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Bender Baskets Spielerin Juliane Elsner kämpft sich nach zweimaligem Kreuzbandriss zurück an die Spitze

Die 17-jährige Internatsspielerin Jule Elsner (Bender Baskets) kämpft sich nach zweimaligem Kreuzbandriss zurück an die Spitze. Foto: Melanie Zabel
Die 17-jährige Internatsspielerin Jule Elsner (Bender Baskets) kämpft sich nach zweimaligem Kreuzbandriss zurück an die Spitze. Foto: Melanie Zabel
Grünberg | Jule Elsner hat – wie einige ihrer Teamkolleginnen auch – vor vielen Monaten eine Entscheidung getroffen, vor der man in Anbetracht des Alters Respekt haben muss: Sich nicht nur voll und ganz dem Basketball zu verschreiben, sondern auch von zu Hause auszuziehen, um den sportlichen Ambitionen am Basketball-Internat in Grünberg nachzugehen. Wenn man dann auch noch wie die damals 16-jährige durch einen zweimaligen Kreuzbandriss aus der Bahn geworfen wird, erscheint der Wille, trotzdem weiterhin am Sport festzuhalten, unglaublich. In einem Interview mit Baskets-Pressesprecherin Viktoria Ribel hat man die Gelegenheit die 1,80m große Flügelspielerin besser kennenzulernen:

Jule, wie kam es überhaupt, dass du dich für den Weggang aus der Göttinger in die Grünberger Basketball-Familie entschieden hast?
„Das hatte sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Ich war in Göttingen einfach nicht zufrieden. Unter anderem auch deshalb, weil es dort für uns jungen Spielerinnen sehr schwer war, Training und Schule zu koordinieren. Das hat mir das Leben schon schwer gemacht. Über meinen damaligen niedersachsener Landestrainer und über die Bundestrainerin Alexandra Maerz, die mir dann dazu geraten hat, mich mal über Internatsstrukturen zu informieren, ist die Idee eines Wechsels erst gereift. Die Verantwortlichen vom BTI Grünberg haben meine Eltern und mich letztendlich mit ihrem Konzept überzeugt.“

Nun hattest du dich damals für Grünberg entschieden und dich erst im Nachhinein verletzt. Hattest du dann überlegt, vielleicht doch nicht nach Grünberg zu gehen?
„Kurz nach dem Kreuzbandriss gingen meine Gedanken schon in die Richtung, dass aus der Sache mit Grünberg nichts mehr wird. Als dann Alex Maerz mich bestärkt und mir gesagt hat, dass Grünberg trotzdem an mir festhält, war für mich klar, dass das der richtige Verein und das richtige Konzept für mich ist.“

Die Reha hast du hier gemacht und bist im August 2011 dann an die Theo-Koch-Schule gegangen. Im zweiten Team-Training nach der Reha kam dann der Worst Case und du hast dir das Kreuzband ein zweites Mal gerissen. Mittlerweile hast du auch die zweite Reha hinter dir. Wie ist es wieder nach einer so langen Pause auf dem Spielfeld zu stehen?
„Zuerst muss man sagen, dass ich überglücklich bin, überhaupt wieder spielen zu können. Mental muss ich allerdings noch viel aufholen. Nach der zweiten Verletzung habe ich komplett das Vertrauen in mein Knie verloren. Das ist zurzeit mein größtes Problem. Diese Momente, in denen das Knie einer brenzligen Situation ausgesetzt ist und in denen sich das Vertrauen wieder langsam aufbaut, waren bisher noch nicht so oft gegeben. Sodass es noch eine gewisse Zeit dauern dürfte, bis ich mental wieder bei 100 Prozent bin.“

Jule, du bist fester Bestandteil der Zweiten Bundesliga-Mannschaft der Bender Baskets, hast aber hier in Grünberg die Möglichkeit, für den Anfang zusätzlich im Regionalliga-Team Spielpraxis zu bekommen. Dort hast du bereits einen guten Einstand gegeben. Was würdest du als deine Stärke bezeichnen?
„Mein Wurf ist eine gute Waffe. Bei meiner Körpergröße ist ein sicherer Schuss von Außen sehr von Vorteil. Ich würde mich aber nicht nur als Shooter bezeichnen. Der Wurf gibt mir auch vor allem die Möglichkeit, zu ziehen. Wobei ich den Weg durch die Zone aufgrund der Verletzung größtenteils noch meide.“

Jule, kannst du uns abschließend noch sagen, wie du auf deine Zeit hier in Grünberg zurückblickst, aber auch nach vorne?
„Ich versuche bestmöglich mein altes Niveau wieder zu erreichen. In der letzten Zeit habe ich unheimlich viel gelernt. Vor allem, wie viel mir der Sport bedeutet. Das Vertrauen, dass mir in Grünberg entgegengebracht wurde und wie man sich um mich gekümmert hat, hat meine Entscheidung bestärkt, von zuhause weg zu gehen. Für mich stand nach den Verletzungen nie zur Diskussion, aufzuhören.“

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