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Alte Heilpflanzen in der Lahnaue- Der Wiesenstorchenschnabel

Wiesenstorchschnabel
Wiesenstorchschnabel
Heuchelheim | Der Wiesenstorchenschnabel ist eine krautige, bis zu 80 cm hohe, blau blühende Heilpflanze. Hildegard von Bingen nutzte die Pflanze in der Frauenheilkunde. Die Blüten und auch die Blätter der Pflanze sind essbar. Als Salat oder auch zum Aufhübschen von Süßspeisen eignen sich die blauen Blüten. Laut Hildegard von Bingen hilft die Blüte bei Kinderwunsch und ist stimmungsaufhellend z.B. nach der Geburt. Ein Umschlag mit einer Tinktur aus Wiesenstorchenschnabel auf die gereizten Brustwarzen stillender Mütter soll kühlend Linderung der Schmerzen geben. Auch gegen Sonnenbrand soll ein Umschlag mit Wiesenstorchschnabeltinktur helfen. Nachgewiesen ist die entzündungshemmende und fieberhemmende Wirkung des Wiesenstorchschnabels. Die Tinktur hilft auch bei Hautproblemen. Auch hier gilt, den Arzt befragen. Nicht jeder verträgt den Storchenschnabel.
Die stimmungsaufhellende Wirkung glaube ich, wenn eine Frau so weniger Schmerzen in einer angeschwollenen Brust hat, gerne. Wie gesagt, das sind Methoden aus dem Mittelalter und ersetzen nicht den Arztbesuch! Im Mittelalter wurde die Pflanze auch zum Gerben von Fellen
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benutzt. Der Wiesenstorchschnabel ist meiner Meinung nach eine sehr dekorative Pflanze und sollte in einem naturnahen Garten nicht fehlen. Er wird gerne von Bienen und Schmetterlingen besucht. Der Wiesenstorchschnabel mag keine Bestäubung von Krabbeltieren wie der Ameise. Er hat kleine nach unten zeigende Haare, die das Aufklettern dieser Krabbler verhindern soll. Seine Blüten kann der Wiesenstorchschnabel bewegen. Er richtet seine Blüte immer der Sonne entgegen. Wiesenstorchschnabel braucht einen kalkhaltigen, feuchten, alkalischen Boden. Also Ideal, um an einem Gartenteich gepflanzt zu werden. Bitte nicht aus der Natur entnehmen. Man kann den Samen und auch Pflanzen beim Gärtner kaufen. Der Wiesenstorchenschnabel dient dem aufmerksamen Landwirt als Zeigerpflanze für die genannten Bodeneigenschaften. Wer Kaninchen hält, wird die Pflanze als Futterpflanze kennen. Die Tiere mögen ihn wegen seines doch süßlichen Geschmacks gerne. Achtung für HAMSTER ist der Wiesenstorchenschnabel GIFTIG. Wenn sie Lust haben, ihren Garten aufzuhübschen, versuchen sie es doch mal mit heimischen alten Heilpflanzen. Dekorativ, essbar und gesund.

Wiesenstorchschnabel 2
Wiesenstorchschnabel 
Wiesenstorchschnabel
Wiesenstorchschnabel 

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.840
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.06.2017 um 10:10 Uhr
es wächst einer bei mir im Garten
Nicole Freeman
10.702
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 23.06.2017 um 10:11 Uhr
sehr schön peter. da hast du was gutes für dich und die bienen
H. Peter Herold
28.840
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.06.2017 um 10:29 Uhr
Ja wenn er blüht schaut es gut aus. Momentan verblüht, aber wenn ich schneide kommt er noch mal.
Ilse Toth
38.238
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 23.06.2017 um 12:07 Uhr
Wieder ein super Artikel. Durch Dich werde ich noch zur Botanikerin.
Otmar Busse
917
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 23.07.2017 um 13:58 Uhr
1000 mal bei meinen Spaziergängen durch die Lahnaue gesehen und oft gedacht ... welch eine schöne Blüte. Und nun, nachdem ich ihren Artikel über den Wiesenstrochenschnabel gelesen habe, weiß ich soviel über diese Pflanze.
Sehr interessanter Beitrag und Bild 1 ist ein super gelungenes Foto.
Hallo Lieber Leser
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Nicole Freeman
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