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Auf dem neuesten Stand- Mitglieder der IHK-Gießen-Friedberg besichtigen neue Werkshalle der Firma Bender in Grünberg

Mitglieder des Technologieausschusses der IHK Gießen-Friedberg mit Produktionsleiter Manfred Nicklas (2.von rechts) und Geschäftsführer Dr. Dirk Piehler (ganz rechts)
Mitglieder des Technologieausschusses der IHK Gießen-Friedberg mit Produktionsleiter Manfred Nicklas (2.von rechts) und Geschäftsführer Dr. Dirk Piehler (ganz rechts)
Grünberg | Dass man sozial sein und trotzdem- oder gerade deshalb- weltweit erfolgreich sein kann, davon konnten sich die Mitglieder des Technologieausschusses der IHK Gießen-Friedberg bei einer Führung durch die neue Werkshalle der Firma Bender in Grünberg am vergangenen Donnertag überzeugen.

Bei der Begrüßung schilderte Geschäftsführer Dr. Dirk Piehler die „Bendersche Definition“ des Begriffs „Familienunternehmen“. Es geht nicht nur darum, dass die Firma im Besitz einer Familie sei, sondern dass die Mitarbeiter sich wie in einer Familie aufgehoben fühlen würden. Dazu gehören bei Bender gemeinsame Aktivitäten wie Firmensport, psychologische Betreuung bei privaten wie beruflichen Problemen-und es werde auch viel gefeiert. Dass laut der letzten firmeninternen Umfrage 97 Prozent der Mitarbeiter die Firma als Arbeitgeber ohne Einschränkung weiterempfehlen würden spricht für sich.

Dass der Mensch im Mittelpunkt steht, betonte auch Produktionsleiter Manfred Nicklas, der die Gruppe durch die neue Werkshalle führte. Die Halle wird gerade noch für die baldige Inbetriebnahme vorbereitet. Weiß und gelb gestrichen wirkt die
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Halle hell und freundlich. Zur Gestaltung von Halle und Arbeitsplätzen hat man die Mitarbeiter befragt und Arbeitspsychologen hinzu gezogen. Eine Fußbodenheizung sorgt für angenehmes Raumklima. Die Decke ist nur mit einer Grundbeleuchtung ausgestattet. Jeder Mitarbeiter kann seinen Arbeitsplatz nach eigenen Ansprüchen individuell beleuchten. Statt stupide an einem Fließband zu sitzen und immer die gleichen Arbeitshandgriffe zu verrichten, fertigt in dem neuen Konzept jeder Arbeiter ein komplettes Werkstück für das er selbst verantwortlich ist. Dazu hat er eine Fertigungszelle zu Verfügung in der alle benötigten Abteilungen in einem Kreis angeordnet sind. Bei der Fertigung kann dann mal gestanden, mal gesessen werden. Für Abwechslung und Bewegung ist so gesorgt. Zudem werden die Mitarbeiter angehalten Verbesserungsvorschläge einzubringen. „Es geht um kleine Verbesserungen jeden Tag“, betonte Nicklas. Maschinen werden nur da eingesetzt, wo der Mensch zu schade ist, lautet das Motto. Ohne Maschinen geht es natürlich auch in der neuen Werkshalle nicht. Arbeitsplätze wurden nicht wegrationalisiert, sondern transformiert- aufgewertet. Die jungen Menschen, die vorher eintönig an einem Fließband saßen, warten nun als Techniker die Maschinen.
Die IHK-Mitglieder zeigten sich sehr beeindruckt von der Personalführung der Firma Bender. Auf Nachfrage erklärte Nicklas, dass das neue System von den Mitarbeitern sehr gut angenommen werde. Die Zufriedenheit sei sehr hoch. Nur wer zufrieden sei, könne gute Arbeit leisten. In Zeiten, in denen andere Firmen glauben, alles nur möglichst billig unter egal welchen Bedingungen fertigen lassen zu müssen, ist das eine bemerkenswerte Einstellung, die sich auszahlt. Die Firma Bender ist weltweit einer der Marktführer für Überwachungssysteme der elektrischen Sicherheit und hat die Garantie auf ihre Produkte freiwillig auf 5 Jahre hoch gesetzt. Das kann nur tun, wer von seinem Produkt und der Leistung seiner Mitarbeiter überzeugt ist, war man sich einig.

Mitglieder des Technologieausschusses der IHK Gießen-Friedberg mit Produktionsleiter Manfred Nicklas (2.von rechts) und Geschäftsführer Dr. Dirk Piehler (ganz rechts)
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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 26.11.2012 um 05:37 Uhr
Zehntausende solcher kleinen und mittleren Familienunternehmen wurden in den vergangenen Jahren dem Shareholdervalue und den Quartalszahlen geopfert... Profit, möglichst schnell und möglichst viel war angesagt. Es wurde gemanaged statt etwas unternommen... Manager statt Unternehmer war jahrelang der Kurs.

Schade um jedes einzelne niedergegangene Unternehmen
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