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Gast werden und Kultur kostenlos genießen

Grünberg | Verein Kulturloge Gießen vor einem Jahr gegründet – Vorsitzender Heinz Bauer
zieht positive Bilanz

Am 3. Februar wird sich die Gründung des Vereins Kulturloge zum
ersten Mal jähren. Sein Initiator und Vorsitzender, der ehemalige
Universitätspräsident Heinz Bauer, zog daher jetzt vor Vertretern der Presse
eine erste Bilanz: „Gießen hat auf so etwas gewartet!“ Das Vorhaben unter dem
Motto „Kulturteilhabe für alle“, nicht genutzte Eintrittskarten für
Veranstaltungen aller Art kostenlos an Menschen zu vermitteln, die sie sich
finanziell nicht leisten können, stieß auf ein rundum positives Echo.
40 Gründungsmitlieder fanden sich Anfang Februar des vergangenen Jahres zur
Gründungsversammlung ein, und schon am 3. April konnten die ersten Freikarten –
für Vorstellungen des Stadttheaters – vergeben werden. Von diesem Zeitpunkt an
bis Ende des Jahres wuchs die Zahl der registrierten Gäste auf 500, davon 90
Kinder, und die der vermittelten Eintrittskarten auf 1000. Maßgeblich
mitbeteiligt sind dabei inzwischen 23 Kulturveranstalter und 27 soziale
Institutionen, darunter die großen, etablierten Wohlfahrtsverbände und viele
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mehr, über die sich die an Freikarten interessierten Menschen registrieren
lassen können.
Heinz Bauer umriss zunächst die erstmals von der Marburger Kulturloge
entwickelte und von Gießen übernommene Grundidee. Anders als bei den mehr als
800 Tafeln in Deutschland, die sich um das leibliche Wohl bedürftiger Menschen
kümmern, geht es den Kulturlogen um die Nahrung von „Seele und Geist“. Bauer:
„Kultur ist unverzichtbar. Die Sättigung sollte nicht allein über das Fernsehen
erfolgen. Da ist ein großes sozialpolitisches Feld zu bestellen“.
Der weitere Erfolgsweg der Gießener Kulturloge in Stichpunkten: Dietlind
Grabe-Bolz, die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen, übernahm die
Schirmherrschaft. Die Stadt stellte für die Arbeit des Vereins einen mit
Computer, Möbeln und Telefonanschluss eingerichteten Büroraum in der Villa
Leutert zur Verfügung und übernahm die Druckkosten für die ersten Werbe-Flyer,
mit denen die Gäste sowie weitere Mitglieder des Vereins Kulturloge angesprochen
werden. Die Technische Hochschule half bei der Büroeinrichtung tatkräftig mit.
Die Volksbank Mittelhessen und die Sparkasse Gießen gewährten finanzielle
Unterstützung, Meike Döring von den „Marketingprofiler“ aktualisierte die Flyer
und Guy Simonov von den „Netzlaboranten“ stellte das von Marburg zur Verfügung
gestellte elektronische Gästebetreuungsprogramm und die Kulturloge-Webseite auf
die Giessener Bedürfnisse ein (www.Kulturloge-Giessen.de
), sodass ab August rund zehn
Vereinsmitglieder – auch vom heimischen Computer aus – die Vergabe der
Gästekarten übernehmen konnten. Inzwischen ist seit November eine im Rahmen der
Aktion „Bürgerarbeit“ beschäftigte eigene Bürokraft für die Kartenvergabe
zuständig.
Rund 30 Prozent der Kulturloge-Gäste brauchen, wie sich erwiesen hat, Hilfe und
Beratung, um überhaupt mit den Veranstaltungsangeboten vertraut zu werden und
Schwellenängste zu überwinden. Daher wird der Verein in Zukunft verstärkt in die
Schulen gehen und sich um die Betreuung von Kindern, Gruppen und auch um die Begleitung
von Behinderten zu kümmern. Und dafür sind weitere tatkräftige Vereinsmitglieder
und auch Geldspenden natürlich jederzeit willkommen.

Und so werden Sie Gast der Kulturloge Gießen

Um in den Genuss von kostenlosen Kulturveranstaltungen zu kommen, lassen Sie sich bei einem der Wohlfahrtsverbände Ihre Bedürftigkeit bescheinigen. Danach werden Sie bei der Kulturloge registriert und können dabei wählen, welche Kulturbereiche Sie besonders bevorzugen.
Nach der Registrierung rufen die Mitarbeiter die Gäste an, wenn entsprechende Karten vorhanden sind. Die Gäste können dann an der Abendkasse ihre Karte unter Angabe ihres Namens problemlos abholen. Sollte es Fragen zur Registrierung geben, berät Sie Herr Dr. Bauer sehr gern unter der Telefonnummer 06406/75946.

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von:  Gabriele R. Winter

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Interessensgebiet: Grünberg
Gabriele R. Winter
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