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Hinter den Kulissen eines Hallenbades - Girlsday 2011

Grünberg | Von fast Anfang an beim Girlsday dabei, das Hallenbad im Sporthotel des Hessischen Fußballverbandes mit ihrem Betriebsleiter und Ausbilder Michael Schad.

Sieben Mädels waren es auch wieder in diesem Jahr. Schon vor Wochen meldete die Internetplattform: „Alle Plätze belegt“ Dies zeigt nur allzu deutlich das Interesse an diesem sportlichen Beruf „Fachangestellte für Bäderbetriebe“.
Obwohl die Presse der letzten Wochen nicht dazu anregt diesen Beruf zu ergreifen. Denn Bildung und Volkssport müssen bezahlbar sein sagt man. Ergo – sparen. Sparen bei Lehrern oder öffentlichen Sportstätten wie Hallenbädern. Der Bürger möchte das doch. 70 % haben dafür gestimmt. Anstelle von schwimmen in Schule und Verein geht man in Zukunft mit seinen Kindern zu Krankenkassensubventionierten Kursen für fettleibige Kinder oder meldet sich bei RTL bei „The Biggest Loser“ an.

Zurück zu unseren „Girls“. Diese lernten den interessanten Berufs kennen. Aufsicht am Beckenrand, Aufguss in der Sauna oder bei Unterricht in Schwimmkursen, so kennt man den „Bademeister“. Deshalb auch bei dem Power Point Vortrag lautes Lachen bei einem Fotoslogan: „So wie du arbeitest, möchte ich gerne Urlaub machen“. Aber man war ja auch da um die andere Hälfte des Berufes kennen zu lernen.
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Im Wasser zu dieser Zeit verschiedene Schulklassen und ein Aquajogging- Kurs, schon der 97te Kurs in diesem Jahr und das schon im April. Herr Schad war auch schon um 6:30 Uhr im Haus und hatte Aufsicht beim Frühschwimmen. Ende eines normalen Hallenbadtages ist erst um 22:00 Uhr. In dieser Zeit gehört es zu den Aufgaben des Schwimmmeistern, den Einkauf- und Verkauf zu organisieren, Dienstpläne zu schreiben, die Stundenabrechnung der Angestellten, die zahlreichen Kurse planen, die Schulung der Auszubildenden, das Reparieren und das Reinigen der technischen Anlagen, zwischendurch E-Mails beantworten, die Webseite pflegen und und und ...
Und dabei ist man nebenbei nicht nur möglicher Lebensretter, sondern auch Elektriker, Animateur, Pädagoge, Putzfrau, Kassierer, Sekretärin und vieles mehr.

Nach so viel „Input“ ging es zur Betriebsbesichtigung und man muss schon sportlich sein, wenn man den weitläufigen Betrieb kennen lernen möchte. „Frau“ war ja auch nicht zum Spaß da und so mussten die Mädels im Technikkeller des Hallenbades den Filter rückspülen und Technik pauken. Anschließend haben die Mädeln alles, was man im Hallenbad kennen lernte auch im Freibad Grünberg umsetzen können. Hier war es heute sogar möglich im leeren Schwimmbecken umher zu laufen, denn dort ist gerade Grundreinigung angesagt.

Zurück im Sporthotel war Pasta im Sportlerbistro ganz wichtig und frisch gestärkt rollte man einige Mädels anschließend erst mal in die stabile Seitenlage, probte die Reanimation an einer Übungspuppe und brachte sogar einen Defibillator zum Einsatz.

Der Girlsday ging zu Ende mit dem Zuschauen bei einem Schwimmkurs, Spiel und Spaß im Wasser und der Frage: „Was ist im nächsten Jahr? Was machen wir, wenn unser Hallenbad wirklich geschlossen wird?“

 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.040
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.04.2011 um 19:49 Uhr
Sehr interessanter und guter Bericht!

> Denn Bildung und Volkssport müssen bezahlbar sein sagt man. Ergo – sparen. Sparen bei Lehrern oder öffentlichen Sportstätten wie Hallenbädern. Der Bürger möchte das doch. 70 % haben dafür gestimmt. Anstelle von schwimmen in Schule und Verein geht man in Zukunft mit seinen Kindern zu Krankenkassensubventionierten Kursen für fettleibige Kinder oder meldet sich bei RTL bei „The Biggest Loser“ an.

Sehr gute und absolut richtige Worte, denen ich mich, ebenso wie Ihrem letzten Satz nur anschließen kann!
Dieter Schulz
529
Dieter Schulz aus Gießen schrieb am 15.04.2011 um 20:07 Uhr
Ja Michael, ich schließe mich meinem Vorkommentator Christian an.
Sehr guter Bericht und ich warte noch auf Deine Antwort von meiner
eMail. Babsi lässt auch grüßen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Schad

von:  Michael Schad

offline
Interessensgebiet: Biebertal
Michael Schad
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