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„Ich-bin-gut“-Camp in Grünberg bietet Spaß und Orientierung

Die Teilnehmerinnen mit ihren "Spaghetti-Türmen"
Die Teilnehmerinnen mit ihren "Spaghetti-Türmen"
Grünberg | Worin bin ich gut und was will ich mit meinem Leben anfangen? Mit diesen zentralen Fragen des Lebens beschäftigten sich am vergangenen Wochenende 17 Schülerinnen aus ganz Hessen beim zweiten „Ich-bin-gut“-Camp im Rahmen der gleichnamigen Aktion der Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Sporthotel Grünberg.
Die Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren hatten sich online beworben und waren unter vielen Teilnehmern ausgelost worden. Anders als bei den neun weiteren bundesweit abgehaltenen Berufsorientierungs-Camps, waren in Grünberg die Mädchen unter sich.
Im theoretischen Teil des dreitägigen Programms galt es spielerisch die eigenen Interessen und Fähigkeiten herauszuarbeiten und diese im Bezug auf eine spätere Berufswahl und Lebensplanung zu überprüfen. Zur „Halbzeit“ am Samstagnachmittag war die Stimmung locker und ausgelassen. Auf den Flipp-Charts las man Fragen und Antworten zur Entscheidungsfindung und dem Umgang mit Misserfolgen. Auf den Tischen verteilt lag noch das Bastelmaterial der vorangegangenen Übung. Beim „Spaghetti-Turm“-bauen ging es etwa darum, möglichst schnell standfeste Türme aus Nudeln und Klebeband zu fertigen. Bei der gemeinsamen Planung und Ausführung der filigranen Bauwerke im Team musste unter Zeitdruck auch die nötige Ruhe bewahrt werden.
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Neben der beruflichen Orientierung stand beim einzigen vom DFB unterstützten Camp natürlich auch Fußball auf dem Programm. Als prominente Gäste konnten die ehemalige Europameisterin und Trainerin Sandra Minnert und Marith Prießen, die derzeit als Profifußballerin bei Bayer Leverkusen kickt, gewonnen werden. Sie bereicherten das Orientierungswochenende mit ihren beiden unterschiedlichen Erfahrungen. Während Minnert aus ihrem erfolgreichen, aber auch schwierigen Profifußballerleben, bei dem sie im Gegensatz zu den gut bezahlten männlichen Kollegen auch noch „nebenbei“ Vollzeit einen Beruf ausüben musste, berichten konnte, steht Prießen noch am Anfang ihrer Karriere. Die 21-jährige kennt die Gedanken und Ängste der Mädchen gut, da sie selbst erst vor Kurzem ihre beruflichen Weichen stellen musste. Neben dem Profifußball macht sie derzeit auch eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Beiden Sportlerinnen gemeinsam ist die Erkenntnis, die sie an die Mädchen weitergeben konnten: Du kannst es schaffen, wenn Du willst! Aber man muss für seine Träume auch etwas tun. „Da reicht es nicht einmal bei einer Casting-Show vorzusingen“, so Minnert.
Die 16-jährige Camp-Teilnehmerin Clara Bingel aus Hungen zieht es nicht auf die Bühne, sie möchte nach ihrem Schulabschluss zur Bundeswehr. Obwohl sie diesen Berufswunsch schon vor dem Camp hatte, nimmt sie einiges an Selbsterkenntnis und positiver Erfahrung mit nach Hause. Auch die gleichaltrige Annalena Vogler aus Göbelnrod sah das Camp als Chance noch einmal nachzudenken, „was ich mit meinem Leben anfangen will“. Da die Mädchen sich alle vorher nicht kannten kam es zu echter Teambildung, Grüppchenbildung blieb außen vor.
Für den Samstagnachmittag hatte man, trotz plötzlichen Schneefalls, eine Trainingseinheit auf dem Platz geplant. Am Abend stand gemeinsames Grillen und eine Nachtwanderung auf dem Plan. Eine ausgiebige Auseinandersetzung mit dem Thema „Bewerbung“ rundete am Sonntag das Programm ab, bevor alle Teilnehmerinnen die Heimreise antraten.

Weitere Informationen zu der Aktion finden Sie unter www.ich-bin-gut.de

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