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Grünberger Büchertag: Bücher brauchen keine Akkus!

Von links: Ute Adomat (Leiterin der Stadtbücherei Grünberg), Helga Reuhl (Grünberger Buchautorin).
Von links: Ute Adomat (Leiterin der Stadtbücherei Grünberg), Helga Reuhl (Grünberger Buchautorin).
Grünberg | Wer braucht schon Bücher, seit es eBook-Reader, Tablet PCs und Smartphones gibt?

An diesem ersten Grünberger Büchertag am vergangenen Dienstag in der Gaststätte Henkel in Beltershain gab es keine eBooks oder Reader - es gab nur Bücher....und 25 Menschen, die Bücher lieben und der Einladung von Marlene Queckbörner (Seniorenbeirat Grünberg) gefolgt waren.

Marlene Queckbörner und der Ortsvorsteher aus Beltershain, Edwin Magel, freuten sich in einer kurzen Begrüßung über die gut gelaunten und interessierten Gäste.

Im Anschluss wusste Ute Adomat, Leiterin der Grünberger Stadtbücherei, über interessante Fakten ihrer Bücherei zu berichten und bewies damit, dass Stadtbüchereien keine staubigen Orte mit "ollen Schinken" sein müssen.
Auf 90m² kann man sich mit einem kostenlosen Leseausweis Bestseller, Sachbücher, Biographien, Hörbücher, DVDs und sogar aktuelle Zeitschriften wie z.B. "Ökotest", "Stiftung Warentest" und "selbst ist der Mann" ab 10 Cent für 14 Tage ausleihen und bei Bedarf die Leihzeit auch mehrfach verlängern.
Außerdem können jederzeit Anschaffungsvorschläge zu neuen Büchern und Bestsellern gemacht werden.
Auch die Öffnungszeiten der Stadtbücherei am Winterplatz sind sehr familien- und arbeitnehmerfreundlich gestaltet.

Mehr über...
Ute Adomat (3)Seniorenbeirat Grünberg (17)Marlene Queckbörner (11)Helga Reuhl (3)Grünberger Büchertag (1)
Nachdem Frau Adomat Fragen der Gäste beantwortet hatte, las sie aus einem Bilder-Kinderbuch mit passender Mimik, Gestik und Stimme vor, sodass die Zuhörer lachend erkannten, wie schön es sein kann, Kinder oder Enkelkinder mit Vorlesen für Bücher zu begeistern.

Auch das Buch von Joachim Fuchsberger "Altwerden ist nichts für Feiglinge" wusste zu gefallen. Fuchsberger zitiert dabei u.a. Erich Glowatzki zur Frage des Älterwerdens und dessen Antwort "Nu, wenn de jung bist, haste Zähne zum Beißen, aber nüscht zum Fressen. Wenn de alt bist, haste genug zum Fressen, aber keene Zähne mehr zum Beißen".

Nach einer gemeinsamen Kaffeepause mit selbstgebackenem Kuchen las die Grünberger Buchautorin Helga Reuhl Kurzgeschichten aus ihren Buchbänden "Zum Vergessen zu schade" vor.

Am Ende der gelungenen Veranstaltung waren sich alle Gäste einig, dass ein Besuch der Grünberger Stadtbücherei lohnenswert ist und der Geruch von Büchern und das Rascheln beim Umblättern von Buchseiten ein ganz besonderes Lesegefühl vermitteln.
Digitale Bücher sind zwar eine verdammt praktische Sache, aber anstatt Hektik und Stress verliert sich der Leser beim guten, alten Buch in Konzentration und angenehmer Ruhe. Das wird auch in Zukunft so sein.

Von links: Ute Adomat (Leiterin der Stadtbücherei Grünberg), Helga Reuhl (Grünberger Buchautorin).
Von links: Ute Adomat... 
Gemütliche Runde beim Grünberger Büchertag. Am Fronttisch von links stehend Ute Adomat, daneben Helga Reuhl und Marlene Queckbörner.
Gemütliche Runde beim... 
Bücher statt digitaler Medien.
Bücher statt digitaler... 

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.450
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 13.08.2014 um 05:32 Uhr
So sehr ich Bücher in ihrer ursprünglichen Form schätze, ich erkenne auch die Vorteile eines elektronischen Buches. Ich habe zum Beispiel viel zu wenig Platz für alles Bücher die ich bereits gelesen habe oder noch zu lesen im Begriff bin.
Viele Titel, gerade in englischer sprache, die auf dem deutschen Markt (noch) nicht erschienen sind, lassen sich einfach herunter laden.
Meinen ebook Reader habe ich immer am Mann, er findet auch in der kleinsten Tasche Platz.
Es gibt nur eine eiserne regel für mich. Auch mit 3X Jahren bin ich leidenschaftlicher Leser und Sammler einer (eigentlichen) Jugendbuchreihe. Diese aber wir nur in der guten alten Papierform erworben.
Ich finde das Medium von dem gelesen wird eher zweitrangig, aber es muss wieder mehr gelesen werden. Es gibt einfach kein schöneres Gefühl als sich immer wieder noch ein Kapitel aufzerlegen weil man ein Buch oder seinen Reader einfach nicht aus der Hand legen kann.
Anne Arnheiter
219
Anne Arnheiter aus Grünberg schrieb am 13.08.2014 um 05:40 Uhr
Beides - Bücher und eBooks - haben ihre Vor- und Nachteile.
Besonders schätze ich an Büchern, dass man etwas in der Hand halten kann mit Umschlag und Bildern. Noch dazu gibt es nichts Schöneres, als nach langer Zeit den Sand vom letzten Strandurlaub oder alte Notizen zwischen den Seiten zu finden.
Und wie soll mein beim eBook seine gesammelten Blumen pressen, das Lesezeichen verlegen oder die persönliche Widmung hinschreiben ? ;-)

Beim Reader ist es toll, dass man die Schrift vergrößern kann.
In der Stadtbücherei gibt es auch Bücher in Großschrift...tolle Sache.

Wie dem auch sei: Lesen bildet! :-)
Christine Stapf
6.602
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 13.08.2014 um 09:26 Uhr
Ich persönlich möchte noch ein Buch in Papierform in der Hand haben.
Gemütlich auf dem Sofa lesen kann ich mir nur so vorstellen :-)

Frau Arnheiter da stimme ich Ihnen zu, das Pressen von Blumen und Kleeblättern ist ein Teil Romantik, welches uns das eBook nicht bieten kann.
Jutta Skroch
13.047
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 13.08.2014 um 10:38 Uhr
Beim Buch bin ich "altmodisch" ich möchte es in den Händen halten. Meist lese ich abends im Bett, tagsüber fehlt mir die Zeit. Wichtig finde ich, dass überhaupt gelesen wird, in welcher Form, das bleibt jedem selbst überlassen.
@Herr Schmidt, das Platzproblem kenne ich nur zu gut. So habe ich mich vor einiger Zeit entschlossen, gekaufte bzw. ersteigerte Bücher zu lesen und anschließend wieder zu verkaufen oder zu versteigern, wenn es sich um Unterhaltungsliteratur handelt, die ich nicht unbedingt ein 2. Mal lesen will. Anders verhält es sich mit Sachliteratur, die behalte ich dann.
In Großen Buseck gibt es auch eine Bücherei, aber ich muss gestehen, dass ich nur ein oder zweimal dort war und es mir zu lästig ist, an die Öffnungszeiten zu denken und vor allem die Bücher dann wieder rechtzeitig abzugeben.
Als Kind und Jugendliche war ich Dauergast in der Bücherei, aus dem einfachen Grund, weil meine Eltern nach dem Krieg finanziell dazu nicht in der Lage gewesen wären mir all die Bücher zu kaufen, die ich verschlungen habe.
Ingrid Wittich
20.299
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 13.08.2014 um 11:43 Uhr
Die meisten Menschen sammeln irgendetwas: Briefmarken, Zuckertüten, Streichholzschachteln und anderes. Warum nicht auch Bücher? Obwohl die Platzfrage dabei eine große Rolle spielt und mein Mann mir schon spaßeshalber (oder auch nicht?) einen Kaufstopp verordnen wollte. Mit dem eBook hätte ich dieses Problem natürlich nicht. Könnte sie aber auch nicht an Freunde - nur gute Freunde, die keine Eselsohren in meine "Schätzchen" machen - verleihen. Doch das eBook wird auch bei mir kommen. Da bin ich sicher.
Jutta Skroch
13.047
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 13.08.2014 um 13:12 Uhr
@Ingrid, einen Bücherstop hatte ich mir auch schon auferlegt, mit mäßigem Erfolg. Inzwischen ist es einfach so, dass schon meine Finanzen mir eine Grenze setzen. Die Vernunft aber auch, zumindest was Bastelbücher betrifft, wo ich demnächst auch mal Bestandsaufnahme machen will, ich habe über 100 Bastelbücher die Holzarbeiten betreffen, wobei ich das Hobby inzwischen gegen "0" herunter gefahren habe.
Birgit Hofmann-Scharf
10.145
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.08.2014 um 18:48 Uhr
Hin und wieder zieht es mich auf Flohmärkte, dann liegt mein Augenmerk stets auf angebotene Bücher - oft befinden sich dabei kleine Schätze !!!
( wie ich es vor einigen Tagen erst wieder erlebte und darüber sogar berichte)
Mir ist das eigentliche Buch, ich will es nicht als altmodisch bezeichnen, sehr viel lieber.
Somit finde ich Büchereien als sehr sinnvoll !
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Anne Arnheiter

von:  Anne Arnheiter

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Interessensgebiet: Grünberg
Anne Arnheiter
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