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Urige Natur auf dem „Knorreichenstieg“ am Edersee erlebt.

Grünberg | Grünberg. Nachdem Dekan Norbert Heide von März 2009 bis Juni 2010 mit vielen Pilgerinnen und Pilgern „Zu Fuß rund um Grünberg“ unterwegs war, um die 40 Kirchen in „seinem“ Dekanat zu erkunden hat, steht nun „Pilgern in wilder Natur auf dem Urwaldsteig rund um den Edersee“ auf dem Programm.

30 Pilgerinnen und Pilger starteten in Grünberg mit zwei Kleinbussen und einigen PKWs zum Ausgangspunkt der ersten Etappe nach Asel am Edersee. Die Etappe verläuft auf dem „Knorreichenstieg“, ein rund 17 km langer Naturlehrpfad, der mit dem Elsbeerenblatt markiert ist.. Er führt den Wanderer durch die grandiosen Naturwälder am Nordrand des Edersees zwischen dem Ort Asel und der Halbinsel Scheid. Die uralten, knorrigen Eichen auf den Edersee-Steilhängen haben ihm seinen Namen gegeben. Er führt durch einen der letzten, echten Urwaldreste Mitteleuropas mit bizarren Baumgestalten, die sich in den schiefrigen Steilhang gekrallt haben. Buschförmige, bis zu tausendjährige Eichen bilden zusammen einen lichten Wald.

Vom Parkplatz an der „Strieder Eiche“ ging es aus der Aseler Bucht heraus um den Katzenberg, an dessen Spitze
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Knorreichenstieg (1)
sich eine herrliche Aussicht auf den Edersee bot. Seit einigen Jahren zieht er Naturbegeisterte an. Dann wurde der Weg schmaler und steiniger. Durch Trockenwälder mit über 800 Jahre alten knorrigen Eichen, vorbei an steilen Felshängen und Schluchten, mit herrlichen Ausblicken und einer seltenen, zum Teil mediterranen Pflanzen- und Tierwelt, bekommt der Wanderer eine Vorstellung vom Reiz und der Größe unbeeinflusster Natur. Der Pfad windet sich am Lindenberg entlang – hier ging es nur noch im „Gänsemarsch“ weiter. Zwischendurch blitzte immer wieder der Edersee durch die gekrümmten Baumwipfel. Als die Reste der „Hünselburg“ erreicht waren, ging es auf dem Lindenberggrat hinab zum Edersee. Links und rechts der idyllischen Wege waren neben unzähligen Pilzen - Fliegenpilze, Steinpilze – prächtige bemooste Steine und viele „Steinmännchen“ zu entdecken. Alte Buchen und Eichen mit knorrigen, skurrilen Wuchsformen erinnern an Kobolde und seltsame Fabelwesen und beflügeln die Phantasie. Durch Laubmischwälder führte die Route zur Kahlen Hardt mit letzten echten Urwaldresten.

Kurz vor Scheid wurde eine Rast eingelegt, um die mitgebrachte Rucksackverpflegung zu verspeisen. Eine kurze Andacht von Dekan Heide handelte von der Fabel vom Wettlauf von Hase und Igel. Der Hase ist zwar der schnellere Läufer, der gewitzte Igel konnte ihn aber überlisten. So wie der Igel immer rief „Ich bin schon da“ ist auch Jesus immer schon da, wenn es um Glaubensfragen geht.

Blick auf den Edersee
Blick auf den Edersee
In die Niederwerber Bucht hinein mussten immer wieder tief eingekerbte Bachtäler umgangen werden. Nach der Überquerung der Bucht führte der Steig hinauf auf die Mühlecke. Faszinierende Waldbilder und immer wieder herrliche Aussichten auf den Edersee begeisterten die Pilger. Am Ederseehang entlang gab es krüppelige Wälder bis der Bärentalbach erreicht war. Tief hat er sich in das Gestein gegraben. Wasser, feuchte Luft und die Nährstoffe aus dem oberhalb liegenden Zechstein sorgen für eine üppige Pflanzenwelt. Über eine Holzbrücke ging es auf den in Serpentinen angelegten Pfad steil aus dem Bachtal hinauf. Danach führt der Urwaldsteig durch naturnahe Wälder langsam abwärts in die Waldecker Bucht.

Ein Gedicht von Heinz Erhardt „Urlaub im Urwald“: Ich geh` im Urwald für mich hin. Wie schön, dass ich im Urwald bin. Und an den Bäumen, Blatt für Blatt, hängt „Urlaub“. Schön, dass man ihn hat.“ spricht allen Pilgern aus der Seele. eine beeindruckende Tour auf dem „Knorreichenstieg“ und Urwaldsteig mit faszinierenden Einblicken, herrlichen Aussichten, ein Erlebnispfad über Stock und Stein ging an der Talstation der Waldecker Bergbahn zu Ende. Von Asel nach Waldeck wurden 26 km zurückgelegt

Die weite Anreise hatte sich für alle Teilnehmer gelohnt – eine anspruchsvolle Pilgertour - mit Lust auf die nächste Etappe am 2. Oktober von Waldeck über Hemfurth nach Bringhausen (ca. 19 km).

 
Blick auf den Edersee
Blick auf den Edersee 
 

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von:  Irmgard Dechert

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Interessensgebiet: Grünberg
Irmgard Dechert
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