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Übergangscoaching an der Theo-Koch-Schule zieht erfolgreiche Bilanz

Grünberg | Eigentlich habe er zur Bundespolizei oder dem Zoll gehen wollen, erzählt Alexander, Schüler der Theo-Koch-Schule in Grünberg. Seine Noten seien aber zu schlecht gewesen. Dass er zu seinem eigentlichen Berufswunsch eine Perspektive gefunden habe, verdanke er dem Projekt „Übergangscoaching“, das seit Oktober des vergangenen Jahres für Schüler im zehnten Pflichtschuljahr an der Schule angeboten wird. „Ohne Frau Schuster wäre ich im Eimer gewesen“, fasst der Schüler zusammen. Gemeinsam mit ihr habe er 20 Bewerbungen geschrieben und auch schon einige Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten.
Übergangscoach Simone Schuster vom Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e. V. steht den Schülern als Mentorin und zielorientierte Begleiterin bei der Berufswahl zur Seite. Wie Alexander gehe es vielen Schülern im zehnten Schuljahr, erzählt die Diplom-Psychologin. Oft stehe der Berufswunsch schon fest, aber die Noten passten nicht dazu oder den Schülern sei der Weg zum Ziel noch nicht klar. Bei anderen herrsche dagegen absolute Ratlosigkeit, wie es nach der zehnten Klasse weitergehen solle. So vielschichtig wie die
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Schüler und ihre Probleme bei der Berufswahl ist deshalb auch das Angebot im Übergangscoaching. Neben der Durchführung von Berufswahl- und Eignungstests, der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Hilfe bei der Suche nach Ausbildungsstellen und dem Auf- und Ausbau beruflicher Kompetenzen steht Frau Schuster auch der Schule unterstützend zur Seite, wie zum Beispiel beim Besuch der Berufsausbildungsmesse „Chance 2011“ in Gießen.
Die Beratungen finden zum größten Teil in Einzelgesprächen statt, wodurch der Übergangscoach viel Zeit hat, auf die Schwierigkeiten und besonderen Hintergründe der Schüler einzugehen. Dadurch und durch die Tatsache, dass sie von einem externen Bildungsträger kommt, gelingt es Frau Schuster leicht, bei den Schülern Vertrauen zu erwecken und auch bei außerschulischen Problemen den einen oder anderen Rat zu geben. Zur Berufswahl gehöre immer auch die Beschäftigung mit sich selbst. „Man muss sich fragen, wer man ist, was man kann und wer man später einmal sein möchte“, erklärt die Zweiunddreißigjährige. Bei ihr selbst sei es auch nicht ganz einfach gewesen, den passenden Weg zu finden. Vor ihrem Psychologiestudium habe sie zunächst eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und zwei Jahre in diesem Bereich gearbeitet.
Simone Schuster weist daraufhin, dass sie diesen Umweg aber nicht bedaure, sondern froh sei, über die zusätzliche Erfahrung, die sie jetzt an die Schüler weitergeben könne. Dass diese für das Angebot sehr dankbar sind, zeigen aber nicht nur die zahlreichen Einzelgespräche, sondern auch die Fragen und das Interesse der Schüler im Berufswahlunterricht, an dem Frau Schuster ebenfalls beteiligt ist.
Für eine erfolgreiche Arbeit sind aber nicht nur die zielorientierten Beratungsgespräche notwendig, sondern auch die Zusammenarbeit mit Lehrern, Eltern, dem Berufsberater der Agentur für Arbeit und dem Schulsozialarbeiter. So entstehe ein Netz von Kompetenzen, in dem jeder Beteiligte seine Fähigkeiten und Kenntnisse zum Nutzen der Schüler einbringe.
Schulleiter Herbert Stündl begrüßt das zusätzliche Angebot für die Schüler sehr und hofft auf eine Verlängerung des Projekts. Bisher ist das Angebot bis Ende des jetzigen Schuljahres gesichert.
Das Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 1983 Menschen dabei unterstützt, ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit optimal zu entfalten, damit sie erfolgreich und eigenverantwortlich am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen können. Das Aufgabenfeld umfasst berufsspezifische und berufsübergreifendende Bildungs- und Beratungsangebote, die sich an den Interessen und Fähigkeiten der Teilnehmer orientieren.

 
 

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von:  Elvira Völker

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Interessensgebiet: Grünberg
Elvira Völker
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