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Vernunftkraft Hessen e.V. - Dachverband hessischer Bürgerinitiativen: Gründung und erste Klausurtagung

Grünberg | Als wichtigstes Ergebnis der ersten Klausurtagung des gemeinnützigen Dachverbandes VERNUNFTKRAFT HESSEN e.V. im Schloss Laubach steht die Forderung nach einem MORATORIUM: Bis die entscheidenden Fragen über den tatsächlichen Nutzen des massiven Ausbaus der Windkraft in den hessischen Wäldern beantwortet sind, sollen keine weiteren Anlagen errichtet werden, fordern die Delegierten der Bürgerinitiativen.

Rund 50 hessische Bürgerinitiativen vom Reinhardswald bis in den Spessart haben sich auf der Gründungsveranstaltung am 11.10. im Kloster Arnsberg zusammengeschlossen, um die Landesregierung zum Dialog mit den Bürgern aufzufordern. Unmut und Widerstand in der Bevölkerung wachsen täglich. Die Zerstörung der Natur, der Landschaften und der massive Eingriff in das Lebensumfeld der Menschen und deren Gesundheit stoßen vielerorts auf massiven Widerstand.

Ziel des Verbandes ist es, über die ökonomischen und ökologischen Folgen des massiven Ausbaus der Windkraft sowohl die Bürger als auch die Politiker aufzuklären und die politisch Verantwortlichen zum Einlenken zu bewegen. Gerade die Politiker, die diese Entscheidungen
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fällen müssen, haben erschreckend wenig Sachkenntnis, berichteten die meisten der BI-Delegierten. Ein Durchbruch wurde bereits im Vogelsberggebiet erreicht, wo Bürgerinitiativen durch CDU-Politiker aktiv unterstützt werden. Die FDP Hessens fordert ebenfalls ein Windkraft-Moratorium.

Obwohl Hessen dicht besiedelt ist, will die Landesregierung keine Rücksicht auf die Menschen nehmen. Während in Bayern und Sachsen beim Bau von Windkraftanlagen mindestens 2000 Meter Abstand zur Wohnbebauung eingehalten werden müssen, erachtet der hessische Landtag, CDU, SPD, Grüne und Linke, einen Abstand von 1000 Meter als ausreichend. Für Einzelgehöfte gelten sogar nur 600 Meter.

Da Hessen ein windarmes Land ist und 42 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt sind, müssten die meisten der geplanten, 200m hohen Windkraftanlagen auf bewaldeten Mittelgebirgskämmen gebaut werden. Naturschutzgebiete sind kein Tabu mehr!

Aber selbst Windkraftanlagen in den Kammlagen sind keine Garantie für Rentabilität. Hessische Bürgerinitiativen verweisen auf die Daldorf-Studie bei der 1200 Jahresabschlüsse untersucht wurden. Die Wirtschaftlichkeitsbilanz für Deutschland: Zwei Drittel der Windparks arbeiten unwirtschaftlich! Kommunen in Rheinlandpfalz bestätigen diese Zahl: Die aller meisten der Windkraft-Parks laufen defizitär. Die Windprognosen sind viel zu optimistisch!

Fakt ist: Die vom Minister für Energie und Wirtschaft, Tarek Al-Wazir (Grüne), beschlossene Verdopplung des Windstroms in Hessen ist nicht geeignet, um auch nur annähernd eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten. Die gesicherte Leistung aus rund 25.000 Windkraftanlagen in Deutschland liegt bei etwa 0,2 Prozent des Strombedarfs. Die Fachwelt schließt aus, dass industriell nutzbare Großspeichertechnologien für EE-Strom in den kommenden Jahrzehnten zur Verfügung stehen werden. Dies wäre aber erforderlich um EE-Strom grundlastfähig zu machen. Ohne jegliche Aussicht auf eine Speichertechnik ist der tägliche Fortgang der Naturzerstörung und damit der Bau jeder weiteren Windkraftanlage unverantwortbar.

DIE ZEIT schreibt am 4.12. in dem Artikel "Schmutziger Irrtum" über Aussagen von Patrick Graichen, dem Leiter des Thinktanks AGORA ENERGIEWENDE:
„[...]Graichen sagt, kurz gefasst: Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. [...] Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. [...]“.
AGORA ENERGIEWENDE ist die einflussreichste Denkschule der Energiepolitik in Deutschland.


Deshalb fordern die Bürgerinitiativen Hessens:

- den sofortigen Bau- und Genehmigungsstopp für Windkraftanlagen

- Vorlage eines Konzeptes für Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Wirtschaftlichkeit der künftigen Stromversorgung.

- mindestens aber: 10XHöhe-Abstand zu den Häusern

- Keine Windkraftanlagen in den Wäldern


Der Weltklimarat, die EU und unsere Nachbarländer raten dringend vom Subventionieren des Ausbaus ab. Das einmütige Urteil: Das EEG gehört abgeschafft. Die Windkraft ist längst entzaubert. In Wahrheit war es nur ein „fauler Zauber“. Die Zustimmung der Bevölkerung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien nimmt im gleichen Maße ab, wie das Ausmaß der Konsequenzen für Mensch und Natur deutlich wird. Die Zahl der Bürgerinitiativen nimmt zu.

 
 

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