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Schnee Mitte April! Selten oder doch öfter?

Forythien-Blüte mit Schnee
Forythien-Blüte mit Schnee
Heuchelheim | Heute morgen hat wohl selbst der Fachmann gestaunt:
Schneefall!
Und das in dicken Flocken und in zeitweise starker Intensität.
Die Folgen:
Trotz noch leichter Plusgrade, blieb der Schnee liegen und hüllte Straßen, Wiesen und Gehwege ein.
Je nach Lage kamen ca. 2 bis 4 cm Schnee vom Himmel.
Auch die Bäume und Sträucher gaben unter der Last des nassen Schnees nach.

Gewiss wird da gleich die Frage aufgeworfen:
Sind das seltene Vorgänge gewesen heute Vormittag.
In dieser Form wie heute früh ist es schon selten.
Nach meinen eigenen Unterlagen die bis 1971 zurückreichen, gab es letztmals um diese Zeit am 16. April 1999 eine Schneedecke. Die bildete sich vor 18 Jahren während der späten Nachmittagsstunden.
Zunächst setzte Regen ein, der rasch in Schneeregen und im Verlaufe kurzzeitig in Starkschneefall überging.
Am 7. April 2008, also auch 10 Tage früher, hatte es ebenfalls im Landkreis frühmorgens einen heftigen Schneefall mit recht stattlicher Schneedecke gegeben.
Auch vor 16 Jahren - am 13. April 2001 - zog eine markante Schneefront mit Blitz und Donner über Hessen hinweg. Hinterher lagen kurzzeitig etwa 3 cm Schnee.
Auch letztes Jahr - also noch nicht so lange her - mischten sich nochmals Schneeflocken unter die Schauerwolken. Allerdings bildete sich nur in höheren Lagen kurzzeitig eine Schneedecke.

Mehr über...
17. April 2017: Ein spätes Intermezzo des Winters (1)
Geht man weiter in die Vergangenheit, so findet man den besonders schneereichen 2. April 1984.
Das war immerhin zwei Wochen früher; doch gilt dieser Tag als der schneereichste Apriltag seit Jahrzehnten. Damals kamen 8 cm zustande.

Wie sind die Auswirkungen für die Natur?
Zum einen positiv, weil jetzt endlich die lange Trockenperiode erst einmal zu Ende geht.
Der Schnee macht der Vegetation nur wenig aus. Allerdings bei diesem wasserreichen Schnee hat es bestimmt heute auch vereinzelt Schneebruch gegeben.

Kritischer werden die anstehenden Nachtfröste sein, die ab Mitte der Woche drohen. Das könnte der Baumblüte schwer zusetzen.
Im April 1981 gab es einen schroffen Frosteinbruch mitten in der Blütezeit. Und da sind verbreitet alle Kirschblüten erfroren. Das kann leider jetzt auch geschehen.

Fazit:
Schneefälle bis ins Tiefland unterhalb 200 Meter Meereshöhe um Mitte April sind schon als recht seltene Ereignisse einzustufen; hauptsächlich dann, wenn sich sogar kurzzeitig noch eine Schneedecke bildet.
Auf die allgemeine Klimaentwicklung haben solche Einzelfälle jedoch keinen Einfluss!

Forythien-Blüte mit Schnee
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So sah es heute Vormittag in Heuchelheim aus
So sah es heute... 
Schön; aber nicht unbedingt gut!
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Überall klebte der nasse Schnee an den Sträuchern
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Dächer wirken jetzt sehr gepflegt!
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Die Äste geben unter der Schneelast nach 1
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schneebedeckte Apfelblüte
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
38.630
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.04.2017 um 13:38 Uhr
Im Radio habe ich gehört, dass Strasse gesperrt sind wegen Astbruch.
War schon eine Überraschung heute früh!
Andrea Mey
10.947
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 17.04.2017 um 14:53 Uhr
Ich dachte heute morgen an einen schlechten Aprilscherz als ich aus dem Fenster sah...
Danke Friedel für Deine ausführlichen Erklärungen und die schönen Fotos!
Wolfgang Heuser
8.433
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 17.04.2017 um 15:59 Uhr
Da war heute morgen die Überraschung groß, teilweise hatte es bis zu fünf Zentimeter an Schnee gemacht. Insgesamt konnte ich bei uns heute um die 17 Liter Niederschlag auf den m² messen!

Sehr schön die Fälle zu dieser Zeit mal aufgelistet, es kommt eben immer wieder vor, gerade noch im April.
Friedel Steinmueller
3.874
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 17.04.2017 um 16:38 Uhr
Und selbst im Mai kann es noch passieren.
Bin vor langer Zeit mal auf ein Datum gestoßen:
15. Mai 1902. Da lag in Gießen 6 cm Schnee.
Und auch im Jahr 1941 muss es Anfang Mai mal schlimme Kälte und Schnee gegeben haben.
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von:  Friedel Steinmueller

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