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Orthopädische und ergonomische Kriterien beim Klavierspielen

Kantor Poths beim Klavierspiel
Kantor Poths beim Klavierspiel
Grünberg | Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass beim Klavierspiel – wie bei zahlreichen Tätigkeiten – die Haltung darüber entscheidet, ob man bei dieser Tätigkeit seine Gesundheit fördert oder ihr vielmehr schadet. Gerade Musizieren soll und muss Freude bereiten, nicht zuletzt, weil es nur dann gute Resultate zeitigt.
Während in der Stimmbildung und Gesangsausbildung inzwischen die Einbeziehung von Körperarbeit bis hin zur ganzheitlichen Arbeit stark verbreitet ist, scheint mir dieses beim Klavierspiel noch sehr unterentwickelt.
Zum einen soll und muss ein Klavierlehrer auf einen guten Sitz seiner Schüler achten, aufrecht, an den richtigen Stellen gestützt und gespannt – aber nicht verspannt – zum anderen darf nicht übersehen werden, dass eine ungute Haltung bzw. Rückenprobleme als solche selten rein physische Ursachen haben, da reicht schon die unbewusste Angst, nicht gut genug zu spielen, und je nach Konstitutionstyp schwitzt der eine, die andere fängt an zu zittern und ein dritter gerät in eine krumme und schiefe „Zwangshaltung“. Nun habe ich hier Extrembeispiele genannt, wenn ich meine Schüler offen und freundlich bediene und ihnen kein schlechtes Gewissen einrede, wenn sie mal nicht so viel üben konnten, erlebe ich solches weniger.
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Natürlich ist es ein Balanceakt: zum einen liegt der Dienst am Menschen, am Kunden, also in diesem Falle am Schüler, in meiner Verantwortung, aber ebenso das Erreichen gewisser Resultate. Nun, der Kunde ist König, wer nur für sich und sein Hobby musiziert wird natürlich weniger stringent gefordert als der Anwärter auf ein Pianistenstudium…
Aber all diesem voran soll und muss die optimale Voraussetzung sein, dass der Sitz – Klavierstuhl oder –bank – optimale Voraussetzungen bietet. Aufgrund der physischen Unterschiede in Körperlänger allein ist eine Höhenverstellbarkeit unumgänglich. Bei der Einstellung der Höhe gibt es neben der Körpergröße auch persönliche Vorlieben und Unterschiede. Gewisse Grundregeln sollten aber beachtet werden, vor allem, wenn man durch eine „buckelige“ Haltung die Bandscheiben massiv schädigt und sich langfristig chronische Rückenbeschwerden zuzieht. Auf der anderen Seite erlaubt eine zu tief eingestellter Sitz keinen Gewichtsanschlag, und auch beim Kraftanschlag („Hydraulischer Anschlag“) ist unnötiger Energieaufwand erforderlich, der einem guten Fluss im Spiel abträglich ist.
Die früher gebräuchlichen Drehhocker verlieren – vor allem im Spindelbereich – sehr schnell an Halt und Stabilität, die dreifüßigen entsprechen nicht den Sicherheitsbestimmungen, und wirklich gute vierfüßige Qualitätshocker sind teurer als Bänke, die den genannten Mindestanforderungen entsprechen. Aber auch hier sie vor „Schnäppchen“ in den „Billig“-Märkten (auch solchen im Internet) gewarnt; oft fällt eine solche Klavierbank schon nach wenigen Wochen auseinander, weil die Mechanik zur Höhenverstellung minderwertig ist, oder aber Verschraubungen und Verleimungen sehr schlecht sind.
Wer sein Leben lang mit Freude Klavier spielen möchte, sollte sich solcher Voraussetzungen wert sein!

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