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Die Zukunft der Chormusik

Grünberg | Die Zukunft der Chormusik
von Kantor Michael Harry Poths, seit 1980 als Chorleiter in allen Chorgattungen tätig und somit auf inzwischen über 30jährige Chorleitererfahrung zurückblickend.

Derzeitige Entwicklungen im Chorwesen
Mitteilungen in den Medien, aus Chorverbänden und Sängerkreisen häufen sich: Zahlreiche Vereine lösen sich auf oder stehen kurz davor, sich aufzulösen. Die Gründe sind verschieden – fehlen im einen Falle ausreichend aktive Mitglieder, auch und vor allem jüngerer Jahrgänge, sind es bei anderen die Finanzlage, wieder bei anderen finden sich nicht mehr genügend Freiwillige, um einen geschäftsfähigen Vorstand zu bilden.
Dabei stellen sich immer wieder Fragen, denen ich hier nachgehen möchte:
• Warum sinkt die Zahl der Aktiven kontinuierlich – was machen Chor, Chorleitung und Vorstand falsch, was müsste sich ändern bzw. geändert werden?
• Wo liegen die Ursachen für rückläufige Finanzkraft eines Vereins?
• Warum sind immer weniger Personen bereit, sich in den geschäftsführenden Vorstand wählen zu lassen – auch in Chören, die sonst gut funktionieren?
• Warum steigt der Altersdurchschnitt kontinuierlich?
• Warum zerfallen auf der einen Seite Chöre, während andere stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnen?

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Verlust oder Gewinnung von aktiven Sänger(innen)
Wir leben in einer Zeit mit einem hohen und vielseitigen Freizeitangebot implizit geradezu unbegrenzter Mobilität. Während in den Gründerjahren der Gesangvereine und anderer Chöre die dortigen Aktivitäten einen geradezu magnetischen Zug auch auf junge Menschen ausübten und oft bis in die Nacht hinein, manchmal bis in die frühen Morgenstunden, miteinander kommuniziert und gesungen wurde, ist das Freizeitbewusstsein heute sehr viel anders. König Kunde legt großen Wert darauf, nach seinen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen zu entscheiden, wie, wo, mit wem…. er seine Freizeit verbringt. Sportverein, Fitnesscenter, Besuche von Events, Konzerten…in den Metropolen….sind große Konkurrenten vor allem für die einfacheren Chöre. Hinzu kommt die immer geringer werdende Bereitschaft, sich zu binden. Im Chor – wie auch in einer Sportmannschaft – ist regelmäßige Teilnahme erforderlich, da kann man, wenn Montag Abend Probe ist, eben nicht diesen Montag einen Vortrag besuchen, am nächsten mit Freunden essen gehen und am dritten, weil einem gerade mal danach ist, in
die Chorprobe kommen. Und wer sich so verhält, ist aktiv am Niveauverlust und langfristig an der Zerstörung des Chores beteiligt, da – zumindest im Laienchor – ohne kontinuierliches Training keine auch nur annähernd befriedigenden Resultate zu erwarten sind.
Auf der anderen Seite hat jeder seinen Alltag: Beruf, Familie, möglicherweise noch weitere Hobbies, Ehrenämter…., so dass es anmaßend wäre, Menschen ihre Eigenentscheidung bezüglich ihrer Freizeitgestaltung zu verübeln oder gar zum Vorwurf zu machen. Hier müssen Chor, vor allem Chorleitung und Vorstand, exakt dieselbe Arbeit leisten wie jeder Unternehmer, der um Kunden wirbt. Wer es versteht, eine Chorarbeit zu entwickeln, die allen Beteiligten Spaß macht, sagen wir eine Art musikalischer Seelen-Wellness, wird bewirken, dass die Aktiven anderen erzählen, was sie an den Abenden erleben, da Mund-zu-Mund-Propaganda bekannterweise die stärkste Wirkung hat (positiv und negativ!), würde sich so im Laufe der Zeit das Problem des Mangels an Aktiven automatisch lösen. Der Mensch der heutigen Gesellschaft muss, wenn ich ihn für irgendetwas gewinnen will, zuerst einmal erkennen, welchen Nutzen er hat, wenn er mein Angebot annimmt, und er hat das Recht dazu. Wer von uns würde seine meist knapp bemessene Freizeit in etwas investieren, was ihm nicht 100% gut tut?

Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Kommunikation, und zwar die ganzheitliche. Die Sängerinnen und Sänger müssen sich ernst genommen und persönlich angesprochen fühlen, die Fähigkeit zur körpersprachlichen Kommunikation sollte für Stimmbildner und Dirigenten ein unbedingtes Muss sein. Auf diesem Wege lässt sich in aller Regel eine Gruppe sehr schnell zu Höchstleistungen motivieren, regelmäßiges und pünktliches Erscheinen werden zur Selbstverständlichkeit, weil man einen schönen Abend von A bis Z miterleben möchte. Die stimmbildnerische und sängerische Forderung ist das Zweite, ohne die wird die Freude bald schwinden, so wie bei jedem Menschen und in jeder zwischenmenschlichen Beziehung schlechte Stimmung entsteht, wenn die Weiterentwicklung der Stagnation weicht.
Von daher gehört zu dem Freizeitvergnügen in Gruppen, in denen es bei dem wichtigen Spaß auch um das Erbringen der gemeinsamen Leistung geht, entsprechend diszipliniertes Verhalten, zum einen in der Rücksichtnahme auf diejenigen, die gerade dran sind, indem man schweigt anstatt zu stören, zum anderen in der uneingeschränkten Akzeptanz der Fachkompetenz des Chorleiters / der Chorleiterin.
So, wie Stagnation (wenn man nur noch daran arbeitet, den erreichten Leitungsstand zu halten anstatt sich weiter zu entwickeln) der Anfang vom Ende eines jeden Chores ist, so ist es auch eine Mentalität des „Nach-innen-gerichtet-Seins“. Wer nur um sich selbst kreist, bleibt allein. Ein Gesangverein, der nur noch Ständchen für die eigenen Mitglieder, beim Liedertag seiner Großgemeinde, Backhausfest…singt; ein Kirchenchor oder eine Kantorei, der nur daran gelegen ist, zu traditionellen Anlässen wie möglichst zahlreiche Gottesdienste und das Gemeindefest und dann und wann mal ein Konzert in der eigenen Kirche zu singen, hat keine Aussicht auf Bestand. Genügend Bürger gerade der jüngeren Generation vermitteln hier in aller Deutlichkeit, dass sie „nur“ für solche Anlässe und Auftritte nicht bereit sind, sich zu engagieren und ihre Freizeit zu opfern. Da muss schon medienwirksame Arbeit nach außen erfolgen, sei es im Singen zu Wettbewerben oder eben Konzerten / Sängerfesten, wo publikumswirksames Niveau geboten wird, und man sich mit dem Chor auch profilieren sowie überregionale Kontakte knüpfen kann.

Die musikalische Auswahl muss stimmig sein. Wer jüngeren Generationen heute die „Pflege des deutschen Liedes“ schmackhaft machen zu müssen glaubt, kann gleich wieder aufhören – wiewohl die Pflege unserer Sprachkultur auch ein wichtiges Anliegen nicht nur unserer Chöre ist. Während deutsche Schlager aus den 60er und 70er Jahren durchweg noch von kultivierter Sprache und Artikulation zeugen, ist das heute stark verbreitete Näseln, Nuscheln, Trägheit des Gaumensegels bis hin zur Unfähigkeit, mit diesem umzugehen, schon alarmierend! Wer meint, mit einer Musikauswahl ohne einen gewissen Anspruch, ein gewisses Niveau, „die Katze hinter dem Ofen vorlocken“ zu können, erliegt einem tragischen Irrtum. Nur die Stilrichtungen sollen und müssen flexibel sein!
Nicht übersehen werden darf, dass fast alle Chöre mit ausreichenden Mitgliederzahlen Kinder- und Jugendchöre unterhalten und pflegen. Wer sich nicht um Nachwuchs bemüht, bekommt auch keinen. Das Ganztagsangebot der Schulen, das Labyrinth der unzähligen Angebote und Verlockungen kombiniert mit Stress sorgt ausreichend dafür, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr so ohne weiteres von sich aus, von selbst, den Weg in Chöre finden.

Tennis, Golf, Musik…..
Für beispielsweise Tennis oder Golf sind Menschen bereit, enorme Beträge aufzubringen. Warum? Weil diese Sportarten, besonders Golf, zum Statussymbol prestigeorientierter Individuen – also etablierter Kreise – gehören genau wie ein ganz gestimmter Code in Körpersprache, Vokabular, Kleidung….
Eine Kantorei mit jährlichen Oratorienaufführungen hat in Zeiten, in denen auch die Budgets der Kirchen knapper geworden sind, Fördervereine, die eben um der Sache willen finanzielle Mittel bereit stellen, inwieweit jetzt bei dem einen eher die Frömmigkeit, bei dem anderen das Prestige im musikalischen Qualitätssegment….hierfür verantwortlich ist, sei dahingestellt. Sicher ist eines: Die Mitglieder sowohl im aktiven sängerischen Bereich als auch die Fördermitglieder identifizieren sich mit Anspruch und Inhalt der Arbeit. Der „schlichtere“ Kirchenchor daneben (der deswegen musikalisch nicht schlechter seine muss) stößt hier schnell

an seine Grenzen: Für das Singen zum Gottesdienst am Sonntagmorgen – und sei das Niveau auch noch so hoch – werden sich kaum Mitglieder aus einem größeren Aktionsradius einfinden, zumindest nicht in großer Zahl. Die Bereitschaft, zusätzlich zum freiwilligen Mitwirken in den wöchentlichen Proben und den sporadischen Auftritten auch noch Verantwortung im Marketing (Mitgliederanwerbung sowie Fundraising) für den Chor zu übernehmen, wird in aller Regel kommentiert „das funktioniert hier in unserem Ort nicht“ – damit hat man aber nicht nur mal eben schnell mit einem Satz seine eigene Bequemlichkeit vor eine evtl. Strategie gestellt, sondern auch noch einen destruktiven Gedanken durch lautes Aussprechen wie eine ansteckende Krankheit auf die Gemeinschaft übertragen, denn ab sofort ist jedes Chormitglied davon überzeugt, dass man diejenigen Einwohner, die um ihrer „Profilneurose“ willen in die 13 km entfernte Kantorei fahren und den eigenen Chor ignorieren, sowieso nicht erreicht. Dabei hätte der Weg, mit konstruktiver Strategie neben dem eigenen Niveau eine positive und somit gewinnenden ganzheitliche Außenwirkung (Marketing!) zu entwickeln, evtl. genau diesen Personen den Anreiz gegeben, mit einzusteigen anstatt 13 km zu fahren – unter Umständen mit Hilfe des einen oder anderen intensiveren persönlichen Gespräches. Mit solch einer konstruktiven Mentalität entsteht auch Motivation, Möglichkeiten der Finanzierung bzw. finanziellen Unterstützung zu suchen, nach dem uralten Motto: „Wo ein Wille ist, da findet sich auch ein Weg“.
Bei weltlichen Chören ist dies sehr ähnlich zu beobachten: viele „straucheln“ bereits in dem Moment, in dem sie erfahren, was ein gut ausgebildeter professioneller Chorleiter kostet. Anstatt nach Wegen zu suchen, z.B. über Veranstaltungen – musikalischen und nicht musikalischen – ein Vereinsbudget zu erlangen, das professionelle Chorleitung ermöglicht, wird nach preisgünstigen Chorleitern gesucht, die meist (Ausnahmen gibt es überall) nur ein mäßiges Chorniveau erreichen. Nicht immer, aber oftmals, liegt es an überalterten Chören und somit überalterten Vorständen, denen der nötige „Biss“ fehlt. Oder man will „nur noch“ „um der Geselligkeit willen“, „Ständchen“, „Volkstrauertag“…singen – alles im Vereinsleben wichtig! – aber wo sollen bei einer solchen Zielsetzung jüngere Menschen herkommen, die in der Chorarbeit das suchen, was die Manager beim Tennis oder Golf finden und auch zu bezahlen bereit sind? Dann wird es auch schwierig bei der Frage nach Beitragserhöhung. In mir bekannten Gesangvereinen gibt es derzeit eine

Spanne zwischen 30 € und 70 € Jahresbeitrag pro Mitglied. Ein Chor hingegen, der sich gegründet hat, um eine ganz klare Stilrichtung (ohne unnötige Enge) auf höchstmöglichem Niveau an exponierten Orten aufzuführen, hat einen Jahresbeitrag von 200 € pro Mitglied. Hier kommt jedes Mitglied, um 1. diese Art Musik zu singen, 2. um diese Art Musik so qualifiziert als möglich zu singen und 3. damit an exponierten Orten aufzutreten und möglichst in den Medien zu erscheinen, somit zahlt ein solches Mitglied auch gern dafür einen entsprechenden Beitrag. Biete eine Gemeinschaft hingegen nur „0815“, warum sollten Mitglieder zur Zahlung hoher Beiträge bereit sein?
Natürlich kann und soll nicht jeder Gesangverein diese „extrem geschliffene“ Zielsetzung haben, doch wenn die Sänger motivierend gefordert und für Selbstwertgefühl gefördert werden (ohne Leistung kein Selbstwertgefühl – ohne Selbstwertgefühle keine Leistung!), kann ein Chor noch so etwas wie Magnetismus zeitigen.

Ehrenamt und Eigenverantwortung
Vor Jahren hörte ich mal einen Satz, den ich nie wieder vergessen habe: „Ehrenamt entbindet nicht von Eigenverantwortung“. Damals bezog sich der Satz auf Menschen, die sehr gern und häufig für sich das Individualrecht in Anspruch genommen haben, einzelnen Chorproben fern zu bleiben – und danach aber sofort für sich einforderten, die eine oder andere Stelle zu üben, weil sie diese noch nicht konnten. Das ist den anderen gegenüber milde ausgedrückt unfair. Selbst, wer aus einem triftigen Grund fehlt (was wohl der Regelfall sein dürfte), kann nicht als Individuum eine ganze Gruppe bremsen, da stößt Individualrecht an Grenzen, weil es die anderen antastet und verletzt.
Zumindest weltliche Chöre sollten einen Vorstand haben, wenn sie Vereine, mit oder ohne e.V. sind, müssen sie dies. Der gesamte Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Dies wird viel zu oft sowohl von uns Chorleitern (die wir ja für unsere Arbeit bezahlt werden) als auch von den Sängern als Selbstverständlichkeit angesehen. Inzwischen gibt es Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmern nicht gestatten, während der Arbeitszeit oder gar vom Firmentelefon aus für ihre Vorstandsarbeit aktiv zu sein (zum Glück

gibt es aber auch die anderen!). Nicht selten tragen Sänger Anliegen an den Vorstand, meist an den 1. Vorsitzenden, so nach dem Motto „was geht mich das an, dafür haben wir ja einen Vorstand“. Braucht der Vorstand (der 1. Vorsitzende) helfende Hände für Organisation, Aufbauarbeiten….., wird er nicht selten „im Regen stehen lassen“. Daher möchte ich den Satz am Anfang dieses Kapitels umformulieren: „Das Vorhandensein eines Vorstandes entbindet die übrigen Mitglieder nicht von Eigenverantwortung“. Es muss Ehrensache sein und ist das Gebot der Fairness, dass man den Vorstand nicht nur per Handzeichen bei der Jahreshauptversammlung, sondern auch bei seiner Arbeit durch Unterstützung, entlastet! Dann – und nur dann – wird sich auch immer wieder gern ein Vorstand wählen lassen!

Altersdurchschnitt und Mitgliederzahl
Die letzten beiden Punkte hängen unmittelbar zusammen und können daher in einem Kapitel behandelt werden. Wie ich eingangs bereits betonte, kann ich nur Mitglieder gewinnen, indem ich denen (den potentiellen Mitgliedern) aufzeige, welchen Nutzen sie aus ihrer Mitgliedschaft gewinnen.
Die meisten der älteren Generation machen aus alter Anhänglichkeit so lange mit, bis sie nicht mehr singen können. Zum einen gehören sie noch einer Generation an, die weniger an sich selbst denkt, sondern das Motto hat „entweder mache ich etwas ganz oder gar nicht“ – zum anderen brauchen diese Menschen diese Abende und Auftritte, es würde ein Loch in ihr Leben reißen, wenn sie damit aufhörten. Bleibt jedoch die Auswahl der Chorliteratur und die Art und Weise des Probens und Auftretens auch auf diesem „alten Level“, sieht es mit dem Anreiz für neue und vor allem jüngere Sänger sehr düster aus.
Ein wichtiger Punkt ist die Zielsetzung. Unterscheiden wir mal die inhaltliche Zielsetzung und die äußere Zielsetzung – obwohl das sich nicht immer trennen lässt.
Inhaltliche Zielsetzung zeigt sich darin: was singe ich und wie singe ich. Die Liedauswahl kann durchaus – und ich halte dies in Vereinen auch so – demokratisch geregelt werden. Der (zahlende) Kunde ist nun mal König, und wenn ich im Restaurant ein Steak bestelle, möchte ich keine Bratwurst….Die Sänger sollen und

müssen sich in dem Chor wohlfühlen und motiviert sein, um einen gewissen Leistungsdruck seitens des Choreiters über sich ergehen zu lassen. Natürlich ist bei aller Demokratie auch Überzeugungsarbeit zu leisten. Das Argument „das ist zu schwer, das schaffen wir nicht“ sollte grundsätzlich nicht erlaubt sein, denn wer etwas schaffen will, der schafft es auch. Auf ein gewisses Niveau sollte geachtet werden, es sollte sich nur um qualitative Chorkompositionen handeln, ganz gleich ob Heimatlied, Volkslied, Motette oder Gospel….aber vor allem Wünsche zu Ehejubiläen, runden Geburtstagen….sollten berücksichtigt werden.
Äußere Zielsetzung zeigt sich darin: wo trete ich auf? Selbstverständlich hat ein Verein die Sorge um seine aktiven und passiven Mitglieder zu tragen, d.h. zu deren Jubiläen…zu singen. Ebenso ist die Kultur im eigenen Ort, sei es in dem einen oder anderen Gottesdienst, Konzert, Maifeier…..ernst zu nehmen. Wer aber heute ernsthaft erwartet, dass ein junges Chormitglied nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag seine Freizeit in eine Gruppe investiert, die nur zu „traditionellen“ Anlässen im eigenen Ort singt, läutet das „Begräbnis“ seines Vereins ein. Jeder Mensch sucht in seiner Freizeit neben sozialer Bindung und Verantwortung auch Selbstverwirklichung, dazu hat er ein Recht. Wer will nach einem Arbeitstag in einer mäßigen oder gar miserablen Handballmannschaft spielen, für die sich weder die Lokalpresse noch sonst jemand interessiert, die nur noch für sich selbst und um ihrer selbst willen da ist? Nein, solche Menschen wollen mit dem Chor im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, innerhalb und außerhalb der eigenen Kommune, sei es mit Konzerten, Liederabenden, Wettstreiten oder anderen musikalischen Events, wo man ein breites Publikum erreicht und neue Kontakte knüpfen kann! Wer seine Chorarbeit so gestaltet, dazu evtl. noch einen Kinder- und einen Jugendchor unterhält, hat einen expandierenden und erfolgreichen Chor!

Wetzlar, am 10. Februar 2011
Kantor Michael Harry Poths

 
 
 
 

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