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Straßenaktion in Grünberg zu Kraftwerkunglück in Japan

Grünberg | Anlässlich des Störfalls am Kraftwerk Fukushima in Japan protestierten besorgte Menschen am 12. März in Grünberg mit Transparenten und Theaterelementen. Gegen 17 Uhr sperrten Aktivisten symbolisch Teile der Grünberger Innenstadt als kontaminierte Zonen ab. Weitere Personen schrieben mit Straßenmalkreide ihre Betroffenheit auf den Marktplatz. Eine Aktivistin setzte sich still daneben um der Opfer des Unfalls zu gedenken.
„Ich fühle mich traurig und wütend zugleich. Die betroffenen Menschen in Japan sind Opfer eines profitorientierten Systems. Und dieser Mist wird auch noch von Politikern verharmlost und verteidigt“, äußerte sich Hanna, während sie Transparente ausbreitete. Ihr Gegenüber im weißen Schutzanzug erinnert: „Die störanfälligen Schrottreaktoren von Biblis sind nur gute 100 Kilometer von hier entfernt und stellen eine akute Gefahr dar.“
Kurz nach Beginn der Aktion traf die Polizei vor Ort ein, nahm Personalien von Versammlungsteilnehmer auf und verstärkte die Präsenz. Demonstrant Jürgen fand im Nachhinein: „Die Beamten waren beleidigend und drohten mit Polizeigewahrsam. Nur durch unser besonnenes und betont friedliches Verhalten konnte eine Eskalation verhindert werden. Ich frage mich, weshalb die Polizei eine symbolische Mahnwache zu einem derart wichtigen Thema willkürlich und rechtswidrig behindert und dabei sogar Grundrechte der Demonstrierenden verletzt.“
Aktivistin Franziska fügt hinzu: „Wir müssen nicht erst auf die Politik warten. Wir alle können uns dafür einsetzen, dass die Kraftwerke nicht weiter laufen. Und wer sich nicht traut dieses Anliegen selbst auf die Straße zu tragen kann wenigstens mit dem Wechsel zu Ökostrom ein Zeichen setzen.“

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.965
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.03.2011 um 16:24 Uhr
Interessante Aktion!

> "Kurz nach Beginn der Aktion traf die Polizei vor Ort ein, nahm Personalien von Versammlungsteilnehmer auf und verstärkte die Präsenz. Demonstrant Jürgen fand im Nachhinein: „Die Beamten waren beleidigend und drohten mit Polizeigewahrsam. Nur durch unser besonnenes und betont friedliches Verhalten konnte eine Eskalation verhindert werden. Ich frage mich, weshalb die Polizei eine symbolische Mahnwache zu einem derart wichtigen Thema willkürlich und rechtswidrig behindert und dabei sogar Grundrechte der Demonstrierenden verletzt.“"

Dies zeigt wieder einmal, was die Aufgabe der Polizei ist und welche Interessen sie schützt/zu schützen hat.
Stefan Walther
4.256
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.03.2011 um 16:35 Uhr
Sehr gut, wie in vielen anderen, auch deutschen, Städten sollten die Menschen überall aktiv werden!

und die Polizei? Wir sollten keine Illusionen haben, Stuttgart, Dresden, Anti-AKw-Demos, G 8 - G 20, Wetzlar bei dem Nazi-Aufmarsch, jetzt Grünberg bei einer so harmlosen Aktion (unglaublich!), mal sehen wie die Polizei sich am 16. Juli in Gießen (NPD-Demo) verhält.
Die Frage scheint berechtigt zu sein Christian "wessen Freund und Helfer?"
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