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Von Wiesen nach Geiselbach 18 km auf dem Fränkischen Marienweg gepilgert

Grünberg | An der Barockkirche in Wiesen starteten 19 Personen mit Dekan Norbert Heide zur sechsten Etappe auf dem Fränkischen Marienweg.
Der Weg führte von der Kirche auf dem Stationsweg hoch zur Kreuzkapelle. Auf Waldwegen – hier waren viele Pilze zu sehen - dem Marienweg-Zeichen folgend bis Edelbach und auf dem Kahlgrundweg nach Kleinkahl zur kath. Kirche.
Die Andacht von Dekan Norbert Heide handelte von den Sterndeutern, die aus dem Osten nach Jerusalem kamen und den neugeborenen König suchten. Der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Als Sternsinger bezeichnet man heute drei als Heilige Drei Könige gekleidete Menschen, die jedes Jahr am 6. Januar nach diesem alten Brauch Geld für wohltätige Zwecke sammeln, insbesondere für Kinder der dritten Welt. Hier werden jährlich 30 Millionen € gesammelt.
Nach einer kleinen Stärkung setzten die Pilger ihren Weg fort und erreichten Schöllkrippen.
Bis zum 26. November 1999 stand hier die Jahrtausendlinde von Schöllkrippen , mit großer Krone, hoch gewachsen, doch leider hohl, dass sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste: die alte Dorflinde von Schöllkrippen. Über ihr Alter konnte nur spekuliert werden, denn innere Fäulnis machte ein Auszählen der Jahresringe unmöglich. Irgendwo zwischen 160 und 300 Jahren wird es gelegen haben.
In der Silvesternacht zum Jahr 2000, wurde von den Bürgerinnen und Bürgern des Marktes Schöllkrippen an der Lukaskapelle eine neue Linde gepflanzt. Sie wurde gepflanzt als Nachfolgerin der alten Linde, die über Jahrhunderte hinweg stumme Zeugin Schöllkrippener Geschichte und Wahrzeichen des Marktes Schöllkrippen war.

Das „Marienwegzeichen“ führt mit „rotem X“ an Schneppenbach vorbei nach Geiselbach zur
Kirche St. Maria Magdalena, dem Ziel der 6. Etappe.

Die nächste Etappe führt am 1. November 2014 von Geiselbach nach Rückersbach (ca. 22 km). Anmeldungen bis spätestens 27.10. 2014 im Ev. Dekanat Grünberg, Renthof 13, 35305 Grünberg, Tel. 06401-227315 oder 0173-9807029.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.412
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.10.2014 um 17:22 Uhr
Kurz zur Erläuterung für diejenigen Mitleser, welche mit den Ortsnamen wenig anfangen können.

Die genannten Orte liegen alle im bayrischen Teil des Spessarts (kurz hinter der Landesgrenze zu Hessen). (Franken sind eines der Völker in diesem Bundesland.)

Ich bin im hessischen Teil des Spessart groß geworden und als Jugendlicher sind wir gerne zum Baden in den Naturweiher "Wiesbütter Teich" (er wird durch die Landesgrenze geteilt) kurz vor Wiesen gegangen. Ab und an sind wir auch in die Wiesener Brauereigaststätte weiter gezogen.
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von:  Irmgard Dechert

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Interessensgebiet: Grünberg
Irmgard Dechert
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