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Von Steinberg nach Volkartshain 16 km auf dem Vulkanring unterwegs

Die Pilgergruppe bei einer Rast
Die Pilgergruppe bei einer Rast
Grünberg | Zur dritten Etappe „Rund um den Vulkan“ trafen sich 35 Personen in Steinberg, um gemeinsam mit Dekan Norbert Heide wieder ein Teilstück auf dem Vulkanring zu erkunden.

Auf gut ausgeschilderten Wegen erreichte die Gruppe den idyllisch gelegenen Gederner See, der 1713 vom Fürstenhaus Stollberg-Gedern angelegt wurde. Sein flacher Uferbereich macht ihn zu einem idealen Badesee. Weiter führte die Route zur Evangelischen Kirche, die schon im Jahre 797 als Marienkirche und Vorgängerin des jetzigen Gotteshauses in Gedern stand. Sie war die älteste und wohl auch einzige Kirche in dieser Gegend und diente auch für die benachbarten Ortschaften als Pfarrkirche. Um das Jahr 1300 muss die alte Marienkirche durch einen Neubau ersetzt worden sein. Der Bau dieser Kirche fiel in die Zeit der Gotik, darum erhielt der Turm eine gerade achteckige Spitze mit einem Kreuz als Abschluss. Der unsicheren Zeiten wegen wurde der Turm aus starken Bruchsteinen erbaut und als Wehrturm mit Schießscharten versehen. Dieser Turm ist noch erhalten. Pfingsten 1841 brach während des Gottesdienstes die Decke ein, und wie durch ein Wunder wurde in der übervollen Kirche kein Besucher des Gottesdienstes ernstlich verletzt. Das Gotteshaus war in einem derart schlechten Zustand, dass keine Gottesdienste mehr darin abgehalten werden konnten. 1847 war der Innenausbau der Kirche beendet.

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Die Andacht von Dekan Heide handelte vom Wochenspruch „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht“. Lätare heißt - Freuet euch - dieser Sonntag in der Mitte der Passionszeit kündet schon vorösterlich von der Freude, die dem Leiden (nach)folgt. Lätare zeigt den Weg zum Ziel: vom Korn zum Brot, vom Tod zum Leben. Die Freude wird das letzte Wort behalten, gerade da, wo wir es am wenigsten erwarten. Lätare wird auch „Klein Ostern“ genannt.

Auf weichen Waldwegen durch den Heegwald, dann am Waldrand entlang mit schönem Blick ins Niddertal und auf die Höhen des Vogelsberges folgte die Pilgergruppe dem Zeichen des Vulkanringes. Man erreichte eine Anhöhe, auf der sich rechts des Weges eine von Moosen und Buchen bewachsene Felsformation, die Alte Burg, befindet. Bei herrlichem Frühlingswetter und mit anregenden Gesprächen erreichte man Volkartshain.

In der kleinen Dorfkirche in Volkartshain las Dekan Heide noch eine
Ev. Kirche in Volkartshain
Ev. Kirche in Volkartshain
Geschichte aus den „PaStories“ – köstliche Geschichten aus dem Alltag eines Pfarrers. Kalbsbraten war das Thema: die junge Pfarrersfrau hatte Gäste eingeladen, befolgte den Rat einer Bekannten und bestellte das Fleisch beim Metzger. Das Essen wurde geliefert – die Hausfrau war zufrieden. Als es wieder klingelte, stand ein zweiter Metzger vor der Tür und brachte ebenfalls einen Teller mit Fleisch – bestellt von der Bekannten. Nun standen zwei Kalbsgebirge auf dem Tisch, welche von den Gästen nur zu einem kleinen Teil aufgegessen wurden. Das Pfarrerehepaar musste nun eine Woche lang Kalbsbraten essen …

Zur nächsten Etappe treffen sich die Pilger am Samstag, 7. April 2012 um 8 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg oder um 8.30 Uhr an der Evangelischen Kirche in Volkartshain. Die ca. 15 km lange Strecke führt dann nach Grebenhain.

Die Pilgergruppe bei einer Rast
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Ev. Kirche in Volkartshain
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