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Otto-Ubbelohde Haus in Goßfelden besucht

Grabstätte von Otto Ubbelohde
Grabstätte von Otto Ubbelohde
Grünberg | Zur zweiten Etappe auf den Spuren der Brüder Grimm trafen sich 27 Pilger in Wehrda. Sie begaben sich auf verschneite Waldwege, die nicht wirklich gut ausgeschildert waren. So gelangte man sozusagen auf den „Spuren von Hänsel und Gretel“ auf Umwegen nach Goßfelden zur evangelisch lutherischen Kirche, die 1749 von Giovanni Ghezzy auf einem etwas erhöht über dem Dorf liegenden Bergsporn erbaut wurde. Sie steht auf den Grundmauern von St. Peter, einer gotischen Kirche, die wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Lediglich der Altar sowie eine kleine Gebetsglocke konnten für die neue Kirche erhalten werden. Zweimal wurden ihre beiden anderen Glocken sowie die Orgelpfeifen für kriegswichtige Dinge eingeschmolzen und immer wieder ersetzt. Pfarrer Wilhelm Hammann informierte über die Kirche und den Maler Franz Frank, der in seine Bilder Gesichter von Menschen aus Goßfelden einbaute, um diese in das Heute zu transportieren. Verlässt man das licht durchflutete und in seiner hellen Schlichtheit glänzende Gotteshaus, gelangt man auf den weitläufigen Kirchhof, wo sich Otto Ubbelohdes letzte Ruhestätte unter einer alten Pappel befindet.

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Goßfelden war der Lebensmittelpunkt der Malers Otto Ubbelohde (1867-1922), der durch zahlreiche Gemälde und Radierungen sowie Illustrationen von Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm bekannt wurde. Auf dem Kirchplatz sind viele seiner Zeichnungen entstanden – von hier hat man einen einzigartigen Blick über das Lahntal.
Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Künstlers in den Lahnwiesen bei Lahntal-Goßfelden ist heute ein Museum. Im alten Ateliergebäude ist seit November 1999 wieder ein Hauch der ursprünglichen Atmosphäre zu spüren: Mitten im Raum steht Ubbelohdes Staffelei. Unweit davon entfernt der alte Schreibtisch des Künstlers, an dem die vielen Zeichnungen entstanden sind. Ein kleiner Raum ist den Illustrationen gewidmet. Ein Teil der Landschaftsmalereien, Stillleben und Portraits füllt die Wände des Ateliers. Mit Blick nach oben fällt ein Schmuckband auf, das sich an der Decke entlang zieht - ein Fries mit unzähligen Raben. Ludwig Rinn von der Otto Ubbelohde-Stiftung gab mit seinem fundierten Wissen Informationen über Otto-Ubbelohde und sein Wirken. Heute wohnt Brigitte Ubbelohde-Doering, eine Großnichte des Malers in dem alten Wohn- und Atelierhaus.
Weiter führte der Weg zur Ev. Kirche in Sarnau. Hier hielt Dekan Heide eine Andacht zu dem Märchen „Sterntaler“, einem Mädchen, das alles, was sie besaß an andere Menschen verschenkte und dafür reich belohnt wurde.

Die nächste Etappe führt am 9. März auf der Koppe-Route von Erdhausen zum Koppe-Turm über Weidenhausen nach Erdhausen zurück. Treffpunkt ist wie immer um 8 Uhr auf dem Schloßparkplatz in Grünberg oder um 9 Uhr in Erdhausen an der Bushaltestelle Herborner Straße.

Grabstätte von Otto Ubbelohde
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Schreibtisch im Otto-Ubbelohde Haus
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Bei der Andacht vor der Ev. Kirche Sarnau
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