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Rettungskräfte zeigten ihr Können am ersten "Tag der Retter"

Die Grünberger Altstadt wurde für einen Tag zum Katastrophengebiet erklärt.
Die Grünberger Altstadt wurde für einen Tag zum Katastrophengebiet erklärt.
Grünberg | Eine Gasexplosion zerfetzt ein Wohnhaus mitten in der Innenstadt. Überall liegen Trümmerteile verstreut, unter den Mauerresten sind Verletzte eingeschlossen. Dieses Szenario ereignete sich am vergangenen Sonntag vor dem Grünberger Diebsturm, bei einer Katastrophenübung anlässlich des ersten Grünberger "Tag der Retter". Hauptdarsteller der actiongeladenen Simulation waren der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe, die örtliche Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und eine Reservisteneinheit der Bundeswehr. Die Aktion war jedoch nicht nur spannend, es sollten zahlreiche Fragen beantwortet und Situationen veranschaulicht werden, die die meisten Zuschauer noch nie live gesehen haben: Was macht das Technische Hilfswerk bei einem Katastrophenfall? Welche Aufgaben erledigt die Bundeswehr im Landesinneren? Und welche Ausrüstung brauchen Feuerwehr und Notärzte für die Bergung und Erstversorgung von Schwerverletzten? Mit dem Einsatz der Frauen und Männer der angerückten Rettungsdienste und mit der Hilfe von zwei Spürhunden der Johanniter konnten neun "schwerverletzte" Dummies
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verkaufsoffener Sonntag (29)Tag der Retter (1)Grünberg (1821)Gallusmarkt (32)
aus den Trümmern geborgen werden. Die Verletzungen reichten von Prellungen bis zu lebensgefährlichen Brüchen und Blutungen. Die Verletzten wurden an die Sanitäter des DRK übergeben und in einem speziell eingerichteten Feldlager abseits des Geschehens medizinisch versorgt. Währenddessen suchten die Hunde nach zwei Vermissten, diese konnten jedoch nur "tot" geborgen werden.
Bei einer zweiten Übung auf dem Marktplatz kollidierte ein PKW mit einem Lastwagen. Dieses Mal waren es keine Dummies, sondern zwei Männer und eine Frau, die bei dem "Unfall" zu Schaden gekommen sind. Vor allem die Bergung des ohnmächtigen Lastwagenfahrers mit einem Spineboard, einer speziellen Trage für verunglückte Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden kann, konnte nur mit dem Einsatz mehrerer Rettungskräfte erfolgreich ausgeführt werden. Die "angetrunkene" Fahrerin des PKW erlitt einen Schock und benötigte vor allem seelsorgerische Betreuung. Für die Bergung des bewusstlosen Beifahrers musste die Seitentür des Kraftfahrzeugs herausgeschnitten und die Frontscheibe aufgebrochen werden. Dies taten die Einsatzkräfte mit besonderer Vorsicht, da Splitter oder Metalteile den Verunglückten verletzen konnten. Nach den erfolgreichen
Feuerwehr und Rettungskräfte bergen einen ohnmächtigen Lastwagenfahrer
Feuerwehr und Rettungskräfte bergen einen ohnmächtigen Lastwagenfahrer
Übunseinsätzen begaben sich Zuschauer und Rettungskräfte zur Feldküche in der den ganzen Tag über warmes Essen unter dem Motto: "Wir kochen da, wo andere helfen" angeboten wurde. Die Teamleiter, sowie Reservistenführer standen den Besuchern Rede und Antwort und viele kleine und große Besucher ließen es sich nicht entgehen, sich in ein Rettungsfahrzeug zu setzen oder einen vollgepackten Bundeswehrrucksack anzuprobieren.
Neben dem "Tag der Retter" lockte der Einzelhandel mit einem verkaufsoffenen Sonntag und diversen Rabattaktionen zahlreiche Kunden an. Mitunter waren bereits einige Stände des Gallusmarkts aufgebaut, auf denen Kulinarisches und Waren aus der ganzen Welt feilgeboten wurden. Im Festzelt auf der Käswiese versammelten sich (zukünftige) Eltern zum Feilschen auf dem gut besuchten Kinderflohmarkt.
Der Gallusmarkt wird offiziell am Dienstag um 19:30 auf dem Marktplatz von Bürgermeister Frank Ide eröffnet. Weitere Highlights sind der Krämermarkt am Mittwoch und Donnerstag, sowie die traditionelle Wurzelbürger-Bürsterei im Rahmen eines Frühschoppens am Donnerstag.

Die Grünberger Altstadt wurde für einen Tag zum Katastrophengebiet erklärt.
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Feuerwehr und Rettungskräfte bergen einen ohnmächtigen Lastwagenfahrer
Feuerwehr und... 
Nur mit schwerem Gerät kommt die Feuerwehr an den verletzten Beifahrer.
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