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Nun ist er da: Der Schnee

..... und bietet wieder reichlich Motive
..... und bietet wieder reichlich Motive
Heuchelheim | Wer heute zeitig aufgestanden ist, hat sich womöglich darüber gewundert, oder aber auch nicht:
Es schneit! Groß wurde er von den Medien, bzw. Wetterdiensten gestern "Versprochen" und er ist gekommen: Der Schnee!
Noch sind es nur ein paar verhaltene cm; doch es kann noch was hinzukommen.
Lange wird sich die "Weiße Pracht" - die Einen erfreuen sich darüber, die Anderen hassen sie - gewiss nicht halten. Es wird schon heute im tagesverlauf milder und man darf gespannt darauf sein, was bis heute Abend noch davon übrig bleiben wird.

Doch der Winter ist noch lange nicht vorbei - zumindest noch nicht im Kalender.
Es mag zwar paradox anmuten - ist es aber nicht:
Seit Monaten ist in der Öffentlichkeit von ungewöhnlich hohen Temperaturen in der Polarregion die Rede. Die Eisschmelze schreitet offensichtlich immer weiter voran.
Doch die Natur reagiert darauf mit verblüffenden Folgen, bzw. Ausgleichen.
Wer die Nachrichten - bzw. die Reportagen zum aktuellen Wettergeschehen dieser Tage verfolgte - mag erstaunt über die gewaltigen Schneemassen rund um den Balkan und vor allem der südöstlichen Mittelmeerregion sein.
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Kommt der "Richtige" Winter nun doch? (1)
Die Inseln der Ägäis sind zum Teil metertief eingeschneit und selbst an den Stränden Süditaliens türmen sich die Schneemassen, wogegen die Winterfans bei uns eigentlich vor Neid erblassen müßten.
Hier geht es nicht mehr um 3, 5 oder 10 cm.
Nein: Hier ist es vonnöten die Metermarke als Maßstab anzusetzen.
Doch wie kann dies geschehen?
Wenn arktische Kaltluft - entsprechende Luftdruckverteilung vorausgesetzt - die Mittelmeerregion erreicht, reagieren die Luftschichten sofort mit Konvektion. Das Mittelmeer bietet aufgrund der hohen Wassertemperaturen - aktuell immer noch rund 12 bis 15 Grad - reichlich Wasserdampf. Erreicht sibirische Kaltluft den Mediterranen Raum, dann setzt heftige Konvektion ( vertikale Umlagerungen der Luftmassen ein ) In der Folge bilden sich hochreichende Wolkentürme und es können ungeheuerliche Schneefälle auftreten, wie sie hier in Mitteleuropa unbekannt sind.
Oft wird dieser Vorgang durch eine vorlaufende Unwetterfront mit Sturm und schweren Gewittern eigeleitet. Selbst heftige Schneefälle die von Gewittern begleitet werden, sind dann keine Seltenheit.

Fazit:
So paradox es klingen mag:
Es kann durchaus geschehen, das es an einzelnen Tagen z.B. in Griechenland kälter ist als am Nordpol.
Warten wir ab, was dieser Winter noch auf der Karte hat. Es wird/bleibt gewiss spannend.

..... und bietet wieder reichlich Motive
..... und bietet wieder... 
Heuchelheim ist nun eingeschneit
Heuchelheim ist nun... 

Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
12.524
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 10.01.2017 um 09:11 Uhr
Es hat sich gestern abend schon abgezeichnet, dass da einiges an Flocken vom Himmel fällt. Früher hätte ich gejubelt, endlich Skifahren, das ist aber schon lange vorbei und so sehe ich den Schnee mit gemischten Gefühlen.

Vielen Dank für deine Ausführungen, du bist wirklich ein Wetterexperte.
Friedel Steinmueller
2.872
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 10.01.2017 um 09:39 Uhr
Mit am meisten beeindruckt war ich von einem Foto, das den eingeschneiten Strand in Bari - das liegt schon weit im Süden von Italien - präsentiert. Das wäre was gewesen für das Bild-Archiv.
Friedel Steinmueller
2.872
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 10.01.2017 um 09:57 Uhr
Noch eine Anmerkung zu den Schneefällen in Griechenland/Italien. Die meterhohen Schneemassen sind vornehmlich den Schneeverwehungen geschuldet und keine realen Schneehöhen. An den Stränden liegen daher keine meterhohen Schneedecken. Die findet man aber in den Gebirgsregionen dort. Mehr als drei Viertel der Fläche besteht nun mal aus Gebirge und Hochgebirge. Weitere ideale Vorbedingungen also für diese gewaltigen Schneemassen.
Jenny Burger
1.654
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 10.01.2017 um 11:58 Uhr
Sehr interessant, Herr Steinmüller, danke.
Andrea Mey
10.264
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 10.01.2017 um 20:18 Uhr
Danke Friedel für Deine ausführliche Erklärung.
Ich habe die Bilder von Griechenland und Italien im Schnee im TV gesehen und habe nicht schlecht gestaunt.
Ich jedenfalls bin froh, wenn der Winter vorbei ist - auch wenn die Spaziergänge Spaß machen und es schöne Fotomotive gibt - die langen dunklen Abende mag ich gar nicht.
Friedel Steinmueller
2.872
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 10.01.2017 um 23:43 Uhr
Immerhin ist es Abends schon ein wenig länger hell und bei der Schneedecke fällt das umso mehr auf.
Drei Jahre in Folge blieb der Winter fast gänzlich aus - außer letztes Jahr kurz Mitte Januar - und jetzt ist mal wieder ein richtiger Winter an der Reihe. Ob er von Dauer sein wird, dürfte kaum zu beurteilen sein; aber wir sollten uns trotzdem auf eine längere Kaltphase jetzt einstellen.
Nach einem Winter, wenn er denn da war, wächst selbstverständlich auch bei mir wieder die Vorfreude auf das Frühjahr. Und soooo.... lange dauert es bestimmt auch nicht mehr!
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von:  Friedel Steinmueller

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Friedel Steinmueller
2.872
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