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Viele sehenswerte Kirchen im Gießener Land erkundet

Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche Großen-Buseck
Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche Großen-Buseck
Grünberg | Dekan Norbert Heide lud zur 8. Pilgeretappe ein


Gemeinsam mit Dekan Norbert Heide starteten 30 Pilgerinnen und Pilger zur 8. Etappe „Zu Fuß unterwegs im Giessener Land“, um weitere Kirchen in der Dekanats-AG Grünberg-Hungen-Kirchberg zu erkunden.

Erste Anlaufstelle war die Evangelische Kirche in Großen-Buseck, die geschmackvoll für eine Hochzeit herausgeputzt war. Die ältesten Teile der Kirche stammen aus romanischer Zeit; der Wehrturm ist um 1200 erbaut worden. Die Malereien im Chor sind in zwei Phasen entstanden. Die beiden Frauendarstellungen sind wahrscheinlich etwas älter als die Heiligendarstellungen an den Innenwänden, die um 1475 datiert werden.

Dekan Heide hielt eine Andacht über den Wochenspruch zum 12. Sonntag nach Trinitatis „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ Soll die flackernde Kerze die gute Stube verräuchern? Weg damit! Aber das lässt Gott nicht zu. Die Botschaft heißt „Kopf hoch – gerade zu uns ist Jesus unterwegs!“
Wenn er das "geknickte Rohr" nicht zerbricht und den "glimmenden Docht" nicht auslöscht dann ist das ein Verweis auf Gottes Erbarmen.

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Pilgern im Gießener Land (4)Ev. Kirche Großen-Buseck (1)Dekan Norbert Heide (172)
Auf erhöhtem Gelände steht die Rödgener Kirche inmitten des ummauerten ehemaligen Friedhofs. Der 1810/11 errichtete Bau trat die Nachfolge der abgebrochenen kleineren Kirche an, nur der Turm blieb stehen. Die Baukosten in Höhe von 6.131 Gulden und 50 Kreuzer wurden durch die bürgerliche Gemeinde finanziert. Es ist eine reine Predigerkirche, in der Orgel, Kanzel und Altar eine Linie bilde. Hier konnte sich die Pilgergruppe noch an der Präsentation zum Kirchenjubiläum informieren. Gemeindesekretärin Ursula Seipp nutzte die Gelegenheit, die Pilgergruppe auf einem Foto für den nächsten Gemeindebrief festzuhalten, es komme nicht so oft vor, dass eine so große Pilgergruppe in der schönen Kirche einkehrt.
Mit „Wünschelrutengänger und Holzarbeiter“ aus dem Buch „Pfarrers Kinder, Müllers Vieh“ brachte Dekan Norbert Heide die Pilgergruppe immer wieder zum Lachen. So gab es im Pfarrhaus keine Klospülung, dafür aber Wasseradern unterm Bett. Das mit den Jahren schwarz gewordene Parkett musste „gespänt“ werden, eine heillose Arbeit, die aber mit Erfolg belohnt wurde.

In der Ev. Kirche in Annerod führte Dekan Heide seine Ausführungen zu dem Wochenspruch fort. Die Bibel ist voller Bilder, so vielfältig wie das Leben. - Bei der Verhandlung im Gericht geht es um Leben und Tod. Die Lampe flackert. Wenn sie ausgelöscht ist, ist das das Todesurteil für den Angeklagten, aber … sie brennt weiter – alles ist gut ausgegangen.

In Oppenrod ergatterten einige Pilgerinnen noch ein Stück frischen Backhauskuchen, der vor der Kirche verkauft wurde. Die kleine Dorfkirche wurde 1628 erstmals schriftlich erwähnt, hat aber wahrscheinlich einen Vorgängerbau im Mittelalter. Nach zahlreichen Renovierungsarbeiten im 18. Jahrhundert erfolgte in 1785 eine umfassende Veränderung.
Der Innenraum besteht aus einem rechteckigen Raum ohne Chor, einer Flachdecke mit Rokokomalereien, einer Kanzel an der Ostseite, rechts und links davon Emporen. An den Emporenbrüstungen befinden sich 16 Ölgemälde (vermutlich 18. Jahrhundert), die die Leidensgeschichte Jesu darstellen. Der Erweiterungsanbau an der Südseite entstand 1977/78.
Die Pfarrkirche von Burkhardsfelden erfuhr 1885/86 bauliche Veränderungen, als an der West- und Nordseite zweigeschossige Emporen und die Orgel eingebaut wurden. Zu dem Schmuckstück, das sie heute ist, wurde sie durch völlig neue Farben bei der Innenrenovierung in 1993/95. Die Küsterin Margarethe Klapproth bewirtete die Pilger mit leckerem Backhauskuchen, Knabbereien und erfrischenden Getränken.

Nach 16 km war der Ausgangspunkt Großen-Buseck wieder erreicht. Eine interessante Pilgertour bei idealem Wanderwetter mit vielen sehenswerten Kirchen im Gießener Land.

Die nächste Pilgeretappe führt am 29. Oktober 2011 von Großen-Buseck über Beuern, Alten-Buseck und Trohe zurück nach Großen-Buseck. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schloßparkplatz in Grünberg oder um 8.30 Uhr auf dem Parkplatz am Friedhof in Großen-Buseck.

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