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Vortrag: Hexen und Zauberer zwischen Vogelsberg und Wetterau

Grünberg | Der Barfüßer-Förderkreis Kultur eröffnet sein Jahresprogramm 2011 mit einem Vortrag von Pfarrer Hartmut Miethe über Hexen und Zauberer in der heimischen Region im Barfüßerkloster Grünberg am Donnerstag, 27. Januar um 20 Uhr. Eintritt ist frei.

Am Beispiel der „Hexe“ Else Schmidt, genannt die Schul-Else aus Burkhardsfelden, die 1672 wegen Hexerei vor Gericht stand, soll ein Einblick in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte gegeben werden, das unzähligen Menschen grausames Leid, die Folter und den Tod brachte.

Beleuchtet werden das dahinter liegende Weltbild, die theologischen und juristischen Instrumente, die bei den Prozessen zum Tragen kamen.1654 wird Elisabetha Peter aus Sellnrod mit Daumenschrauben, Beinschrauben und dem Aufhängen der Steine gefoltert. In vielen Orten des Vogelsberges kam es zu schweren Beschuldigungen, gerieten ganze Familien unter den Verdacht der Hexerei. In Lindheim in der Wetterau wütete der Justizbeamte Geiß mehrere Jahre, der zwischen 1616 und 1664 etwa 30 in Verdacht geratene Menschen hinrichten ließ.

Bis heute ist dieses Thema nicht verloschen und nach wie vor geraten besonders Frauen z.B. in Afrika in den Verdacht Hexen zu sein. Sie werden nicht selten schwer verstümmelt oder hingerichtet.

Der Vortrag soll nicht nur ein Licht in die Vergangenheit werfen, sondern zugleich für Mechanismen im Miteinander sensibilisieren, die dazu führen können, dass Menschen verfolgt, ihrer Würde beraubt und sogar getötet werden.

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 17.01.2011 um 13:35 Uhr
Je nach Weltanschauung sind die Zahlen zu den Hexenverfolgungen unterschiedlich - die einen reden von 40 000 bis 60 000 die anderen von 4 - 6 Millionen in ganz Europa.

Außerdem sind nach Auffassung der Kirche ja alle Hexenprozesse von Zivilgerichten geführt worden - also wäscht die Kirche ihre Hände in Unschuld...

In jedem Fall ein recht kontroverses Thema.
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