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Bei „Goldenem Oktoberwetter“ von Geiselbach nach Rückersbach gepilgert

Grünberg | 18 Pilgerinnen und Pilger starteten gemeinsam mit Dekan Norbert Heide in Geiselbach, um eine weitere Etappe auf dem Fränkischen Marienweg zurückzulegen. Dem Spessartwegzeichen „roter Querstrich“ folgend führte der Fußweg nach Michelbach zur katholischen Kirche St. Laurentius. Hier fand gerade ein Gottesdienst zu Allerheiligen statt. Bei strahlendem Sonnenschein und „Goldenem Oktoberwetter“ erreichte man die Wallfahrtskirche „Maria zum rauhen Wind“ in Kälberau. Eine um 1380 entstandene, als Gnadenbild verehrte Marienstatue steht heute im Chor der alten spätgotischen Kirche. Mitte der 1950er Jahre war die Kapelle für den wachsenden Pilgerstrom der Kriegsheimkehrer nach dem Zweiten Weltkrieg zu klein geworden. Ein Vier-Konchen-Anbau von Hans Schädel aus Stahlbeton und Glas wurde am 6. Oktober 1957 geweiht. Er ist durch einen Verbindungsgang mit der alten Kapelle verbunden, die Schädel mit Ausnahme des nördlichen Seitenschiffs stehen ließ. Insoweit ist die ursprünglich zweischiffige Kapelle heute nur noch einschiffig.
Nach einer Andacht von Dekan Norbert Heide über „Jesu Namensgebung und Darstellung im Tempel“ im alten Teil der Kälberauer Kirche ging es auf Waldwegen bergauf zum 16 m hohen Ludwigsturm auf dem Gipfel des Hahnenkamms (436 m). Er wurde vom Freigerichter Bund, der sich seit 1876 als einer der ältesten Wandervereine der Region um den Tourismus verdient macht, im Jahr 1880 unter der Schirmherrschaft des bayerischen Königs Ludwigs II. erbaut. Anlass war das im gleichen Jahr gefeierte 700. Jubiläum der Regentschaft der Wittelsbacher. Schon 40 Jahre zuvor hatte sein Vorgänger Ludwig I. auf dem Hahnenkamm am 25. August seinen 54. Geburtstag gefeiert.
Die obere Plattform auf der Spitze des Turmes bot eine herrliche Fernsicht in den Vogelsberg, den Spessart, in das Maintal bis hin in den Odenwald, auf die Skyline von Frankfurt und die Höhen des Vordertaunus.

Abwärts zum Hemsbacher Kreuz an Hemsbach vorbei führt der Höhenweg mit dem Marienwegzeichen in Richtung Rückersbach, das nach 22 km erreicht wurde. Bunt gefärbte Herbstwälder, strahlender Sonnenschein und eine Geschichte, in der ein Pfarrer vor Indianern predigen sollte und Angst hatte, dass ihn niemand verstand. Den Namen Jesus verstanden alle, Stille kehrte ein, sie bekamen große Augen und die Knie aller beugten sich im Himmel und auf Erden und unter der Erde.

Die 8. und letzte Etappe von Rückersbach nach Aschaffenburg (ca. 16 km) findet am Samstag, 22. November 2014 statt. Anmeldungen bitte bis 17. November im Ev. Dekanat Grünberg, Renthof 13, 35305 Grünberg, Tel. 06401-227315 oder 0173-9807029.

 
Marienstatue in der Wallfahrtskirche "Maria im rauhen Wind"
Marienstatue in der... 
die Pilgergruppe vor dem Ludwigsturm auf dem Hahnenkamm
die Pilgergruppe vor dem... 

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von:  Irmgard Dechert

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Irmgard Dechert
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