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210.000 € verschenken …. oder Raum für Kinder schaffen?

von Bernd Grebam 16.02.20121248 mal gelesen1 Kommentar
Grünberg | 210.000 € verschenken …. oder Raum für Kinder schaffen?

Bedarfsgerecht und zukunftsorientiert im Kindergarten
„Villa Kunterbunt“ in Lehnheim


Bedarfsgerecht und zukunftsorientiert, so wünschen sich Eltern und Erzieher des Kindergartens „Villa Kunterbunt“ in Lehnheim sich seit vielen Jahren die Einrichtung, mit erweiterten Öffnungszeiten und einer betreuten Altersspanne von 0-10 Jahren,
Dies würde den berufstätigen Eltern der heutigen Zeit gerecht werden!

Umso größer war das Unverständnis über den Antrag der SPD in der letzten Haupt- und Finanzausschuss- Sitzung, den geplanten Kindergartenanbau erneut zurück zu stellen. Sollte doch der Kindergarten in Lehnheim schon vor drei Jahren der Erste in der Gemeinde Grünberg sein, der sein Betreuungsangebot derart ausweitet, so ist er nunmehr der Letzte, der dies nicht vorweisen kann. Dass Gezerre um die Kindergartenerweiterung hat sich mittlerweile leider zum Politikum entwickelt, das auf dem Rücken der Eltern und Kinder ausgetragen wird.

Dabei entspricht der Zustand der Einrichtung (1974 gegründet) schon jetzt nicht den Mindeststandards für Kindergärten
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/ Kindertagesstätten. Es fehlt an allen Ecken und Enden, z.B. Möglichkeiten für ein kontinuierliches Bewegungsangebot innerhalb der Einrichtung, Stuhllager und Stauraum fehlen, Personal- bzw. Beratungsraum für wichtige Rundtischgespräche mit Eltern, Therapeuten, Frühförderstelle Jugendamt und Teamsitzungen ist nicht vorhanden.
Der einzige zusätzliche Differenzierungsraum (ca. 20 m²groß) ist stark frequentiert durch verschiedene Projekt- und Kleingruppenarbeit, Kurse, wie musikalische Früherziehung, Integrationsarbeit und Bücherei. Missbraucht wird er aus Platzgründen zusätzlich als
Beratungs- und Abstellraum. Unbefriedigend für eine gute Konzeptarbeit!

Für eine U3 Betreuung fehlen entsprechende Einrichtungen, wie Wickelraum, Schlafraum, Kleinkinder-Toiletten und Duschmöglichkeit (Siehe Richtlinien des Landesjugendamtes) obwohl bereits jetzt die 4. Sondergenehmigung für U 3 beantragt und bewilligt wurde. Weitere Anfragen/ Anmeldungen für U3 Betreuung liegen vor.
Ebenso Interesse besteht an einer Schülerbetreuung mit Mittagessen-Angebot.
Auch die Schulleitung der Grundschule Sonnenberg in Stangenrod ist interessiert an einer engen Kooperation diesbezüglich und sieht die Schülerbetreuung als feste Planungsgröße.

Doch das Betreuungsangebot kann nicht erweitert werden, auch hinsichtlich Öffnungszeiten, da nach bestehenden Richtlinien nach einer Betreuungszeit über sechs Stunden hinaus Mittagessen gereicht werden muss. Aber auch hierfür fehlen entsprechende räumliche Voraussetzungen.
So beißt sich die Katze in den Schwanz! Mit dem Resultat, dass berufstätige Eltern zunehmend in andere Einrichtungen ausweichen müssen (auch über die Stadtgrenzen hinaus).
Doch dort erschöpft sich bereits die Kapazität.

Bei der Diskussion um die Kindergartenerweiterung wird sich immer wieder an Belegungszahlen und Auslastung festgehalten. Dabei muss man sich von der Zahl 50 (derzeitige maximale Platzauslastung) verabschieden, da Krippengruppen, Altersübergreifende Gruppen oder Gruppen mit Integration ohnehin keine Auslastung von 25 Kindern pro Gruppe vorsehen.

Schade ist es um die bereits geleistete Teamfortbildung für U3 Betreuung und das neue Konzept, das seit Jahren in der Schublade schlummert.

Und schade ist es auch um die 210.000 €, die das Land Hessen für U3- Ausbau den Kommunen zur Verfügung stellt (14.000 € pro neu gebauten Platz) und die nur noch dieses Jahr abrufbar sind!!! Kurzsichtiges Denken lässt Geld verloren gehen! Dabei ist es doch politischer Wille, den Betreuungsausbau von U3 voran zu treiben. Hierfür ist es unerlässlich, dass alle Beteiligten, also Land, Kommunen und Träger an einem Strang ziehen.

Die entstandene Kostenexplosion der letzten Berechnungen ist u.a. auch auf Jahrzehnte lang versäumte Sanierungsmaßnahmen zurück zu führen, die nun ohnehin mit einer Leistung von 260.000 € erbracht werden müssen. Und was passiert mit dem „ Rest“ der insgesamt 415.000 €, die bereits im Haushalt eingestellt waren?

Dabei wäre ein bedarfsgerechtes und zukunftsorientiertes Angebot im Kindergarten Lehnheim ein Gewinn für den Ort und die Stadt Grünberg als Lebensmittelpunkt für junge Familien und lässt das bestehende Neubaugebiet mit direkter Autobahnanbindung attraktiver werden.

Also lasst uns investieren in das Zukunftsprojekt: „Raum für Kinder“!








Der Elternbeirat Kindergarten Villa Kunterbunt Lehnheim
Michael Klaper, Tanja Spuck, Corinna Bock, Kathrin Bauernfeind

Lehnheim, der 15.02.2012

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
8.797
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.02.2012 um 09:15 Uhr
oh mann . die werden doch nicht wieder nur 30 cm anbauen wie beim letzten mal. ich kenne den kindergarten . bis auf den grossen spielplatz im aussenbereich der auch wieder durch eltern und die aktion ,,unser dorf soll schoener werden,, finanziert wurde ist da nicht viel passiert. an dem lehnheimer kindergarten spart die stadt gruenberg seit jahren !
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