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Pilgern auf dem Fränkischen Marienweg

Marienkapelle in Würzburg
Marienkapelle in Würzburg
Grünberg | Bei gutem Wetter von Würzburg bis Retzbach 25 km zurückgelegt

Zum neuen Pilgerprojekt in 2014 starteten 20 Pilger in Grünberg in zwei Kleinbussen und einem PKW nach Würzburg, um dort den Fränkischen Marienweg zu erkunden. Seit 2002 gibt es in Unterfranken den „Fränkischen Marienweg“, einen fast 900 km langen beschilderten Wander- und Radweg, der 50 Wallfahrtsorte und somit auch viele reizvolle Landschaften verbindet.
Erste Anlaufstelle war die Marienkapelle in Würzburg, ein gotischer Kirchenbau auf dem Unteren Markt. Trotz ihrer Größe ist sie kirchenrechtlich eine Kapelle. Der Bau wurde 1377 von den Bürgern der Stadt auf den Überresten einer während der Judenverfolgung zur Zeit des Schwarzen Todes 1349 zerstörten jüdischen Synagoge begonnen und nach etwa 100 Jahren abgeschlossen. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die Kapelle schwer beschädigt und brannte vollständig aus. Der Innenraum wurde im Zuge der Wiederherstellung 1948–1961 modern gestaltet. In dieser imposanten Hallenkirche hielt Dekan Norbert Heide eine Andacht über die Verkündigung der Geburt Jesus.
Dann gelangte man zur Alten
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Mainbrücke. Sie war bis 1886 der einzige Flussübergang, wurde von 1476 bis 1703 erbaut und zeichnet sich durch Heiligenfiguren aus, die um 1730 hinzugefügt wurden. Nach ihrer Überquerung gingen die Pilger auf dem Main-Radweg vorbei an Kloster Himmelpforten und Kloster Oberzell. Das Kloster Oberzell wurde 1126 von Norbert von Xanten gegründet. Im 19. Jahrhundert entstand auf dem Areal des säkularisierten Klosters die Druckmaschinenfabrik Koenig & Bauer. Heute befindet sich hier das Mutterhaus der Oberzeller Franziskanerinnen (Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu). Nach ca. zwei Stunden war Erlabrunn, das romantisches Dorf am Main, erreicht. Von hier aus war ein steiler Anstieg zum Erlabrunner Käppele zu bewältigen. Der herrliche Blick über Erlabrunn und das Maintal entschädigte für die Anstrengungen.

Das Erlabrunner Käppele „Maria Hilf“ ist eine kleine Wallfahrtskapelle auf dem Volkenberg. Beim Bau der Kapelle stand diese auf einer freien Fläche, heute steht sie am Rand des größten Schwarzkiefernwaldes Deutschlands. Sie bietet Platz für nur wenige Personen und ist ein rechteckiger Bau mit Zwiebeltürmchen, dessen Glocke kann aber jeder läuten lassen, da der Klöppel frei zugänglich ist.

Nach einer kleinen Stärkung folgte man der Marienwegmarkierung - einem klassischen Marienmotiv in stilisierter Form – das Gotteskind auf den Armen der Mutter – in den fränkischen Farben Rot, Weiß und Blau.

Nach 23 km war die Kirche in Retzbach, eine sehr schöne barocke Kirche mit drei Altären, erreicht, die von 1736 bis 1738 gebaut wurde Der Baumeister war der Architekt der Würzburger Residenz, Balthasar Neumann.

Der Weg zehrt an meinen Kräften und ist zugleich Kraft spendend. Ich bin gefordert und beschenkt. Der Weg verändert mich. Das Ziel lockt mich. Mit mir gehen andere, einmal bin ich langsamer, einmal schneller. Wir nehmen Rücksicht aufeinander. Wir tauschen unsere Gedanken aus und entdecken Spuren Gottes. Wir wollen vorwärts kommen und gemeinsam das Ziel erreichen.

Die nächste Etappe von Retzbach nach Mariabuchen ist am 15. Februar 2014 (ca. 25 km). Anmeldungen bis spätestens 7. Februar 2014 im Ev. Dekanat Grünberg, Renthof 13, 35305 Grünberg, Tel. 06401-227315 oder 0173-9807029.

Marienkapelle in Würzburg
Marienkapelle in Würzburg 
 
Erlabrunner Käppele "Maria Hilf"
Erlabrunner Käppele... 

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von:  Irmgard Dechert

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