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"Mit mir nicht!" - Polizeipräsidium Mittelhessen zu Gast beim Seniorentreff Lehnheim

Kriminaloberkommissarin Claudia Zanke vom Polizeipräsidium Mittelhessen gibt Sicherheitstipps für Senioren
Kriminaloberkommissarin Claudia Zanke vom Polizeipräsidium Mittelhessen gibt Sicherheitstipps für Senioren
Grünberg | Für rege Diskussionen sorgte der spannende Vortrag von Kriminaloberkommissarin Claudia Zanke vom Polizeipräsidium Mittelhessen, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, am vergangenen Freitag beim Seniorentreff in Lehnheim.
Zanke erhöhte die Aufmersamkeit ihrer 30 Zuhörer noch zusätzlich durch sehr anschauliche Vorführungen üblicher Tricks von Taschendieben und anderer "böser Jungs".

Mit einer Powerpoint-Präsentation zeigte Claudia Zanke zu Anfang eine Kriminalstatistik für Mittelhessen.
Dabei stellte sich heraus, dass von 50.000 gemeldeten Straftaten in 2013 für den Raum Mittelhessen 61,6% dieser Straftaten aufgeklärt werden konnten.

Dabei machten Diebstahldelikte mit 35,3% den höchsten Anteil aus.

Danach folgten prozentual absteigend:

• Vermögens- und Täuschungsdelikte (18,3%)
• sonstige Straftaten, z.B. Umwelt- und
Lebensmitteldelikte (16,9%)
• Sachbeschädigungen (10,8%)
• Körperverletzungen (8,9%)
• Rauschgiftdelikte (4,5%)
• Straftaten gegen die persönliche Freiheit (3,3%)
• Tötungs- und Sexualdelikte (1,3%)
• Raub (0,7%)

Auch für die Stadt Grünberg mit ihren 14 Stadtteilen hatte Frau Zanke die Statistikzahlen parat und nannte für 2013 die Zahl von 616 gemeldeten Straftaten mit einer Aufklärungsquote von 63,1%.

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Laut Zanke sei es ein Irrtum zu glauben, dass es sich bei den Straftätern vorrangig um Ausländer handelt.

Während des Vortrags wurden auch reale Videos von Trickdiebstählen gezeigt, die von Überwachungskameras aufgezeichnet worden sind. Ausführliche Informationen und Verhaltensvorschläge gab es unter anderem zu den Themen Enkeltrick, Taschen- und Trickdiebstahl, Skimming, Cash Trapping, Geldwechselgeschäfte, Kaffeefahrten, Haustürgeschäfte, Schockanrufe und Gewinnbenachrichtigungen.

Zanke gab noch einmal den nützlichen Hinweis, sich von Fremden, die sich beispielsweise als Behörden- oder Firmenmitarbeiter ausgeben um sich Einlaß zur Wohnung zu verschaffen, den Zutritt zu verweigern und sich deren Dienstausweis und Dienstmarke zeigen zu lassen. Zur Veranschaulichung liess die Polizeioberkommissarin ihren Dienstausweis und -Marke herumgehen.

Die Sperr-Notrufnummer 116 116 ist eine Nummer, die man im Falle eines Diebstahls der persönlichen Papiere und Bankkarten immer griffbereit am Telefon liegen und am besten im Kurzwahlspeicher oder in den Handykontakten abgespeichert haben sollte.
Claudia Zanke zeigt wie man Handtaschendiebstahl verhindern kann.
Claudia Zanke zeigt wie man Handtaschendiebstahl verhindern kann.
Mit Einführung des Sperr-Notrufs 116 116 im Juli 2005 wurde dem Hotline-Wirrwarr ein Ende gesetzt. Die Notrufnummer ist weltweit die erste zentrale und einheitliche Rufnummer zum Sperren von unterschiedlichen elektronischen Berechtigungen wie Kreditkarten, Online-Banking-Zugängen, Handykarten oder auch die elektronischen Identitätsfunktion des neuen Personalausweises. Dem Karteninhaber wird durch den Sperr-Notruf 116 116 im Fall eines Kartenverlustes sicher, schnell und unkompliziert geholfen, 24 Stunden am Tag.
Und: der Anruf bei der 116 116 ist im Inland gebührenfrei.

Nachdem die zahlreichen Fragen der Senioren beantwortet waren, verteilte die Referentin noch Broschüren zu Sicherheitstipps und zum Thema Rauchmelder.

Weitere nützliche Tipps und Informationen zu den kostenlosen Vorträgen der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Gießen findet man unter www.polizei-beratung.de

Kriminaloberkommissarin Claudia Zanke vom Polizeipräsidium Mittelhessen gibt Sicherheitstipps für Senioren
Kriminaloberkommissarin... 
Claudia Zanke zeigt wie man Handtaschendiebstahl verhindern kann.
Claudia Zanke zeigt wie... 
Sicherheitstipps für Senioren: Vortrag von Kriminaloberkommissarin Claudia Zanke
Sicherheitstipps für... 
Live Vorführung: Tricks der Taschendiebe in Restaurants oder bei Veranstaltungen
Live Vorführung: Tricks... 

Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
8.797
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.07.2014 um 07:17 Uhr
Danke fuer die nummer des sperr notruf ! Ich wusste nicht das es so etwas gibt.
Jutta Skroch
12.800
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 16.07.2014 um 13:30 Uhr
Es wäre sicher auch mal hilfreich, wenn man die Dienstausweise der einzelnen Stellen kennen würde, wissen, wie sie aussehen, so kann man den Leuten irgendein nachgemachtes Ding unter die Nase halten, wer weiß denn schon, wie sie aussehen? Letzte Woche war ein Mitarbeiter der SWG da, um Strom und Wasser abzulesen. Er war insofern erkennbar, dass er ein Messgerät dabei hatte und er begehrte auch nicht Einlass. Sein T-Shirt von der SWG ist kein Indiz für die Echtheit des Mitarbeiters, die werden auch verschenkt.
Wenn ich z. B. in der Bahn jemandem meinen Schwerbehindertenausweis unter die Nase halten würde und ihn zum Aufstehen aufforden würde, würden das die meisten machen, weil sie die genauen Kriterien nicht kennen. Ich habe nur ein "G" im Ausweis, kein "aG", d. h. kein Anrecht auf einen Sitzplatz. Ich käme nie auf die Idee, das zu tun.
Anne Arnheiter
219
Anne Arnheiter aus Grünberg schrieb am 16.07.2014 um 21:56 Uhr
Zu Ihrer Frage, Frau Skroch, gab Frau Zanke folgenden Tipp:

Sich den Ausweis immer aushändigen lassen, genau ansehen und dann die Telefonauskunft anrufen und sich mit dem angegebenen Unternehmen DIREKT verbinden lassen, damit man auf keinen Fall einen Komplizen am Telefon hat, der die falsche Identität womöglich bestätigen würde.

Laut Frau Zanke sollte man IMMER nach dem Ausweis fragen und "böse Buben" behaupten dann grundsätzlich, dass sie diesen nicht mitführen bzw. in ihrem Auto liegen gelassen hätten.
Nach einer Aufforderung den Ausweis bitte ZUERST zu holen, würden Sie die "bösen Buben" mit größter Wahrscheinlichkeit NIE WIEDER SEHEN :-)
Jutta Skroch
12.800
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 16.07.2014 um 23:18 Uhr
Danke, das glaube ich dann auch. Bisher ist mir so etwas noch nicht passiert und evtl. Handwerker, die das Dach reinigen wollen oder Ähnliches, die würde ich erstmal zum Teufel jagen, denn das ist Sache meines Vermieters. Im Normalfall weiß ich auch Bescheid, wenn Handwerker kommen.
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von:  Anne Arnheiter

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Anne Arnheiter
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