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Die landwirtschaftlichen Fachschau ist seit 1846 ein fester Bestandteil des Wetzlarer Ochsenfestes

Highland-Cattel vom Mönchberg
Highland-Cattel vom Mönchberg
Heuchelheim | Das ,,Kreistierschaufest“ wird in Wetzlar schon seit 1846 gefeiert. Ja, das Ochsenfest hatte nicht immer diesen Namen. Erst seit 1950 ist Ochsenfest die offizielle Bezeichnung. In den Anfängen wurde das Fest jedes Jahr gefeiert. Allgemein sollte durch das Tierschaufest im Finsterloh die Modernisierung der Landwirtschaft in der Region beschleunigt werden. Beschleunigt durch Informationsaustausch, Vorstellen neuer Technik, wie z.B. 1865 die Dampfdreschmaschine. Auch die Tierzucht sollte bewertet und prämiert werden. Die Mendel Regeln beeinflussten auch das Ochsenfest. Ab 1877 wird das Ochsenfest nur noch alle 3 Jahre gefeiert, da man so besser die Zuchterfolge bemessen kann. Ursprünglich war das Fest nur 2 Tage, heute feiert Wetzlar und Umgebung eine Woche. Und mit Feiern meine ich Rummel, Ausstellung, Konzerte und Umzug. Ein richtig großes Volksfest ist aus der Landwirtschaftsausstellung geworden. Bei der Tierschau wurden von Kaninchen, Hasen, Geflügel, Pferde und Ponys sowie Rinder der verschiedensten Rassen vorgeführt und den Besuchern die Tiere erklärt. Man konnte sich den Kanin-Hop Wettbewerb anschauen,
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einen Kükenschlupf beobachten oder das traditionelle Anschirren und Pflügen mit Arbeitstieren sowie Bulle “Urmel” unterm Sattel bewundern. Die Landmaschinenausstellung bringt einen noch heute zum Staunen. Am Samstag gibt es den große “Ochsenfest-Kutschencup. Eine Geschicklichkeitsfahren auf Zeit. Natürlich darf man auch eine gemütliche Kutschfahrt machen.
Am Sonntag wird der 1100 Kilogramm schwere Festbulle Hektor, der einer vom Aussterben bedrohter Nutztierrasse angehört ( Roten Höhenvieh), den Festzug anführen. Auf dem Festplatz wird am Nachmittag die Geschichte der Landwirtschaft lebendig. Schaudreschen und traditionelles Kartoffeldämpfen zeigen uns wie es früher war.
Wetzlar hofft auf gutes Wetter in der Nacht für ein schönes Feuerwerk. Montag wird getanzt bis die Sohle qualmt. Am Dienstag geht es dann nochmal um die Landwirtschaft in der Museumsscheune. Im Festzelt spielt bis 19 Uhr die „Original Münchholzhäuser Blaskapelle“. Die YOU FM PARTY ab 21 Uhr wird dann der Abschluss der Wetzlarer Volksfestwoche Ochsenfest sein. Wetzlar ist ein Ausflug wert!

Highland-Cattel vom Mönchberg
2
Rotes Höhenvieh
Den Bulle darfst du streicheln.
Eindeutig Fleischproduzierende Rasse.
1
Bei der Bewertung
1
1
Kükenschlupf
so wird Honig produziert
Kanin Hop
Gewerbeausstellung
Neue Traktoren sind riesig
Mähen geht heute so. Ein Mähwerk rechts, eins links eins vorne. Zeitsparen ist angesagt.
Rummel und Gewerbeausstellung waren gut besucht
Volksfest im Festzelt

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
26.282
Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.07.2017 um 08:48 Uhr
Guter Einblick
Bernd Zeun
10.362
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 08.07.2017 um 10:06 Uhr
Schöner Beitrag zum Ochsenfest. Die Erklärung, dass die Mendelschen Regeln der Grund sind, dass es seit 1877 nur alle drei Jahre statt findet, ist allerdings, wenn es auch so verkürzt auf der Webseite des Ochsenfestes steht, nicht richtig. Mendel hat seine an Pflanzen gewonnenen Ergebnisse 1866 veröffentlicht. Bis 1900 waren sie nur wenigen Wissenschaftlern bekannt und fanden kaum Beachtung. Erst 1900 wurden sie durch de Vries, Correns und Tschermack wissenschaftlich bestätigt. Dass sie grundsätzlich auch für Tiere gelten veröffentlichte ebenfalls erst 1900 der Engländer Bateson (Mendel hatte zwar ab 1870 auch mit Bienen gearbeitet, die Ergebnisse wurden aber nie veröffentlicht).
Man hatte zwar 1877 schon gute Erkenntnisse zur Tierzucht, aber das war noch nicht mit Mendel begründet. In der ausführlichen Historie zum Ochsenfest (als PDF runter zu laden) liest es sich auch etwas anders Der Landwirtschaftliche Zentralverein für die preußische Rheinprovinz, dessen Mitglied der Wetzlarer
Verein war, stellte ab 1877 höhere Summen zur Prämierung von Zuchttieren zur Verfügung. Man wusste, dass Zuchterfolge bei Tieren nur in längeren Abständen feststellbar und messbar sind.
Deshalb beschloss der Landwirtschaftliche Verein des Kreises Wetzlar, das Fest nur noch alle drei Jahre zu veranstalten. So ließen sich die wissenschaftlich begründeten und geplanten Zuchterfolge besser feststellen. Man konnte nun auch höhere Prämierungen auszahlen.
Nicole Freeman
8.493
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.07.2017 um 13:23 Uhr
danke für die info.
Birgit Hofmann-Scharf
10.038
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 08.07.2017 um 14:22 Uhr
Ich freue mich, dass das Fest stattfindet, denn das Gesundheitsamt wollte dies wohl verhindern :
Raupen des Eichenprozessionsspinners haben sich dort breit gemacht. Die Bäume rund um den Festplatz werden täglich kontrolliert. Viel Spaß allen Teilnehmern und Besucher!
Nicole Freeman
8.493
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.07.2017 um 15:13 Uhr
es stehen warnschilder. man sollte nicht in den wald gehen. hat auch was gutes, da werden wenigstens die dixis benutzt
Christian Momberger
10.949
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 09.07.2017 um 00:25 Uhr
Wie immer ein informativer Beitrag. Danke Dir.
Martin Wagner
2.298
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.07.2017 um 20:16 Uhr
Ergänzung zum Kommentar von Birgit Hofmann-Scharf. Laut Radiomitteilung wurde vom Veranstalter gebeten Hunde zu Hause zu lassen. Diese Tiere wäre besonders anfällig bei Attacken diese Spinners.
Nicole Freeman
8.493
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 12.07.2017 um 05:28 Uhr
ich denke wer hunde mitbringt zu so einer veranstaltung hat kein verstand. die menschenmassen auf einem volksfest achten nicht auf kleine hundepfoten!
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von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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