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Schüler der Theo-Koch-Schule erstellen eigenen „Genetischen Fingerabdruck“

Grünberg | Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine Meldung in den Medien erscheint: Täter anhand des genetischen Fingerabdrucks überführt.
Meist reicht eine kleine Menge an DNA aus, um eine DNA-Analyse durchzuführen. Nachdem die Theorie im Unterricht erarbeitet wurde, fuhren die Schüler des Biologieleistungskurses 12 der Theo-Koch-Schule Grünberg mit ihrem Kurslehrer Herrn Schmutzer in das Science-Bridge-Satellitenlabor der Uni Kassel an die Herderschule in Gießen, um dort ihren eigenen genetischen Fingerabdruck herzustellen.
Die menschliche DNA ist auf 46 Chromosomen aufgeteilt und trägt den Bauplan für den gesamten Körper. Dafür sind aber weniger als 5 Prozent verantwortlich. Der weitaus größte Teil der DNA besitzt nach dem heutigen Wissensstand keine Bedeutung und wird als "junk-DNA" ("Abfall-DNA") bezeichnet. Diese Bereiche sind es jedoch, die für die Kriminalistik interessant sind, da sich diese kurzen Abschnitte mehrfach wiederholen. Die Anzahl der Wiederholungen sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und können als Banden sichtbar gemacht werden.Einen dieser Abschnitte, nämlich zwischen den Genen 1134 und 1135 auf dem Chromosom 1, galt es zu untersuchen.
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Unter fachkundiger Anleitung der Molekularbiologin Frau Dr. Rolbetzki und den Lehrkräften der Herderschule Frau Wagner und Herr Dr. Meiß wurden zunächst Mundschleimhautzellen gewonnen, die Zellen anschließend zerstört, die Eiweiße abgetrennt und die DNA ausgefällt.
Nach dem „Waschen“ wurde die DNA für die PCR-Methode vorbereitet. Neben dem Primer, der als Startpunkt für die Kopie des gewünschten DNA-Abschnittes benötigt wird, hat ein hitzebeständiges Enzym eine ganz wichtige Funktion bei den Kopievorgängen. Die Vervielfältigung der DNA erfolgte in der PCR-Maschine, die einen biochemischen Kopierer darstellt. Innerhalb von 30 Minuten wurde die DNA um das 32-fache vervielfältigt. Dies entspricht 4,2 Milliarden Kopien.
Am Ende des Verfahrens wurde die DNA eines jeden Schülers mit Hilfe der Gelelektrophorese aufgetrennt und die DNA-Banden unter UV-Licht sichtbar gemacht und ausgedruckt.
Die Schüler der Theo-Koch-Schule und ihr Kurslehrer Herr Schmutzer bedanken sich nicht nur für die sehr gute fachkundliche Betreuung im Schülerlabor, sondern auch bei MINT-EC e.V., welches die Kosten für das Verbrauchsmaterial übernommen hat.

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