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Vom Totenköppel bei Meiches nach Kölzenhain

Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche in Helpershain
Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche in Helpershain
Grünberg | Bei herrlichem Sommerwetter 15 km auf dem Vogelsberger Vulkanring gepilgert

Zur siebten Etappe „Pilgern rund um den Vulkan“ hatten sich 29 Interessierte auf dem Totenköppel bei Meiches eingefunden, um gemeinsam mit Dekan Norbert Heide ein weiteres Teilstück auf dem Vogelsberger Vulkanring zu erkunden.
Auf dieser Etappe faszinierten vor allem Laubwälder, Wiesen und Bachtäler. Der Weg war abwechslungsreich, einmal idyllische Wildnis, dann ländlich mit Kuhwiesen und Pferdekoppeln.
Die alte Fachwerkkirche in Helpershain, die am Katharinenbach mitten im Ort stand, war sehr marode und wurde durch die jetzige Kirche, die auf dem alten Friedhof errichtet und 1908/1909 eingeweiht wurde, ersetzt. Hier hielt Dekan Heide eine kurze Andacht über Christus, den versprochenen Retter.
Beim Wandern mit seinen Jüngern am See Genezareth stellte Jesus die Frage „Für wen halten mich die Leute? Petrus erlebte Jesus nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch ganz privat. Mindestens ein Jahr lang hatte Petrus jeden Tag mit ihm verbracht und ihn beobachtet. Sie sind gemeinsam gewandert, haben mit Menschen geredet, Feste
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gefeiert, sich gestritten. Petrus erlebte hautnah mit, was wir im Neuen Testament über Jesus erfahren. Diese Aussage über Jesus ist das Ergebnis der gemeinsamen Zeit. Wäre Jesus nur ein frommer Aufschneider gewesen, der Fischer Petrus hätte den Braten gerochen und wäre wieder zurück zu seiner Familie und seinen Netzen gegangen. Jesus stellt diese Frage auch nicht am Anfang des Weges, sondern mittendrin. Er lässt Petrus und den anderen Zeit, ihn und seine Botschaft kennenzulernen. Jesus lässt jedem Menschen Zeit. Doch einmal stellt er auch uns diese Frage: Für wen hältst du mich? Was ist unsere Antwort?
Man verletzt andere Menschen und kann nicht allen Ansprüchen gerecht werden.

Der Weg führte vorbei an blühenden Wiesen zu den etwas versteckten „Dicken Steinen“, einem Naturdenkmal aus einem riesigen Basaltbrocken. Hier legten die Pilger eine kurze Rast ein bevor sie Ulrichstein, Hessens höchstgelegene Stadt erreichten. Immer wieder konnte man herrliche Ausblicke genießen. Auf Wiesenwegen kam man zu den Schleuningsteinen, einer Gruppe markanter Basaltklippen, die südlich von Ulrichstein zu finden sind.
Die Fachwerkkirche in Kölzenhain gilt als älteste in Oberhessen. Sie wurde schon im Jahre 1592 zum ersten Mal und 1858 zum
zweiten Mal erweitert. Die letzte Sanierung wurde im Jahr 2009 durchgeführt. Sie wurde auf einem Feldsteinsockel errichtet. Fachwerkkirchen sind eine Vogelsberger Besonderheit. Protestanten begannen im 17. Jahrhundert mit diesem sparsamen Kirchenbau. Die Kirche in Kölzenhain zeigt einen typischen, als Haubendachreiter aufgesetzten Kirchturm. Typisch ist auch der schlichte Innenraum.
Zum Abschluss hörten die Pilger noch die Geschichte von Pfläumchens Abenteuer, einem fetten Jack Russell Terrier, der alles fraß, was er erwischen konnte bis er bei der Verfolgung eines Kaninchens in einem Loch fest steckte und so unfreiwillig eine Diät machen musste.
Die nächste und letzte Etappe auf dem Vogelsberger Vulkanring führt am 13. Oktober von Kölzenhain nach Laubach, dem Ausgangspunkt der 1. Etappe. Treffpunkt ist um 8 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg oder um 8.30 Uhr an der Ev. Kirche in Kölzenhain.

Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche in Helpershain
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Ev. Kirche in Kölzenhain
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Dicke Steine bei Ulrichstein
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