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Mundartkonzert mit Querbeet in Lehnheim: „Aich hatt’ mol en Kerle …“

von Redaktion GZam 18.02.2009788 mal gelesen1 Kommentar
Grünberg | „Ean schiene Owend ean platt met allem, was uus Frauen (owwer die Männer) so bewegt: natürlich die Mannsleut, die Weibsleut, die Keann, die Figur, wej kriet mer alles inner aan Hout?, uus Dorf: kurz gesaat: des Leawe ‚querbeet’“ – so lädt der Gesangverein Liederkranz im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125jährigen Bestehen zu einem im wahrsten Sinne des Wortes Herz-erfrischenden Konzert ‚off platt’ ein.

Zum ersten Mal in Lehnheim zu Gast ist die Gruppe „Querbeet“. Zwölf Frauen, zwölf Stimmen, zwölf Gitarren, heitere und besinnliche Texte in oberhessischer Mundart zu bekannten und teilweise eigenen Melodien, dazu eine ausgesprochen witzige und schlagfertige Moderation: das ist in Kurzbeschreibung die Mundartgruppe Querbeet. Mancher bezeichnet sie auch als ‚Fäägmeel-weiblich’. Es ist der Wechsel zwischen Klamauk und Tiefgang, manchmal wie im Kabarett, aber immer wie im richtigen Leben, den die Weibsleut’ aus der Evangelischen Kirchengemeinde Hungen-Villingen so beliebt macht. In Oberhessen ist die Gruppe ein Publikumsmagnet; in den vergangenen Jahren gab es kein Konzert, das nicht ausverkauft war.
Immer wieder wird die Gruppe nach Tonträgern gefragt, erfolglos: „Uus gebt’s nur live!“.

Am Samstag, dem 28. März sind nun die Frauen im Dorfgemeinschaftshaus Lehnheim. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten gibt es zu 8 Euro im Vorverkauf bei Getränkequelle Greb (Lehnheim) oder beim Vorstand des Gesangvereins, Rosel Klaper (Tel. 06401/1034) und Wolfgang Hofmann (Tel. 06401/8509). An der Abendkasse müssen 9 Euro bezahlt werden.
Außerdem erhalten die Frauen keine Gage, sie treten immer nur für einen guten Zweck auf. Dieses Mal geht der Erlös an die Grünberger Tafel. Auch aus diesem Grund wünschen sich die Veranstalter viele Gäste. Aber immer gilt: „Wer nit kimmt, es selwer schold!“ und: „Mannsleut derfe aach komme!“.

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Kommentare zum Beitrag

Simone Linne
5.041
Simone Linne aus Gießen schrieb am 18.02.2009 um 12:59 Uhr
Es ist einfach schön, wenn sich Menschen mit Mundart beschäftigen. Die deutsche Sprache hat so viele Facetten und gerade das, was man hier "Platt" nennt, ist so reich an Bildern und häufig so wunderbar direkt, dass es einfach nur Spaß macht, zuzuhören.
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