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Wallfahrtskirche in Rengersbrunn war Ziel der vierten Etappe

Die Pilger vor der "Weißkreuz Hütte" bei Rieneck
Die Pilger vor der "Weißkreuz Hütte" bei Rieneck
Grünberg | Vom Kloster Schönau nach Rengersbrunn 18 km auf dem Fränkischen Marienweg gepilgert

Zur vierten Etappe auf dem Fränkischen Marienweg starteten 20 Pilger mit Dekan Norbert Heide am Kloster Schönau.
Dekan Heide erzählte von Josef, dem Schreiner, der nach Darstellung des Evangelisten Matthäus mit Maria verlobt war und sie auf Weisung eines Engels, der ihm nachts im Traum erschienen war, zur Frau nahm, obwohl sie (nicht von ihm) schwanger war. Josef arbeitete gerne mit Holz und betrachtete dieses als guten Zuhörer, der ihm nicht widersprach. Eines Tages schnitze er einfach darauf los und es entstanden zwei Figuren, nämlich Maria und Josef.
An der Sinn entlang, dann weiter auf Forststraßen führte das Marienwegzeichen die Pilger nach Rieneck. Oberhalb des idyllischen Spessart-Städtchens gelegen, umgeben von dicken Mauern und Zinnen ist Burg Rieneck ein Bildungs- und Erholungszentrum der besonderen Art. In zentraler Lage bietet sie Interessierten ein modernes und stimmungsvolles Freizeit- und Tagungshaus .Das Herzstück der Burganlage, der Dicke Turm aus dem 12. Jahrhundert mit seiner historisch einzigartigen romanischen Mauerkapelle, bietet einen herrlichen Blick über die bewaldeten Ausläufer von Spessart und Rhön.
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Pilgern auf den Spuren der Brüder Grimm (14)Kloster Schönau (2)Ev. Kirche Rieneck (1)Ev. Kirche Rengersbrunn (1)Dekan Norbert Heide (172)
In der Pfarrkirche „Sankt Johannes der Täufer“ sangen die Pilger das „Magnificat“ und „Pilger sind wir Menschen“. Das Gotteshaus wurde zu Ehren des hl. Johannes als Patron der Kirche und der hl. Anna 1809 gebaut und 1812 eingeweiht. In einem kleinen Cafe gegenüber konnte man sich mit leckerem Kuchen stärken.
Weiter führte der Marienweg an der „Weißkreuz Hütte“, einer Schutzhütte der Wanderfreunde der Stadt Rieneck vorbei, wo sich die Pilger in ein Gästebuch eintrugen. Auf idyllischen Waldwegen, am Weißen und Roten Kreuz vorbei, gelangte man auf der Lohrer Höhe an einem Bildstock vorbei hinunter zur Wallfahrtskirche Rengersbrunn.
Das winzige Dorf liegt malerisch eingebettet in Feld- und Wiesenhänge und ist umgeben von dichten Wäldern in einem einsamen Tal des Spessarts. Das Dorfbild wird beherrscht von der für das Dörfchen eigentlich viel zu groß geratenen Wallfahrtskirche „Mariä Geburt“. Mitten im Ort übt die hiesige Gottesmutter auf Gläubige aus nah und fern eine enorme Anziehungskraft aus. Als „intimen Wallfahrtsort“ bezeichnen Kenner die romantisch, inmitten weiter Spessartwälder liegende Wallfahrtskirche, gerne.
Der Legende nach geht die Wallfahrt nach Rengersbrunn bis in das Jahr 1460 zurück, als ein Schäfer unter einem Haselnussstrauch ein Marienbildnis gefunden haben soll. Historisch belegbar ist dies natürlich nicht: Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen beginnen erst 200 Jahre später. Der heutige Kirchenbau wurde im Jahre 1777 errichtet und zeugt von der – zumindest lokalen – Bedeutung der Wallfahrt.

Die nächste Etappe führt am 2. August 2014 von Rengersbrunn nach (ca. 19 km). Anmeldungen bis spätestens 26.07. 2014 im Ev. Dekanat Grünberg, Renthof 13, 35305 Grünberg, Tel. 06401-227315 oder 0173-9807029.

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