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Von rollenden Steinen und laufenden Beinen

Grünberg | Kleine und große Pilger legten vom 14.04. bis 16.04.2014 43 km auf dem Bonifatiusweg zurück

30 Kinder und Erwachsene wanderten drei Tage auf dem Bonifatiusweg - auf den Spuren des Leichenzuges, mit dem der tote Missionar nach Fulda getragen wurde.

Treffpunkt war in der Evangelischen Stadtkirche Grünberg. Hier erzählte Dekan Norbert Heide den Leidensweg Jesu – vom letzten Abendmahl, den Weg über die Via Dolorosa bis zur Kreuzigung auf dem Berg Golgatha; die Ostergeschichte – die Frauen, die Jesu salben wollten, standen vor dem leeren Grab und die Begegnung mit den Emmaus-Jüngern. Außerdem wurde ein großer Stein gestaltet mit vielen kleinen Steinen, auf welchen Sorgen, Belastungen und Ängste geschrieben wurden; etwas, was Gott wegrollen soll wie den Stein vom Grab. Licht kommt – was macht Hoffnung? In Fußspuren schrieben die Pilger all das, was ihnen neue Hoffnung bringt nach Trauer und Enttäuschung.

Die Pilger fuhren in Kleinbussen und PKWs nach Dortelweil, dem Ausgangspunkt der Pilgertour. Von hier aus führte der Weg über Karben und Büdesheim nach Heldenbergen, dem Ziel der 1. Etappe. Kurz vor Heldenbergen stand zwischen zwei Eichen ein einem irischen Hochkreuz nachempfundenes Gedenkkreuz mit der Inschrift „Bonifatiusruh“. (17 km).
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Äktschen-Tage (7)Kloster Engelthal (1)Dekan Norbert Heide (167)Bonifatiusroute (3)
Die zweite Etappe begann in der Kath. Kirche in Heldenbergen mit einer Andacht von Dekan Norbert Heide über die 14 Kreuzwegstationen. Den rot-weißen Wegweisern mit dem Pilgerstab auf Feld- und Waldwegen folgend passierte man Windecken und Eichen durch das Untertor an schönen Fachwerkhäusern vorbei. Auf romantischen Waldwegen erreichte die Gruppe das Kloster Engelthal. Dieses wurde im Jahr 1268 als Abtei der Zisterzienserinnen gegründet. Im dreißigjährigen Krieg wurde es stark zerstört. Zwischen 1666 und 1750 wurden das Kloster und die Kirche im Barockstil neu erbaut. Seit dem 1. Mai 1962 Gestalten die Benediktinerinnen der Abtei Kloster Engelthal wie vor Jahrhunderten der Benediktinermönch Bonifatius ihr gemeinsames Leben nach der Regel des Heiligen Benedikt. Als Gemeinschaft von Schwestern teilen sie ihren Glauben und ihren Alltag miteinander. In der Kirche des Klosters verabschiedete Dekan Heide mit einer Abschlussandacht die Pilger bis zum nächsten Tag. (12 km)
Vom Kloster Engelthal führte die Bonifatius-Route weiter an blühenden Rapsfeldern vorbei durch Altenstadt und Rommelhausen. Hier fand man an einem Gartenpfosten einen Stempelkasten mit dem Stempel für die Bonifatius-Route. Nach 14 km war Düdelsheim erreicht.
Jung und alt genossen das Pilgern in der Osterwoche: Ostergeschichte hören, Picknick im Freien, gemeinsames Singen, Spielplatzbesuche und einfach die Natur betrachten.
Im Gottesdienst am Ostersonntag berichteten Dekan Norbert Heide und die Pilgerinnen und Pilgern über die rollenden Steine und laufenden Beine der Pilgertour.

 
 
 
 

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