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“Ragtime Musik“ - Vorläufer des Jazz beim 19. Jazz Meeting in Grünberg

1. Jazz-Club Grünberg e.V.
1. Jazz-Club Grünberg e.V.
Grünberg | Der 1.Jazz-Club Grünberg präsentiert zu seinem „19. Jazz Meeting 2013“ in der Gallushalle am 23.November 2013 ab 19:30 Uhr mit der “Ragtime Society Frankfurt“
und ihrem „Ragtime“ - ein in den USA entstandener Vorläufer des Jazz.
Ragtime heißt übersetzt „zerrissene Zeit“ und genau zu einer solchen Zeit der Sklavenbefreiung und den ersten Anfängen der Bürgerrechtsbewegung beginnt die Blütezeit des Ragtime. Zwischen 1899 und 1914 war der Ragtime die populärste Musik in den Vereinigten Staaten von Amerika. Für die Amerikaner ist der Ragtime bis heute das, was in Europa die klassische Musik war. Heute wird der Ragtime fast ausschließlich als klavierbetonte Musik wahrgenommen, die eventuell noch von einem Banjo unterstützt wird, aber der eigentliche Ragtime ist wesentlich komplexer.

Angefangen hat alles in den 1890ern mit einem sonntäglichen Vergnügen und einer neuen Tanzmode. Die Besitzer der großen Plantagen in den Südstaaten der USA erlaubten ihren Sklaven, an jedem Sonntagabend einen Tanzwettbewerb zu veranstalten. Wer nach Meinung der Jury am besten tanzen konnte, der bekam einen Kuchen als Preisgeld.
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Die Musik zu diesem „Cakedance" wurde auf einem Banjo und einem Klavier gespielt. Je nach Tanz war die Musik schnell oder langsam und aus den Stücken, die dort gespielt wurden, entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Art Gesellschaftstanz, aus dem schließlich Ragtime wurde.
Missouri und St. Louis
Begonnen hat die Geschichte des Ragtime 1897 in Missouri, wo erste Kompositionen wie der „Louisiana Rag" von Theodore Northrup für Aufsehen sorgten. Richtig bekannt wurde die frühe Form des Jazz allerdings erst 1904 während der Weltausstellung in St. Louis. Damals gab es Wettbewerbe für Ragtime-Musiker, an denen sich auch ein Mann namens Scott Joplin beteiligte.
Er komponierte das wohl bekannteste Ragtime Stück „The Entertainer".
Ab dem Jahr 1906 war der Ragtime die populärste Musik in den USA überhaupt. Kein Tanzlokal und keine private Feier kamen ohne den Ragtime aus. Es gab unzählige Künstler, die von Stadt zu Stadt zogen, um dort in den Clubs und Lokalen zu spielen. Ragtime war zu dieser Zeit mehr als nur Musik, sondern beschrieb eine Art Lebensgefühl.
Mit dem Tode Scott Joplins im Jahre 1917 endete die Ragtime-Ära und wurde durch die Jazz-Ära abgelöst.
Am 23. November präsentiert die „Ragtime Society“ den Jazz, wie er vor hundert Jahren gespielt wurde. Das Melodiefragment aus "The Entertainer" zieht sich wie ein running Gag durch das Konzert, bis sie schließlich die bekannte Komposition erst als Piano-Solo und anschließend das Band-Arrangement spielen.
Ragtime Society Frankfurt
Ragtime Society Frankfurt
Die Ragtime Society spielt nicht nur in der über die Ragtime-Bands hinaus erweiterten Besetzung der Salonorchester mit Piano, Geigen, Cello, Bass, mit Klarinette, Kornett, Posaune und Schlagzeug, sie versucht auch als Chronist der Jazzgeschichte die Arrangements des weitgehend notierten Ragtime authentisch zu interpretieren.

Im zweiten Teil des Programms nach der Pause wird der – nicht nur den Grünberger Jazz-Club Besuchern - bestens bekannte Peter Glessing mit seinen ebenso engagierten und virtuosen Freunden zeigen, wie man leidenschaftlich Jazz spielt.
Peter Glessing, geb. 1960 in Frankfurt, entdeckte schon mit 12 Jahren die Faszination des Jazz für sich. Begeistert von einer Musik, die nicht zuletzt durch ihre Freiräume für Individuelle Tongebung und Improvisation besticht, erlernte er zunächst die Klarinette.

Zwei Jahre später folgte, autodidaktisch durch „Learning by Hearing“, das Tenorsaxophon. Besonders prägend war dabei das Texas-Tenor im Stil von Illinois Jacquet und Arnett Cobb, weitere Inspirationen holte er sich bei Eddie „Lockjaw“ Davis, Ben Webster, Coleman Hawkins, Benny Waters und Woody Herman. Peter Glessing entwickelte im Lauf der Jahre seine eigene, unverwechselbar energetische Spielweise.
Peter Glessing
Peter Glessing
Diese besticht durch eine virtuose, raffiniert ausgearbeitete Ansatz- und Grifftechnik kombiniert mit seiner facettenreichen Tongebung von „hauchigem“ Subtone bis zu brillierendem Diskant.
Peter Glessing befasst sich intensiv mit dem Jazz der 30er bis 60er Jahre und macht - Dank seiner Vorliebe, „Standards“ auf höchst eigenwillige Art neu zu interpretieren - Altbekanntes zum wieder neuen Hör-Erlebnis. Dabei lebt er eine extrovertierte, mitreißende Performance, bevorzugt „Head Arrangements“ (wie ab den 50er Jahren bei Jazz at the Philharmonics oder den kleineren Formationen von Count Basie oder Lionel Hampton üblich) und geht immer wieder an die Grenzen des musikalisch Machbaren.
Birgit von Lüpke gilt als Jazzsängerin der Extraklasse. Mit ihrer wandlungsreichen klangvollen Stimme und ihren sehr persönlichen Interpretationen zieht sie ihre Zuhörer in ihren Bann.
Birgit von Lüpke studierte bei Romy Camerun Jazzgesang an der Musikhochschule Hannover. Mit ihrem Mann Karsten von Lüpke verbindet sie seit Mitte der 90er Jahre eine fruchtbare musikalische Zusammenarbeit.

Birgit von Lüpke
Birgit von Lüpke
Man kann getrost die Augen schließen und sich mitnehmen lassen von einer wandlungsfähigen, warmen Stimme mit Tiefenwirkung. Die besondere Reinheit ihres Timbres und ihr drei Oktaven umfassender Stimmumfang ermöglichen facettenreiche Jazz-Improvisationen: Birgit von Lüpke säuselt wie ein sanfter Wind in hohen Lagen, klingt weich und voll in den mittleren und kann in tieferen Lagen ihren Charme im Posaunensound. Improvisatorisch, sinnlich und mit einer großen Flexibilität kokettiert Birgit von Lüpke mit ihren kongenialen Begleitern.

In der Besetzung mit Peter Glessing Tenorsaxophon/Klarinette - Michael Grün Posaune/Gesang - Joachim Lösch Trompete - Jan Meyer Kontrabass - Karsten von Lüpke Flügel - Peter Fahrenholz Drums und Birgit von Lüpke Gesang geben sie ein Tribute to the Giants: Louis Armstrong - Lionel Hampton - Norman Granz und werden die Gäste begeistern.


Der Vorstand freut sich auf Ihren Besuch und wünscht einen unterhaltsamen Abend mit der Ragtime Society Frankfurt und Peter Glessing & his Friends.

Zum Abschluß des Abends besteht anschließend an das offizielle Programm im Foyer der Gallushalle die Möglichkeit, an der Sekt- und Bier-Bar mit Freunden und anderen Gästen sich bei einem Gläschen noch über die Musik zu unterhalten und den schönen Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Programm:

ab 19:30 Einlass in die Halle
19:55 Eröffnung – Ansprache
1.Vorsitzender Jazz-Club
20:00 – 21:00 Ragtime Society Frankfurt
… mit Jazz wie vor hundert Jahren ...
Pause
21:30 – 22:30 Peter Glessing & his Allstars
Tribute to the Giants: Louis Armstrong – Lionel
Hampton – Norman Granz
22:30 Nach dem Konzert - Ausklang an der Sekt-
und Bier-Bar im Foyer der Gallushalle

Der Kartenvorverkauf hat bereits in den bekannten Vorverkaufsstellen begonnen:

in Gießen - Gießener Allgemeine, GS am Marktplatz
in Grünberg - Buchhandlung Reinhard, Marktgasse
- Sparkasse Grünberg, Gießener Straße
- Wenzel OHG, Alsfelder Straße
in Laubach - Laubacher Bücherstube, Am Markt
und natürlich auch jeden Freitag an der Theke im Jazz-Club

Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse: 20,00 €
(das Karten-Kontingent ist begrenzt !)

1. Jazz-Club Grünberg e.V.
1. Jazz-Club Grünberg... 
Ragtime Society Frankfurt
Ragtime Society Frankfurt 
Peter Glessing
Peter Glessing 
Birgit von Lüpke
Birgit von Lüpke 

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