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Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter …

Rapunzelhaus in Amönau
Rapunzelhaus in Amönau
Grünberg | 20 Pilger um Dekan Norbert Heide auf den Spuren von Otto Ubbelohde unterwegs

Ausgangspunkt der sechsten Pilgertour auf den Spuren der Brüder Grimm war der Bahnhof Wetter. Vorbei am Diebsturm führte der Weg hoch in die Stadt zur evangelischen Stiftskirche, die seit dem 13. Jahrhundert auf dem Klosterberg steht. In der dreischiffigen Hallenkirche - im frühgotischen Stil mit Merkmalen der Romanik erbaut - steht im Chorraum das mittelalterliche Andachtsbild des Hochaltars, welches in Deutschland einzigartig ist. Es zeigt in sieben Arkadenbögen die Passionsgeschichte.

Die Andacht zum Text „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“ basierte auf dem Märchen „Rapunzel“ und handelte von Belastungen, die uns in die Tiefe ziehen können, schwere Wegstrecken müssen zurück gelegt und finstere Täler durchwandert werden. Nur der Glaube an Gott und Vertrauen kann dabei helfen. Dekan Heide hatte ein Seil mitgebracht, an dem sich alle Pilger festhalten konnten. Den Umgang mit solchen Hilfsmitteln muss man lernen, Vertrauen aufbauen. Gott trägt uns – leben muss jeder selber lernen.

Durch Wiesen und Felder
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Rapunzelhaus (3)Pilgern auf den Spuren der Brüder Grimm (14)Ev. Stiftskirche Wetter (1)Ev. Kirche Niederasphe (1)Dekan Norbert Heide (152)
führte der Weg nach Amönau, deren Einwohner mit Uznamen „Kalkhasen“ heißen. Dieser führt auf die Kalköfen zurück, die mittlerweile abgerissen wurden. Das Rapunzelhäuschen, das Hedwig von Bodenhausen im Jahre 1615 errichten ließ, ist durch Otto von Ubbelohde mit seiner Illustration zu dem Märchen „Rapunzel“ der Brüder Grimm bekannt geworden. Daneben befindet sich auf einer kleinen Anhöhe eine Kirche mit einem bemerkenswerten Turm, der wahrscheinlich nach 1200 erbaut wurde. Auch hier drehten sich die Worte von Dekan Heide um Märchen. Märchen gehören zum Leben. Sie sind oftmals grausam, gehen aber meistens gut aus. Sie beinhalten Tröstliches und Mutmachendes, schöne Gefühle und machen offen für Neues.
Weiter führte der Weg nach Niederasphe. Die Kirche ist das Wahrzeichen des Dorfes und das älteste Bauwerk im Ort. Der Kirchturm wurde im 13. Jahrhundert und die ältesten Teile der Kirche im 15. Jahrhundert erbaut. Sie stellt eine architektonische Besonderheit dar mit ihrem Rippengewölbe auf Rundsäulen.

Dekan Norbert Heide ließ hier die Orgel erklingen und begleitete die Lieder „Großer Gott, wir loben dich“ und „Morgenlicht leuchtet“, bevor die Pilgergruppe zum Endpunkt der sechsten Etappe nach Simtshausen aufbrach. Insgesamt wurden 14 km auf der Rapunzel-Route zurückgelegt.

Die siebte Etappe auf den Spuren der Brüder Grimm führt am Samstag, 5. Oktober 2013 auf der Wichtelhäuser Route von Brungershausen nach Wetter (ca. 11 km). Treffpunkt ist wie immer um 8.00 Uhr auf dem Schloßparkplatz Grünberg. Nähere Informationen im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

Rapunzelhaus in Amönau
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Ev. Stiftskirche in Wetter
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Ev. Kirche Niederasphe
Ev. Kirche Niederasphe 

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