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"Rote Karte für Al-Wazir" - Hessische Bürgerinitiativen gegen Windkraft rufen zur Demonstration auf

Grünberg | HESSEN - Die am Sonntag, dem 21.9. geplante Windparkeröffnung in Freiensteinau, Gemarkung „Hallo“, durch den Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Regierungspräsident Dr. Witteck im Rahmen eines sogenannten "Windfestes" hat die örtliche Bürgerinitiative Pro Lebensraum Blaues Eck veranlasst, hessenweit alle Windkraftkritiker zur Teilnahme an einer Gegendemonstration aufzurufen. Der Protest gegen die jüngste energiepolitische Regierungserklärung von Minister Al-Wazir soll am 21.9. unter dem Motto "Rote Karte für Al Wazir" in Hör- und Sichtweite zum "Windfest" zum Ausdruck gebracht werden. Al-Wazir plant, die Zahl der hessischen Windkraftanlagen bis 2020 zu verdreifachen. Unterstützt wird die BI Pro Lebensraum Blaues Eck von Gegenwind Vogelsberg, Schöner Ausblick e.V. Alsfeld und dem Landesverband VERNUNFTKRAFT HESSEN e.V.
Die Demonstration ist bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Schon in der ersten Mobilisierungsphase liegen nach Angaben des Organisationsteams um den Anmelder der Versammlung, Andrè Heil, Freiensteinau, Rückmeldungen aus allen Teilen Hessens mit ca. 700 Teilnehmern vor, darunter bereits mehrere Gruppen, die mit Bussen anreisen werden. Symbolträchtiger Beginn soll um "5 vor 12" sein. Die weiteren Details werden noch zwischen den Organisatoren, der Versammlungsbehörde, der Gemeinde und der Polizei besprochen.
Aktuelle Informationen im Netz: http://www.rote-karte-al-wazir.de und bei Facebook unter https://www.facebook.com/rotekartealwazir (keine Anmeldung / Registrierung erforderlich).

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.145
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.09.2014 um 19:05 Uhr
" Nur gemeinsam sind wir stark "
Klasse, dieser Aufruf, zu dem ich viiiele Teilnehmer wünsche !!!
Florian Schmidt
4.450
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 01.09.2014 um 19:58 Uhr
Wo soll denn der Strom in zukunft herkommen?
Birgit Hofmann-Scharf
10.145
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.09.2014 um 20:34 Uhr
Mir geht es nicht um die Windkraft an sich, sondern um den Standort.
Warum onshore-Anlagen im grünen Binnenland,
wenn die offshore-Anlagen wesentlich effizienter sind.
( Siehe z. B. Dänemark )
91
Heiko Schmidt aus Grünberg schrieb am 02.09.2014 um 08:19 Uhr
Vielen Dank Frau Hofmann-Scharf für Ihre Kommentare!

Herr Schmidt, vielen Dank für Ihre Frage!
Die Frage, wo der Strom in Zukunft herkommt, kann ich leider nicht sicher beantworten. Vermutlich aber noch sehr lange von konventionellen Kraftwerken. Eine zuverlässige Stromversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien ist weit entfernt, da es keine in die Realität umsetzbaren, effizienten Großspeicher gibt. Es ist sogar so, dass wir immer mehr Probleme mit der Stabilität des Stromnetzes bekommen, wenn wir die Einspeisung von "Zufallsstrom" weiter steigern.
Sicher ist, dass Windkraftanlagen nur an Orten eine "nennenswerte" Menge Strom produzieren, wo auch eine ausreichend starker und stetiger Wind weht.
Was derzeit passiert, ist nicht zielführend, sondern von Subventionen (EEG) getrieben.
Das führt leider allzu oft zu einer sinnlosen Zerstörung von Umwelt und Natur, ohne dass es einen nennenswerten Nutzen für die Allgemeinheit gibt.
Herr Al-Wazir drängt auf einen möglichst schnellen Ausbau unter Mißachtung der Realität und den nicht ganz unberechtigten Sorgen von den Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen wohnen.
In anderen Bundesländern führt man bessere Abstandsregelungen zum Schutze der Bürger ein.
Ich denke auch, dass ein Wandel in der Energieversorgung, weg von dem Verbrennen von endlichen fossilen Brennstoffen, notwendig ist. Nur ist dazu ein wirklich zielführendes Konzept nötig UND die Belastung von Mensch und Natur dürfen dabei nicht größer sein, als unbedingt notwendig.
Reinhold Messner hat es einmal sehr schön auf den Punkt gebracht:
„Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur"
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Heiko Schmidt

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