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Naturwissenschaftliche Zaubertricks bei der Weihnachtsshow an der Theo-Koch-Schule

Grünberg | An der Theo-Koch-Schule Grünberg hieß es am vergangenen Mittwochabend vor über 300 Zuschauern wieder: „Mund auf und Ohren zu, gleich wird’s laut!“ In einer vorweihnachtlichen Aufführung zeigten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 12, dass die Naturwissenschaften an der Theo-Koch-Schule einen hohen Stellenwert haben.
„Revealed Illusions“ war das Motto der diesjährigen Experimentiershow, was so viel bedeutet wie „aufgedeckte Illusionen“. Denn immerhin sind NaWi, MINT, Biologie, Chemie und Physik Unterrichtsfächer, die bei vielen Schülerinnen und Schülern Respekt auslösen, weil sie sehr komplex sind. Die Experimente sind im Unterricht immer nett anzuschauen und rufen auch Staunen hervor, doch wenn es schließlich um die Erklärung eines Phänomens geht oder gar den Alltagsbezug, scheint sich für viele eine große Hürde aufzubauen.
Daher haben Schülerinnen und Schüler der Chemie- und Physik-Leistungskurse sowie der NaWi-Profilklasse 9 a in freiwilliger Eigenleistung viel Zeit damit verbracht, Experimente auszuwählen, auszuprobieren und zu verbessern. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von den
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Lehrkräften Rolf Goldstein, Peter Meiss und Dr. Sven Kammer. Das Team hat auf diese Weise eine gut anderthalbstündige Zaubershow zusammengestellt, die neben vielen Experimenten auch verständliche Erklärungen lieferte und die Bezüge zum Alltag aufzeigte.
Jedes Experiment wurde mit musikalischer Untermalung zunächst in einem Showteil vorgeführt, bevor die jungen „Zauberer“ in dem anschließenden Erklärungsteil auf das Phänomen eingingen und einen Alltagsbezug herstellten. So wurden zum Beispiel auf vielfältige Art und Weise Plasmaerscheinungen erzeugt. Während bei den Physikern dafür viel mit Hochspannung und zahlreichen Spulen gearbeitet wurde, erzeugten die Chemiker das Plasma mit Hilfe eines Streichholzes und einer handelsüblichen Mikrowelle. Das Prinzip ist dasselbe: ein Gas wird unter Energiezufuhr (z. B. Hochspannung oder Mikrowellen) ionisiert, d. h. in positive und negativ geladenen Teilchen aufgeteilt. Fallen diese wieder zusammen, kommt es zur Lichterscheinung. Die für uns größte sichtbare Plasmaerscheinung kann man in keinem Museum bestaunen, sondern nur in freier „Wildbahn“: Die Sonne.
Beim Hütchenspieler-Trick sollten Freiwillige aus dem Publikum erraten, in welchem der drei Becher sich das zuvor eingefüllte Wasser befand.
Eine unlösbare Aufgabe, denn das Wasser war nicht mehr auffindbar. Des Rätsels Lösung war aber ganz einfach. Wie in jeder Babywindel befand sich in einem der Becher so genanntes Superabsorber-Pulver. Dieses reagierte mit dem Wasser zu einer geleeartigen Masse, die sich im Becher festsetzte und nicht mehr herauszubekommen war.
Imposant war auch die Wette, eine Weinflasche ohne Korkenzieher zu öffnen. Dabei wurde die Flasche mehrmals mit dem Boden gegen die Wand geschlagen, wodurch der Korken herausgedrückt wurde. Dank Impulserhaltung und Trägheit lässt sich das Phänomen erklären. Die Schülerinnen und Schüler erleben es täglich im Schulbus. Wenn dieser abrupt stoppt, fallen alle nach vorne.
Die Highlights der Show waren der Abschuss von Brause- und Festkörperraketen, die Erzeugung eines echten Feuertornados sowie Wasserstoffballons und Staubexplosionen.
In der Pause konnte sich das Publikum stärken und außerdem einen Rundgang durch die Ausstellung „Unser Sonnensystem“ der Jahrgangsstufe 5 machen. Sie ist das Ergebnis des neuen Unterrichtsfaches NaWi an der TKS. Neben zahlreichen Modellen war hier auch eine bebilderte Zusammenfassung des Ausfluges aller fünften Klassen zur Sternenwelt Vogelsberg zu sehen, die vom Förderverein der TKS finanziell unterstützt wurde.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Verlosung, bei der man Utensilien für chemische und physikalische Zaubertricks gewinnen konnte. Schulleiter Herbert Stündl bedankte sich bei allen Beteiligten für einen spannenden und erlebnisreichen Abend voller Magie und lobte vor allen Dingen das große Engagement und die Begeisterung für Chemie und Physik. An der überaus positiven Resonanz des Publikums sei erkennbar gewesen, dass alle viel Spaß hatten und hoch motiviert waren.
Alle sind gespannt auf die Neuauflage in 2011.

 
 
 
 

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von:  Theo-Koch- Schule Grünberg

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