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Handball: SWG CUP

Andre Biedenkapp
Andre Biedenkapp
Grünberg | Zwei Überraschungen in Grünberg

SWG-Handball-Cup, Endrunde, Männer:

Oberligist HSG Wettenberg besiegt Drittligist HSG Pohlheim im Finale / Gastgeber setzen sich klar gegen den TSV Lang-Göns im kleinen Finale durch / SWG-Verantwortliche lobten rundum gelungene Veranstaltung!

Die Vergabe der Endrunde im SWG-Handball-Bezirkspokal bei den Männern nach Grünberg hat sich für den Sponsor Stadtwerke Gießen gelohnt. Jedenfalls zeigten sich die Repräsentanten der SWG in Grünberg vor Ort begeistert von der rundum gelungenen Veranstaltung, wobei auch den Verantwortlichen des Ausrichters HSG Grünberg/Mücke ein Lob gebührt und sicherlich die Besucherzahlen für die beiden Finalspiele ein Übriges dazu beitrugen. Den mächtigen SWG-Pokal, T-Shirts und die 300 Euro-Siegprämie (werden überwiesen) bei den Männern nahm Wettenbergs Mannschaftskapitän Simon Wingefeld aus den Händen von SWG-Repräsentantin Stefanie Ortlik im Beisein von Spielwartin Verena Tinz entgegen. Oberligist Wettenberg hatte im Finale überraschend den Drittligisten HSG Pohlheim mit 23:19 (10:11) besiegt. Dritter wurde ebenfalls zumindest etwas überraschend der gastgebende Bezirksoberligist HSG Grünberg/Mücke, der den klassenhöheren Landesligisten TSV Lang-Göns am Ende deutlich mit 33:22 (12:10) distanzierte. Pokale und Geldpreise gab es für die drei bestplatzierten Teams.
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Endspiel: HSG Pohlheim - HSG Wettenberg 19:23 (11:10)
Faustdicke Überraschung im Finale des SWG-Bezirkspokals! Nicht der favorisierte Drittligist aus Pohlheim setzte sich durch, sondern der klassentiefere Oberligist HSG Wettenberg war am Ende der Sieger und spielt auf Hessenebene einen Teilnehmer für den DHB-Pokal aus. Das Spiel begann durchaus kurios, denn Pohlheim führte programmgemäß nach einer Viertelstunde mit sage und schreibe 5:0 (15.), wobei Torhüter Christoph Steen schier unüberwindlich schien. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon zwei Zeitstrafen kassiert, einen Siebenmeter vergeben und mehrere Tempogegenstöße ausgelassen“, monierte Wettenbergs Mannschaftsverantwortlicher Armin Krönlein. Sascha Puhl gelang das erste Wettenberger Tor zum 1:5 nach rund 16 Minuten. Über 5:2, 6:3 und 7:4 behauptete Pohlheim eine Drei-Tore-Führung, ehe der Oberligist auf 6:7 verkürzte und dann immer wieder den Anschluss herstellte und auch zur Pause nur mit 10:11 zurücklag.
Nach Wiederbeginn setzte sich Pohlheim auf 15:12 (38.) ab und schien auf einem guten Weg, doch der Oberligist kam nicht nur heran wie beim 15:15 durch Dragan Nenad, sondern ging auch beim 16:15 (45.) durch Abbas Kaplan in Führung. Nikolas Happel kam beim 16:16 (48.) zum Gleichstand für Pohlheim. Wieder setzte sich Wettenberg auf 20:16 (54.) ab, wobei Lukas Becker die 20:16-Führung und Dragan Nenad in Unterzahl den 19:16-Vorsprung hergestellt hatten. Innerhalb von 16 Minuten hatte damit Oberligist HSG Wettenberg, der im Gegensatz zum Halbfinale wieder eine volle Bank an Spielern zur Verfügung hatte, eine 8:1-Führung herausgespielt! Wettenbergs bärenstarke Abwehrleistung war sicherlich der Grund für die Pohlheimer Niederlage. „Wir haben im Mittelblock in der Abwehr das Spiel gewonnen“, erläuterte Armin Krönlein, der Simon Wingefeld und Niclas Puhl eine überragende Partie im Deckungszentrum bescheinigte. Ebenso „überragend“ spielte der junge Lukas Becker, zumindest in der zweiten Halbzeit, denn ihm gelangen vier seiner fünf Tore nach dem Wechsel. Beim 19:22 hatte Pohlheim noch einmal verkürzt, ehe der eingewechselte Torhüter Martin Risse einen Siebenmeter abwehren konnte (57.) und damit den 20:22-Anschlusstreffer verhinderte. Stattdessen gelang Wettenberg der Treffer zum 23:19-Sieg.
Äußerst zufrieden zeigte sich Wettenbergs Trainer Matthias Wendlandt, dessen Team auch im Tempogegenstoß-Verhalten stärker als Pohlheim war. Der Drittligist hatte teilweise neben sich gestanden und einfach nicht die Form gefunden, um hier zu bestehen. Pohlheims Trainer Thomas Wallendorf war offenbar bedient und wollte nach dem Spiel zur Ursache der Niederlage und etwaige Analyse nichts sagen!
HSG Pohlheim: Steen, Wüst; Erb, Fay (5), Werner, Schudt, Kraft (2), Christian Schäfer (1), Nikolas Happel (3), Wiener (6/4), Lukas Happel (1), Weber (1).
HSG Wettenberg: Worms, Risse (ab 40.Min.); Nenad (2/1), Simon Wingefeld, Niclas Puhl (3), Becker (5/1), Abbas Kaplan (2), Sascha Puhl (3), Dennis Stephan, Kaufmann (4/2), Henkel, Weise (3), Quurck, Olbert (1).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lambmann/Ritter (HSG Gedern/Nidda). / Zuschauer: 170. / Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Fay, Schudt, Lukas Happel /zwei - Nenad, Wingefeld/zwei, Weise). / Siebenmeter: 8/4 -6/3.


Spiel um Platz drei: TSV Lang-Göns - HSG Grünberg/Mücke 22:33 (10:12)
Auch im kleinen Finale zur Eröffnung der Endrunde in Grünberg gab es eine Überraschung! Die ohnehin ersatzgeschwächten Landesliga-Handballer aus Lang-Göns mussten auch noch auf Christopher Jänicke verzichten. Dagegen hatte der Bezirksoberligist eine volle Bank mit 14 Spieler zur Verfügung und damit die durchaus größeren Alternativen.
In einer zerfahrenen Anfangsphase ließen beide Seiten etliche Chancen aus, so dass sich zunächst der Spielverlauf eng gestaltete. Nach neun Minuten hieß es 4:4, ehe sich der Landesligist immer mehr über die Schiedsrichterentscheidungen aufregte, was beim Blick auf die Zeitstrafen (8:1 Zeitstrafen gegen Lang-Göns!) verständlich wird. Grünberg/Mücke bekam leichtes Oberwasser. Erst Recht als der Lang-Gönser Trainer Marius Naidin nach einer gelben Karte wegen Meckerns sich nach einer erneuten zweifelhaften Entscheidung beim Kampfgericht abmeldete (15.Min.) und sich unter die Zuschauer setzte - um sich selbst zu schützen und keine Sperre für ein Meisterschaftsspiel zu kassieren! Grünberg/Mücke setzte sich auf 9:6 (22.) durch Lukas Stein ab. Auch wenn Lang-Göns bis zum Pausenpfiff auf 10:12 verkürzte, schien es, als hätte der Landesligist keine große Lust mehr zum Handball spielen.
Nach dem Wechsel stellten die Naidin-Schützlinge offenbar das Handball gar gänzlich ein, denn die HSG machte aus dem Pausenvorsprung ein 15:10 nach 33 Minuten. Zwischen der 33. und 37.Minute zündete Grünberg/Mücke regelrecht den Turbo und machte aus einer 16:11- eine 22:11-Führung, womit eigentlich schon vor Ablauf der letzten 20 Minuten die Partie entschieden war. Lang-Göns ergab sich fast seinem Schicksal und leistete auch keine große Gegenwehr mehr. Drei Viertel der Lang-Gönser Zeitstrafen waren übrigens wegen Meckerns ausgesprochen worden!
Grünbergs Trainer Jens Dapper „war mit dem Auftreten meiner Mannschaft heute sehr zufrieden, das Tempospiel hat gepasst und Torhüter Jan Philipp Christof hat 60 Minuten stark gehalten“, lobte der Trainer des Siegers weiter. Eigentlich konnte man sich die Frage stellen, welches von beiden Teams der Landesligist ist?
TSV Lang-Göns: Schmidt, Kaiser; Kessler, Michael Bepler (1), Funk (6/1), Funke (5/2), Robin Jänicke (2), Rehorn (1), Schwalb, Belz (7).
HSG Grünberg/Mücke: Christof, Wiegand (n.e.); Walter, Sascha Siek (7/1), MacKellar (1), Nils Siek (6/1), Sayler (4), Biedenkapp (5), Riegelhof (n.e.), Stein (5), Mühlich (4), Keil (1/1), Zaremski, Theiß.
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Bley/Pötzsch (TV Großen-Linden). / Zuschauer: 150. / Zeitstrafen: 16:2 Minuten (Schmidt, Michael Bepler/zwei, Fink, Funke, Robin Jänicke, Schwalb/zwei - Walter). / Siebenmeter: 3/3 - 3/3.

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von:  Hans Jürgen Pilz

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