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Erlebnisreiche Tage in Nordengland und Nordwales

Whitby Castle
Whitby Castle
Grünberg | Studienreise mit Dekan Norbert Heide


Nach dem Inselhüpfen auf den Kykladen im letzten Jahr, hatte Dekan Norbert Heide eine Studienreise nach Nordengland und Nordwales organisiert. Hierzu hatten sich 45 Interessierte aus verschiedenen Dekanaten angemeldet, außerdem waren Teilnehmer aus Hamburg, Dresden und sogar aus der Schweiz mit an Bord des Reisebusses. Reiseleiterin Heide Willig-Lederbogen war aus Baden-Württemberg angereist, um Informationen über England und Wales zu vermitteln.

In Rotterdam mit dem wichtigsten Seehafen Europas erfolgte ein Rundgang durch die modern bebaute Innenstadt. Am späten Nachmittag erfolgte die Einschiffung auf die Nachtfähre nach Hull. Nach einem reichhaltigen Buffet gab es ausreichende Unterhaltungsmöglichkeiten, um die Zeit bis zur Nachtruhe zu überbrücken.

In Hull angekommen steuerte Busfahrer Jens die Reisenden souverän auf der linken Straßenseite nach York. Das York Minster ist Kathedrale und Münster in einem: Es ist die Mutterkirche der nördlichen Provinzen der Church of England mit Sitz des Erzbischofs und die größte gotische Kirche in England mit beeindruckenden
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Nordwales (1)Nordengland (1)Dekan Norbert Heide (162)
Glasfenstern aus dem 13. Jahrhundert. Nach einem Gottesdienstbesuch erfolgte ein Gang durch die gut erhaltene Altstadt, die ehemalige Handwerkergasse, auch „Shambles“ genannt. Die Straße hat ihren Ursprung im 14. Jahrhundert und war einmal die Gasse der Schlachter. 1872 übten 26 hier ihr Handwerk aus, d.h. sie schlachteten die Tiere hier auch und leiteten die Abfälle und das Blut auf die Straße. Davon ist heute nichts mehr zu sehen (und zu riechen), dafür haben die Touristen die Shambles in Beschlag genommen. Die krummen Gebäude wurden so gebaut, damit das Fleisch im Sommer im Schatten war. Ein Besuch im „Jorvik Viking Centre“ entführte die Gruppe in die spannende Epoche der Wikingerzeit.

Am dritten Tag war bei der abwechslungsreichen Yorkshire-Rundreise das Fountains Abbey, gegründet 1132, erste Station. Die beeindruckende Ruine des Ziesterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert ist in eine herrliche Parklandschaft eingebettet und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Dekan Heide hielt hier eine Andacht über Blicke nach oben und unten und Blick in den Tag. Fazit: Gott begleitet uns jeden Tag. Am Rande des North York Nationalparkes in Pickering wartete bereits eine altertümliche Dampfeisenbahn, die von Einsenbahnenthusiasten
Shambles in York
Shambles in York
instand gesetzt wurde, zu einer gemütlichen Fahrt durch diesen wunderschönen Teil Nordenglands. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Meilen pro Stunde durch die Newtondale-Schlucht war Grosmont Endstation der beschaulichen Bahnfahrt. Überreste der berühmten Abtei von Whitby konnten bei strahlendem Sonnenschein besichtigt werden.
Die Schmugglerbucht Robin Hood`s Bay ist ein kleiner Fischerort an der britischen Nordseeküste im Süden der Stadt Whitby. Der einheimische und traditionelle Name des Dorfes ist Bay Town, und es ist ungewiss, ob Robin Hood jemals in diesem Ort war. Die Ausblicke auf die malerische Landschaft mit sanften Hügeln, die Wiesen mit riesigen Schaf- und Rinderherden konnte man vom Bus aus genießen. Die Wiesen waren mit Steinmauern oder Hecken abgegrenzt. Das großflächig wachsende Heidekraut wird alle 8 bis 10 Jahre abgebrannt, damit es nicht zu hoch wird.

Nach zwei Übernachtungen in York führte der Weg Richtung Süden in die malerische Landschaft des Peak Districts, dem ersten Nationalpark Englands. Nach einem Rundgang im eleganten Chatsworth House, einem Herrenhaus, das schon als Kulisse für Romanverfilmungen diente, war Gelegenheit den großzügig angelegten Garten und Park zu erkunden. Nächster Stopp war die
Chester
Chester
fast 2000 Jahre alte Stadt Chester mit den „Rows“, aus dem Mittelalter stammende, in Stockwerkhöhe gelegene Fachwerkkolonnaden und dem bekannten Käse der Region, der bis heute einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt. Nach einem Besuch der mittelalterlichen Kathedrale und einem Rundgang auf den gut erhaltenen Stadtmauern Hotelbezug in Chester.

Levens Hall ist ein prächtiges Herrenhaus im elisabethanischen Stil im 13. Jahrhundert erbaut.
Im Garten wurden zahlreiche Bäume und Sträucher in kunstvolle Formen gebracht. Eine Bootsfahrt auf dem mit 17 km längsten See Englands, dem Lake Windermere, ein Besuch des Dove Cottages, der Heimat des Dichters William Wordsworth standen auf dem Programm. Danach hatten die Reisenden „Unterricht“ in der „Hawkshead Grammar School“, in der vor 490 Jahren ca. 100 Jungen in vier Klassen in einem Raum unterrichtet wurden. Sie kamen von weither, waren im Ort untergebracht und kamen 5 bis 6 Jahre nicht nach Hause. Der Unterricht dauerte täglich 11 Stunden mit zwei Stunden Mittagspause. In dieser freien Zeit wurden Zeichen und Buchstaben in die Tische geritzt, die auch heute noch dort stehen.

Am sechsten Tag wurde England verlassen, um Wales – das Land des roten Drachen – zu erkunden.
Conwy
Castle ist die Ruine einer mittelalterlichen, zwischen 1283 and 1287 errichteten Burg am Ufer der Mündung des Flusses Conwy. Sie ist mit etwa 90 mal 30 Metern Umfang eine der größten Burgen in Wales. Die noch voll intakte Ringmauer wird von acht nahezu identischen runden Wehrtürmen mit je zwölf Metern Durchmesser unterbrochen. In dem verschlafenen Fischer-Dörfchen Conwy steht Englands kleinstes Haus. Obwohl das Zwei-Zimmer-Haus an der walisischen Westküste nur von vier Personen gleichzeitig betreten werden kann, besuchen jährlich tausende Touristen die Mini-Immobilie. Das 1,83 Meter breite und drei Meter hohe Haus wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Ursprünglich sollte das Häuschen abgerissen werden, doch die Bewohner von Conwy protestierten und verwandelten die Immobilie mit Hilfe von Spendengeldern in eine Touristen-Attraktion.

Richtung Westen erreichte die Gruppe über eine Hängebrücke die Insel der Druiden – die walisische Insel Anglesey. Kaum ein anderer Ort in Nordwales ist so von Mythen und Legenden umrahmt wie diese Insel. Hier bekam Charles Prinz of Wales 1969 seinen Titel verliehen. Prinz William ist auf Anglesey als Pilot der Rettungshubschrauber tätig und wohnt hier mit seiner Familie auf einem Cottage. Auf Anglesey gibt
Fountains Abbey
Fountains Abbey
es den Ort mit dem längsten Ortsnamen Europas: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Aus dem Walisischen übersetzt heißt der Ortsname mit 58 Buchstaben in etwa „Marienkirche in einer Mulde weißer Haseln in der Nähe eines schnellen Wirbels und der Thysiliokirche bei der roten Höhle“.
Barclodiad-y-Gawres ist ein bedeutendes megalithisches Hügelgrab und bot einen perfekten Ort für eine Andacht über schwere Zeiten. Jeder braucht Trost. Das Trost-Brauchen gehört zum Menschen. Jesus Christus ist für uns den Weg zur Ewigkeit gegangen – seither ist der Tod nicht mehr das Ende, sondern der Anfang. Jedes Sterbezimmer wird zum Vorzimmer des Himmels, jeder Friedhof zur „Kleiderablage für die Ewigkeit“. Wer an dieser Hoffnung festhält, wird behütet heute, morgen und immer.

Der siebte Tag führte die Reisegruppe in die walisische Bergwelt, ein Paradies für Wanderer und Kletterer. Mit der Zahnradbahn „Snowdon Mountain Railway“ wurde der mit 1.085 m höchste Berg Wales – der Mount Snowdon“ erklommen. Ein atemberaubender Blick auf die steilen Berge und Seen des Snowdonia National Parks.

Liverpool als zweitgrößter Exporthafen Großbritanniens und bedeutende Hafenstadt war das Ziel am 8. Tag. Besuch der Liverpool Cathedral
Levens Hall
Levens Hall
und der Metropolitan Cathedral. Bekannt ist Liverpool durch die traditionsreichen Fußballvereine FC Everton und FC Liverpool sowie durch ihre pulsierende Musikszene, aus der in den 1960er Jahren unter anderem die Rockgruppe The Beatles hervorging. Ein absolutes „Muss“ war hier der Besuch des Beatles-Museum „The Beatles Story“ in den aufwendig sanierten Albert Docks – ein einmaliger Schatz an Erinnerungen an die Zeit der Beatles: Orte, Szenen, Fotos, Musik - alles was man sich vorstellen kann. Das Museum ist liebevoll und kreativ gestaltet und führt durch das komplette Beatles-Leben - vom Anfang bis zum Ende der Band. Nachmittags Einschiffung auf die Nachtfähre nach Zeebrugge.

Nach der Ausschiffung Fahrt nach Brügge. Hier war Gelegenheit, einen Gottesdienst zu besuchen oder die Stadt zu erkunden Ein Spaziergang durch Brügge ist wie eine Reise in längst vergangene Zeiten: Mittelalterliche Gebäude säumen den Weg, historische Kirchen und romantische Grachten prägen die Innenstadt und nicht zu vergessen Schokolade in allen Formen prägen die Welthauptstadt des braunen Goldes.

Die täglichen Andachten von Dekan Heide an den verschiedensten Orten, die zauberhaften Gärten, mächtigen Kathedralen, tausende Schafe und Rinder auf den Wiesen mit Steinmauern und Hecken hinterlassen bleibende Eindrücke von unvergesslichen Tagen in Nordengland und Nordwales. Vom Wetter verwöhnt – das gar nicht so typisch englisch war - trat die Reisegruppe die Heimreise an und ist schon auf die nächste Studienreise gespannt.

Whitby Castle
Whitby Castle 
Shambles in York
Shambles in York 
Chester
Chester 
 
Fountains Abbey
Fountains Abbey 
Levens Hall
Levens Hall 
Chatsworth House & Gardens
Chatsworth House &... 
kleinstes Haus in England
kleinstes Haus in England 

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