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Bei Dauerregen auf der Wichtelhäuser-Route 15 km gepilgert

Pilgergruppe vor der Schutzhütte
Pilgergruppe vor der Schutzhütte
Grünberg | Ausgangspunkt der siebten Pilgertour auf den Spuren der Brüder Grimm war Brungershausen. 16 Pilger starteten gemeinsam mir Dekan Norbert Heide im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Lahntal. Auf dem Wollenbergweg führte der Weg in Richtung Wetter.

Am Südrand des Wollenbergs liegen die so genannten Wichtelhäuser, eine sagenumwobene Felsgruppe, die schon immer eine besondere Anziehungskraft auf die Menschen ausgeübt hat. Der Sage nach haben in grauer Vorzeit Wichtelmänner im Wollenberg gelebt, denen diese Felsgruppe zu verdanken ist. Von diesen Felsen hat man einen wunderbaren Blick in das Lahntal.

An einer Schutzhütte hielt Dekan Heide eine Andacht, die das Märchen Schneewittchen und die Geschichte von Kain und Abel beinhaltete. Märchen können grausam sein. Sie gehen nicht immer gut aus. Bei Schneewittchen versucht die Stiefmutter dreimal die Stieftochter zu töten und stirbt zum Schluss selber qualvoll. Bei Kain und Abel bekommt Kain, der seinen Bruder tötete, noch eine Chance von Gott.

Der höchste Punkt des Wollenbergs liegt etwas weiter östlich und wird Eckelskirche genannt. An dieser Stelle soll einmal
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Wichtelhäuser (1)Pilgern auf den Spuren der Brüder Grimm (14)längste Bank von Hessen (1)Dekanat Grünberg (12)Brungershausen (1)
eine kleine Kapelle gestanden haben, daher die Namensgebung. Etwa 300m von der Nordwand der Eckelskirche entfernt liegt der kreisförmige Ringwall Eckelskirche, ein verfallener Steinwall mit gut 100m im Durchmesser. Der Sage nach soll die Martinskirche im Marburger Stadtteil Michelbach aus den Steinen der ehemaligen Eckelskirche am Wollenberg errichtet worden sein.

In der Nähe von Wichtelhäuser Steinen und Eckelskirche steht die Schenk-Eiche. Diese über 20m hohe Eiche wurde nach Johannes Schenk benannt, einem Förster oder Hegemeister, der bis 1928 für den Wald auf dem Wollenberg zuständig war.

Am Rande des Wollenberges zur Grenze nach Sterzhausen abseits im Wald liegt der Judenfriedhof. Hier sollten nicht nur die Juden der Stadt beerdigt werden, sondern auch die der näheren Umgebung. Das älteste mit Datum erhaltene Grab stammt aus dem Jahre 1866. - Ein Tobias Isenberg aus Sterzhausen verstarb am 10. Oktober 1889. Die letzte Beisetzung fand 1986 statt. Als es im Jahre 1863 zu Streitigkeiten mit der Stadt kam, weil städtische Hirten ihr Vieh auf dem Gelände weiden ließen, forderten die Wetteraner Juden eine Umzäunung der Fläche. Nachdem die Israeliten schriftlich anerkannt hatten, dass der Friedhof städtisches Eigentum ist, konnte der Zaun gesetzt werden.

Auf Wald- und Wiesenwegen gelangten die Pilger zur längsten Bank von Hessen. Diese steht in Wetter im Landkreis Marburg Biedenkopf und ist genau 32,32 Meter lang. Hoch über dem Tal findet man diese lange Bank und rings herum stehen Tische und Bänke aus Holzstämmen gefertigt. Nach 15 km war das Ziel erreicht. Bei dieser Tour mussten die Pilger erstmals die ganze Strecke bei Dauerregen zurücklegen.

Die achte Etappe auf den Spuren der Brüder Grimm führt am Samstag, 9. November 2013 auf der Christenberg-Route rund um Münchhausen (ca. 10 km). Treffpunkt ist dann um 10.30 Uhr auf dem Schlossparkplatz Grünberg. Nähere Informationen im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

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vor der längsten Bank in Hessen
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Die "Wichtelhäuser"
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von:  Irmgard Dechert

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Interessensgebiet: Grünberg
Irmgard Dechert
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