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Zieleinlauf nach insgesamt 160 km in Aschaffenburg

Die Pilger vor dem Holzkruzifix
Die Pilger vor dem Holzkruzifix
Grünberg | Letzte Etappe auf dem Fränkischen Marienweg von Rückersbach nach Aschaffenburg (12 km) gepilgert

Nach einer kurzen Andacht von Dekan Norbert Heide, die von der Flucht von Maria und Josef nach Ägypten handelte, auf einem Parkplatz in Rückersbach starteten 24 Pilgerinnen und Pilger zur letzten Etappe auf dem Fränkischen Marienweg. Auf dem Fuß- und Radweg neben der Straße von Rückersbach aus führte das „Marienwegzeichen“ zu einem Backsteinbildstock, dann weiter auf Wiesenwegen nach Johannesberg. Der Ort hat seinen Namen von der Kirche St. Johannes der Täufer, die auf dem Johannesberg errichtet wurde. Zwischen 1200 und 1300 muss hier die erste Kirche als romanische Kirche gebaut worden sein. Im Zuge des österreichischen Erbfolgekrieges zerstören englische Truppen 1743 diese Kirche, die von 1768 bis 1774 neu und größer erbaut wurde. Hier sangen die Pilger passend „Nun aufwärts froh den Blick gewandt“ und Dekan Heide spekulierte „Was wird im neuen Jahr?“ – Treffen sich alle wieder zum Pilgern? - Wohin führen die Wege? Wie geht es weiter?

Auf Waldwegen erreichten die Pilger eine Kreuzung mit einem großen Holzkruzifix, an dem der Glattbacher Kreuzweg endet. Durch den Park Schöntal mit der sehenswerten Ruine war dann das Ziel der letzten Etappe erreicht – die Sandkirche in Aschaffenburg, auch Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, „Ecclesia ad album Lilium – Kirche zur weißen Lilie“ genannt. Sie wurde 1756 als Wallfahrtskirche erbaut, blieb im 2. Weltkrieg unzerstört und besitzt daher eine überaus reiche Rokokoausstattung von namhaften Künstlern. Mit dem Lied „Vertraut den neuen Wegen“ stellte Dekan Norbert Heide das Pilgerprogramm für 2015 vor.

Ein kurzer Stadtrundgang führte die Pilger zum Schloss Johannisburg, der ehemaligen Zweitresidenz der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe. Es ist eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Renaissance. Das mit leuchtendem Rotsandstein auf dem rechten Mainufer von Georg Ridinger erbaute Schloss (1605 - 1618) besteht aus vier dreigeschossigen Flügeln um einen quadratischen Innenhof mit Treppentürmen in den Ecke.

Insgesamt wurden von Januar bis November 2014 in acht Etappen 160 km von Würzburg bis Aschaffenburg zurückgelegt.

In 2015 werden Pilgertouren durch den Vogelsberg und das Gießener Land angeboten. Die erste Tour führt unter der Leitung von Dekan Norbert Heide am 3. Januar 2015 über 12 km auf dem Erzweg-Mitte. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Informationen im Ev. Dekanat Grünberg, Renthof 13, 35305 Grünberg, Tel. 06401-227315 oder 0173-9807029.

Die Pilger vor dem Holzkruzifix
Die Pilger vor dem... 
Park Schöntal in Aschaffenburg
Park Schöntal in... 
Ruine im Park Schöntal
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Schloss Johannisburg in Aschaffenburg
Schloss Johannisburg in... 
Kirche in Johannesberg
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