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Tipps zum Umgang mit schwierigen Menschen - Frauenfrühstück in Grünberg

Grünberg | Kakteen mit Smiley-Steckern begrüßten die rund 70 Besucherinnen des Frauenfrühstücks am Samstagvormittag in der Grünberger Gallushalle auf den liebevoll gedeckten Tischen und auch in der gelungenen Bühnendekoration. Sie waren ein Sinnbild für das Thema „Umgang mit schwierigen Menschen“ zu dem Christiane Bladt aus Hohenahr-Erda sprach. Die Mittfünfzigerin ist ehrenamtliche Mitarbeiterin in verschiedenen Gremien, darunter der überregionalen Frauenarbeit der evangelischen Allianz. Aus ihrer Erfahrung konnte sie praktische Beispiele in ihren Vortrag einfließen lassen und verstand es gleich zu Beginn, ihre Zuhörer mit einem kleinen Test in das Thema mit hinein zu nehmen. Schließlich kennt jede(r) unmögliche Mitmenschen, die ständig meckern, Gerüchte verbreiten, mobben und so weiter und einem damit das Leben mitunter ganz schön schwer machen. Obwohl doch richtig gute Beziehungen ein ganz wesentlicher Faktor dafür sind, dass Menschen glücklich leben können. Da es aber je nach Situation nicht immer möglich ist, schwierigen Zeitgenossen ganz auszuweichen, hatte Christiane Bladt einige Tipps im Gepäck, wie der Umgang
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mit ihnen entspannter sein kann. Als biblische Schlüsselaussage präsentierte sie den Vers „Soweit es an euch liegt, habt Frieden mit allen Menschen:“ Sie hob mehrmals hervor, dass Probleme im Umgang meist in der Beziehung und nicht in der Person begründet seien. So sei es zunächst wichtig, die Schwierigkeiten zu erkennen, zu definieren und auch zu akzeptieren. Da man andere Menschen ja nicht ändern könne, gelte es nun, einen Weg zu finden, das Verhalten auszuhalten. Hier könne es sich zum Beispiel als sehr hilfreich erweisen, wenn man erkennt, dass man an einem gemeinsamen Ziel arbeitet und sich auf dieses zu konzentrieren. Als zweiten Tipp empfahl Bladt ihren Zuhörerinnen, eigene Denkmuster auf den Prüfstand zu stellen. „Ich kann mich zwar ärgern, aber verpflichtet bin ich dazu nicht“, war eine Aussage in diesem Zusammenhang, die zunächst zwar für Heiterkeit sorgte, beim genaueren Hinsehen aber helfen soll, die eigene Reaktion zu hinterfragen. Als drittes sei es schließlich wichtig, genau zu prüfen, was die Schwierigkeiten verursache, welche Verhaltensweisen und Persönlichkeitsmerkmale besonders stören. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auch auf den eigenen Macken liegen, die es zu erkennen und zu bejahen gilt. Bei der näheren
Betrachtung verschiedener schwieriger Typen wie Kritiker, Pessimisten, Rücksichtslose, Autoritäre oder Schwätzer hatte sicher jede Zuhörerin Beispiele vor Augen, die ihnen selbst oft das Leben schwer machen. Die Referentin ermutigte sie dazu, in die arbeitsintensive Verbesserung schwieriger Beziehungen zu investieren, wobei es in manchen Fällen allerdings auch nötig sei „weiter zu ziehen“. Da Abbrüche aber immer auch mit Verlust einhergehen, helfe es etwa, Kritik positiv aufzunehmen und als Chance zur eigenen Weiterentwicklung zu sehen. Oder schwierige Menschen mit Gottes Augen zu sehen und zu ahnen, welches Potential in ihnen stecke. Andersartigkeiten anerkennen, Person und Sache trennen, eigene Einschränkungen akzeptieren und ähnliche hilfreiche Ansätze hat die eine oder andere Besucherin sicherlich mitgenommen und geht nun hoffnungsvoller in die Begegnung mit unsensiblen Chefs, explosiven Verwandten oder kritischen Zeitgenossen.
Am Büchertisch konnte sie sich dann noch mit einschlägiger christlicher Literatur versorgen und von Moderatorin Birgit Otto, die als Leiterin eines Vorbereitungskreises der Evangelischen Stadtmission Grünberg für das Frauenfrühstück verantwortlich ist, gab es noch zahlreiche Hinweise auf weitere Veranstaltungen und gemeinsame Frühstücksmöglichkeiten freitags morgens im Café JUST. Der nächste große Termin wird kein Frühstück sondern eine Abendveranstaltung am 31.März 2011 sein, zu der das Trio „Die Mütter“ eingeladen wurde, was am Samstag bereits für große Vorfreude sorgte.

 
 
 

Kommentare zum Beitrag

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Hagen Hartmann aus Laubach schrieb am 07.11.2010 um 12:44 Uhr
Hier hat sich mal ein Mann verirrt. Der fragt sich, warum solch interessanten Worte eigentlich nur für Frauen sind. Oder muss "Mann" erst ein teures Management Seminar besuchen, damit er etwas dazu lernt?
Hagen Hartmann
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von:  Annette Bück

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Interessensgebiet: Grünberg
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