.2017 um 10:25 Uhr
Iris sind eine meiner Lieblingspflanzen. Im Garten.wachsen bei mir drei verschiedene. Blau, gelb und zweifarbig gelb/rot.
Sind teilweise schon über hundert Jahre in der Familie weitergegeben worden.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 21.08.2017 um 10:36 Uhr
die irispflanzen in den gärten haben nicht mehr viel mit den wilden schwertlilien zu tun. es gibt sie in so vielen farben und auch die blütenformen können unterschiedlich sein. ich mag die iris auch gerne ansehen. die blauen in omas garten sind einfach toll.

die wilde sumpf-schwertlilie finde ich besonders schön beim spaziergang. allerdings bekommt man nasse füsse wenn man ihr zu nahe kommt. auf den doch meistens trockenen blumenbeeten würde diese wildblume nicht wachsen!
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.08.2017 um 10:40 Uhr
Man soll sie ja auch nicht ausgraben. Nein meine sind von der Tante meiner Mutter, die blaue und gelbe sind sehr hell in den Farben. Die zweifarbige war schon hier im Garten. Habe sie nur umgesetzt.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 21.08.2017 um 10:41 Uhr
zum foto machen geht man schon mal näher ran. bzw frau versucht es und steht plötzlich im schlamm :-)
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.08.2017 um 10:46 Uhr
Empfehle Tele. Aber das mit nassen Füssen kenne ich auch. Wenn man/frau so im Jagdfieber ist kommt das schon mal vor. Ist in den Bergen gefährlicher. Da ist schnell der Halt verloren.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 23.08.2017 um 08:25 Uhr
;-) hier bekommt man zum glück nur nasse füsse
Hallo Lieber Leser
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Nicole Freeman
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